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Förderung der Wärmepumpe

Wärmepumpen machen kostenfreie Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser zum Heizen nutzbar. Möglich ist das mit einem elektrischen Prozess, der vor Ort keine Schadstoffe ausstößt. Ein Grund, aus dem der Staat eine attraktive Förderung für die Wärmepumpe vergibt. Erhältlich sind Zuschüsse, Steuererleichterungen sowie Kredite. Wir erklären, welche Förderprogramme für Ihre Wärmepumpe zur Verfügung stehen, wie die Konditionen ausfallen und worauf bei der Antragstellung zu achten ist.

Das Wichtigste zur Förderung einer Wärmepumpe

Förderung für die Sanierung

Sanieren Sie ein mindestens fünf Jahre altes Haus, erhalten Sie für die Wärmepumpe eine Förderung von 25 bis 40 Prozent.

Kredit für neues Effizienzhaus

Geht es um einen Neubau, stehen Kredite mit Tilgungszuschüssen über die Effizienzhaus-Förderung zur Verfügung.

Antragstellung vor dem Start

Beantragen Sie die Förderung für Wärmepumpen vor Beginn der Maßnahme. Nachträglich bleibt ein Steuerbonus.

Attraktive Fördermittel für Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen

Eine Wärmepumpenheizung versorgt Sie mit Wärme für Heizung und Warmwasser. Während sich im Neubau jeder Zweite für die Technik entscheidet, kommt sie auch im Bestand immer öfter zum Einsatz. So zum Beispiel die Viessmann Vitocal 250-A und Vitocal 252-A, die speziell für die Sanierung entwickelt wurden. Als Hausbesitzer profitieren Sie dabei nicht nur von den Vorzügen einer neuen Umweltheizung, Sie bekommen auch bis zu 40 Prozent Förderung für die Wärmepumpe. Neben den hohen Zuschüssen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) stehen auch Steuerboni für Bestandsgebäude und Kredite für Neubauten zur Verfügung. Erhältlich sind Fördermittel für Wasserwärmepumpen sowie:  

Förderung vom Staat auch für Split-Klimageräte 

Beantragen Sie für Ihre neue Viessmann Wärmepumpe Förderung, erhalten Sie die staatlichen Hilfen nicht nur für wasserführende Systeme. Auch für Split-Klimageräte gibt es finanzielle Unterstützung. Denn dabei handelt es sich um Luft-Luft-Wärmepumpen, die beim Heizen und beim Kühlen Kosten sparen. Voraussetzung für die Heizungsförderung ist jedoch, dass Ihre neue Split-Klimaanlage hohe Effizienzanforderungen erfüllt.

Keine Zuschüsse für neue Warmwasser-Wärmepumpen

Mit einer Warmwasser-Wärmepumpe wie der Vitocal 262-A nutzen Sie kostenfreie Energie der Umgebungsluft, um das Trinkwasser in einem Speicher zu erhitzen. Für diese Wärmepumpenheizungen ist eine Förderung nicht möglich, auch wenn die Anlagen genau wie konventionelle Wärmepumpen funktionieren. Das gilt zumindest für die Zuschüsse der BEG. Denn mit dem Steuerbonus für Handwerkerlohnkosten profitieren Sie zumindest beim Einbau der Technik von steuerlichen Vergünstigungen.

BEG-Förderung der Wärmepumpe für Sanierung und Neubau nutzen 

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) steht Ihnen als Sanierer und Bauherr zur Verfügung. Im Bestand erhalten Sie 25 bis 40 Prozent Förderung als Zuschuss für die neue Wärmepumpe. Und das für Kosten von bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr im Wohn- oder 1.000 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche im Nichtwohnbau. Die Fördermittel sind auf 600.000 Euro (Wohnbau) bzw. fünf Millionen Euro (Nichtwohnbau) gedeckelt und über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhältlich.

25 oder 30 Prozent Wärmepumpenförderung je nach Wärmequelle

Über die BAFA-Förderung für Wärmepumpen erhalten Sie als Sanierer einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent. Dieser lässt sich um fünf Prozent anheben, wenn Sie Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle erschließen. Der Grund: Da die Temperaturen im Grundwasser und im Erdreich ganzjährig höher sind, muss die Heizung hier weniger leisten. Das führt zu einer besseren Effizienz, einem niedrigen Stromverbrauch und letztlich auch zu sinkenden Heizkosten. 

Zehn Prozent Extra-Förderung mit der Heizungs-Austauschprämie

Attraktivere Fördermittel für Wärmepumpen stehen beim Austausch einer alten Gas-, Öl-, Kohle- oder Stromheizung zur Verfügung. Verzichten Sie nach der Sanierung komplett auf den Einsatz fossiler Energieträger, steigt die vom BAFA vergebene Wärmepumpenförderung um zehn Prozentpunkte an. Insgesamt bekommen Sie damit Zuschüsse von 35 bis 40 Prozent.

Ob für die alte Heizung eine Austauschpflicht besteht, spielt keine Rolle. Handelt es sich dabei um eine Gasheizung, muss diese jedoch mindestens 20 Jahre alt sein. Für Gasetagenheizungen und andere Einzelöfen gibt es diese Vorgabe nicht.

Hinweis: Mit der BEG-Reform 2022 wurde der sogenannte iSFP-Bonus für den Heizungstausch eingestellt. Diesen gab es zuvor, wenn der Einbau einer neuen Heizung in einem individuellen Sanierungsfahrplan vorgesehen war.

Eingeschränkte Förderung der Wärmepumpe als Hybrid-Heizsystem

Erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine Wärmepumpe im Altbau nicht vollständig, ist die Förderung von Hybrid-Systemen auf Basis erneuerbarer Energien eine Option. Dabei handelt es sich um Heizlösungen, die neben der Wärmepumpentechnik auf andere Wärmeerzeuger setzen. Lukrativ ist beispielsweise die Kombination mit Solarwärme oder einer Holzheizung, für die Sie eine Basisförderung von 20 bis 25 Prozent erhalten. Den höheren Zuschuss vergibt das BAFA zur Förderung der Hybridheizung, wenn Sie auf die Verbrennung fester Biomasse verzichten. 

Kombinieren Sie die Wärmepumpenheizung stattdessen mit Gas oder Öl, erhalten Sie Zuschüsse allein für die Wärmepumpe. Kosten für andere Heizgeräte lassen sich dann nicht mehr anrechnen. Kompakte Hybridheizungen, die Wärmepumpe und Gas- oder Ölheizung in einem Gerät kombinieren, fördert der Staat nicht.

Geringere KfW-Förderung der Wärmepumpe für effizienten Neubau

Entscheiden Sie sich im Neubau für eine Wärmepumpenheizung, bekommen Sie die Förderung der BEG von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Erhältlich sind zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von fünf Prozent. Letzterer reduziert die zurückzuzahlende Kreditsumme, wenn Sie ein Gebäude nach Effizienzhausstandard 40 mit Nachhaltigkeitszertifikat erstellen. Die staatliche Förderung für Wärmepumpen wird bei den Kosten des Neubaus berücksichtigt.

Förderantrag für die Wärmepumpe vor Beginn der Maßnahme stellen

Um von der KfW oder vom BAFA für die Wärmepumpe eine Förderung zu erhalten, müssen Sie diese rechtzeitig vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen beantragen. Bei Zuschüssen funktioniert das einfach online über die Webseite des BAFA. Für Darlehen wenden Sie sich hingegen an Ihre Hausbank. Direkt nach dem Absenden des Antrags zur Förderung der Wärmepumpe können Sie auf eigenes finanzielles Risiko mit der Sanierung beginnen. Denn ob Sie tatsächlich Fördermittel erhalten, zeigt erst der Zuwendungsbescheid.

Nach Abschluss aller Arbeiten erstellt Ihr ausführender Betrieb eine Fachunternehmererklärung. Diese reichen Sie zusammen mit einem Verwendungsnachweis bei Ihrem Fördergeber ein, um die beantragten Mittel zu erhalten. Während das BAFA die Förderung der Wärmepumpe überweist, schreibt die KfW den beantragten Tilgungszuschuss gut.

Übrigens: Lassen Sie sich vom FörderProfi bei der Antragstellung unterstützen, profitieren Sie von der Viessmann Förder Garantie.

Steuerbonus für Sanierung oder Lohnkosten als Alternative im Bestand 

Eine Alternative zur BEG ist der Steuerbonus für die Sanierung. Diesen erhalten Sie in Höhe von 20 Prozent der anfallenden Kosten für Maßnahmen in einem mindestens zehn Jahre alten und selbst genutzten Haus. Verteilt über einen Zeitraum von drei Jahren können Sie auf diese Weise Sanierungskosten von bis zu 40.000 Euro von Ihrer Einkommensteuer absetzen. Möglich ist das nachträglich über Ihre Einkommensteuererklärung mit einer Fachunternehmererklärung nach dem Muster der Finanzverwaltung. Wie bei der BAFA-Förderung der Wärmepumpe sind dabei auch hier hohe technische Voraussetzungen zu erfüllen. Von der vollen steuerlichen Wärmepumpenförderung profitieren Sie nur, wenn Ihre Einkommenssteuerlast hoch genug ist.

Steuerliche Förderung 2022 für Hybridheizungen mit Gasbrennwert erhalten

Während der Staat die Wärmepumpenförderung von 2021 inzwischen stark gekürzt hat, können Sie den Steuerbonus bis zum Veranlagungszeitraum 2022 für Gasbrennwert-Hybridheizungen nutzen. Auf diese Weise bekommen Sie finanzielle Unterstützung auch für kompakte Hybridgeräte, die Wärmepumpe und Gasbrennwertheizung kombinieren. Für den Veranlagungszeitraum 2023 und darauf folgende Jahre soll es diese Möglichkeit nicht mehr geben.

Ohne technische Mindestanforderungen vom Handwerkerbonus profitieren

Halten Sie die technischen Mindestanforderungen nicht ein, bleibt der Steuerbonus für Handwerkerleistungen als Alternative. Mit diesem können Sie jedes Jahr 20 Prozent der angefallenen Lohnkosten für Handwerker steuerlich geltend machen. Maximal lassen sich 6.000 Euro anrechnen, was zu einer Förderhöchstsumme von 1.200 Euro führt. Voraussetzung ist, dass es sich um Sanierungs-, Renovierungs- oder Erhaltungsarbeiten in einer selbst genutzten Immobilie handelt. Die Beantragung erfolgt genau wie beim Steuerbonus für die Sanierung nachträglich über Ihre Einkommenssteuererklärung. Als Nachweis sind Rechnungen mit ausgewiesenen Lohnkosten und Überweisungsbelege vorzulegen.

Technische Mindestanforderungen zur Förderung einer Wärmepumpe 

Möchten Sie für Ihre Viessmann Wärmepumpe eine Förderung beantragen, sind technische Mindestanforderungen zu erfüllen. So benötigen Sie beispielsweise separate Strom- und Wärmemengenzähler, welche bei Viessmann Geräten bereits beinhaltet sind. Welche Voraussetzungen außerdem gelten, zeigt die folgende Übersicht:

  • Empfehlung: Einbau einer Wärmepumpenheizung mit natürlichem oder synthetischem Kältemittel mit geringem Treibhauspotenzial (GWP oder Global Warming Potential)

  • Jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ƞs oder ETAs) für Wasserheizungen (135 % für Wärmequelle Luft bei 35 °C Vorlauftemperatur; 150 % für Wärmequelle Sole oder Wasser bei 35 °C Vorlauftemperatur; 120 % für Wärmequelle Luft bei 55 °C Vorlauftemperatur; 135 % für Wärmequelle Sole oder Wasser bei 55 °C Vorlauftemperatur)

  • Jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ƞs oder ETAs) für Luftheizungen (181 % bei Anlagen mit bis zu 12 kW; 150 % bei Anlagen mit mehr als 12 kW)

  • SG-Ready Wärmepumpenheizungen für netzdienlichen Betrieb ab 2023

  • bei Sondenbohrungen: DVGW W120-2  zertifizierte Bohrfirmen und verschuldensunabhängige Versicherung der Bohrung

  • Hydraulischer Abgleich der gesamten Heizungsanlage

Heizgeräte und Split-Klimageräte, die diese Vorgaben erfüllen, finden Sie in der BAFA-Liste für förderfähige Wärmepumpen.

Anrechenbare Kosten bei der Wärmepumpenförderung im Überblick 

Möchten Sie Förderung für Ihre Wärmepumpe beantragen, erhalten Sie die finanzielle Unterstützung nicht nur für die Heizung. Auch die Kosten zahlreicher Umfeldmaßnahmen lassen sich mit fördern. Dazu gehören Arbeiten am Technikraum genauso wie Optimierungsmaßnahmen an der bestehenden Heizung. So zum Beispiel der hydraulische Abgleich, das Dämmen von Rohrleitungen oder der Einbau neuer Heizkörper sowie Fußbodenflächen. Einen Überblick gibt das BAFA im Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen. Wollen Sie den Steuerbonus für die Sanierung für sich nutzen, finden Sie weitere Informationen über die Webseite des Bundesministeriums der Finanzen.

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