Photovoltaik: Förderung vom Staat nutzen

Staat und Länder bieten attraktive Programme zur Förderung der Photovoltaik. So gibt es neben Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Einspeisevergütung für den selbst erzeugten Strom. Außerdem vergeben einige Bundesländer auch eine Photovoltaik-Speicher-Förderung.


KfW Programm 270 zur Förderung der Photovoltaik 2019

Wer eine Photovoltaikanlage kaufen möchte, bekommt Unterstützung vom Staat. So lassen sich die Viessmann Vitovolt 300 Paketen mit der Photovoltaik-Förderung der KfW günstig finanzieren. Über das Programm 270 „Erneuerbare Energien - Standard“ erhalten Privatpersonen und Unternehmen dabei zinsgünstige Kredite für neue Solarstromanlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen. Die Konditionen im Überblick:

● Kredithöhe: maximal 50 Millionen Euro pro Vorhaben
● Zinssatz: ab 1,03 Prozent (Abhängig von Bonität, Laufzeit und Zinsbindung)
● Laufzeit: 5, 10, 15 oder 20 Jahre
● Tilgungsfreie Anlaufjahre: 1 bis 3 Jahre
● Zinsbindung: 5, 10, 15 oder 20 Jahre

Wichtig zu wissen ist, dass sich die staatliche Photovoltaik-Förderung auch vor Ablauf der Darlehenslaufzeit zurückzahlen lässt. In diesem Fall verursacht eine Vorfälligkeitsentschädigung allerdings zusätzliche Kosten.

Dachsanierung zusammen mit der Photovoltaik förderbar

Geht es um die Installation einer Solarstromanlage, ist im Altbau oft auch eine Dachsanierung nötig. Vor allem dann, wenn das alte Dach die Last der Solartechnik nicht sicher tragen kann. Mit der Photovoltaik-Förderung können Hausbesitzer diese gleich mitfinanzieren. Die anfallenden Kosten lassen sich dabei mit dem KfW-Kredit abdecken.


Das Bild zeigt unterschiedliche PV-Module, die Sie sich über eine Förderung der Photovoltaik-Anlage mitfinanzieren lassen können.

KfW-Fördergelder für die Photovoltaik beantragen

Interessenten können die Mittel über ihre Hausbank beantragen. Diese leitet die erforderlichen Unterlagen an die Förderbank weiter und zahlt dann den Kredit aus. Die Rückzahlung erfolgt ebenfalls an die Hausbank.

*Hinweis zur Fördermittelabfrage

Die über die Online-Anfrage veröffentlichten Informationen und Angaben sind mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Fehlerfreiheit und Vollständigkeit der Angaben kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien - rechtsverbindliche Angaben erhalten Sie bei den jeweils genannten Institutionen.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Ausnahmen können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben wie z.B. für die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz.

Bewilligungen werden im Übrigen ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von der jeweiligen Bewilligungsstelle erteilt.

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Photovoltaik-Förderung über die Einspeisevergütung

Während die KfW die Anschaffung einer Solarstromanlage fördert, gibt es vom Staat auch im laufenden Betrieb finanzielle Unterstützung. Geregelt ist das im EEG – dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien. So bekommen Anlagenbetreiber 20 Jahre lang eine festgelegte Vergütung für jede Kilowattstunde Strom, die sie in das öffentliche Netz einspeisen. Wie hoch diese ist, richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Für PV-Dachanlagen mit den gängigen Leistungen sieht es aktuell wie folgt aus:

● 10 kWp: 10,64 Cent pro Kilowattstunde
● 40 kWp: 10,34 Cent pro Kilowattstunde
● 100 kWp: 8,13 Cent pro Kilowattstunde

Die Einspeisevergütung zur Photovoltaik-Förderung sinkt kontinuierlich. Wer zu lange wartet, bekommt daher weniger für den eingespeisten Strom.

Selbstnutzung oft attraktiver als Förderung der Photovoltaik

Durch die sinkenden Vergütungssätze wird es immer lukrativer, den selbst erzeugten Strom im eigenen Haus zu verbrauchen. Denn so müssen Hausbesitzer weniger Energie von ihrem Versorger beziehen und sparen rund 29 Cent pro Kilowattstunde. Da die Sonne meist dann scheint, wenn Haushalte den Strom nicht benötigen, erreichen konventionelle Anlagen einen Eigenverbrauchsanteil von nur 20 bis 30 Prozent. Das heißt: 70 bis 80 Prozent des Stroms fließen in das öffentliche Netz. Stromspeicher wie der Viessmann Vitocharge ermöglichen einen Eigenverbrauchsanteil von 60 bis 70 Prozent und damit noch höhere Einsparungen.


Photovoltaik-Speicher-Förderung der Bundesländer

Nach dem Ende der Photovoltaik-Speicher-Förderung der KfW gibt es Fördergelder für Stromspeicher aktuell nur von einigen Bundesländern. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick (Stand: Juni 2019).

Bundesland Förderart Förderhöhe Ansprechpartner
Sachsen Zuschuss für Stromspeicher 1.000 € + 200 €/kWh Speicherkapazität für Stromspeicher Sächsische Aufbaubank
(SAB)
Baden-Württemberg Zuschuss für Stromspeicher PV bis 30 kWp: 200 €/kWh, PV über 30 kWp: 300 €/kWh, mindestens 400 Euro, maximal 45.000 Euro + 500 Euro für Ladesäule + 400 Euro für PV-Anlagen mit 10 bis 14 kWp Landeskreditbank
Baden-Württemberg (L-Bank)
Thüringen Zuschuss für Photovoltaik und/oder Stromspeicher Photovoltaik-Förderung: 30 %, Stromspeicher: 30 %, mindestens 1.000 Euro, maximal 100.000 Euro Thüringer Aufbaubank
(TAB)
Nordrhein-Westfalen Zuschuss für Photovoltaik und Stromspeicher PV bis 30 kWp: max. 10 %, PV über 30 kWp: max. 50 %, mindestens 350 Euro, maximal 75.000 Euro. Photovoltaik-Förderung ist bis zum 20.11.2019 gültig! Bezirksregierung
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