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Alternative zur Gasheizung

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Steigende Gaspreise, die aktuell zunehmend Schwankungen unterliegen, sowie die CO2-Steuer und die generell unsichere Zukunft von Gasheizungen aus klimapolitischer Sicht veranlassen viele Hausbesitzer, über Alternativen zur eigenen Gasheizung nachzudenken. Dabei gibt es so einiges zu beachten – doch wo und wie fängt man am besten an? Im folgenden Ratgeber stellen wir ein paar mögliche Optionen vor, wenn Sie von einer Gasheizung auf ein Heizsystem mit regenerativer Energie umsteigen möchten. Beachten Sie, dass pauschale Empfehlungen nicht möglich sind, da sich Gebäude, örtliche Gegebenheiten und das individuelle Heizverhalten stark unterscheiden. Eine umfassende Beratung durch einen Viessmann Partner vor Ort ist unerlässlich.

Welche Hürden gibt es beim Umstieg von einer Gasheizung auf eine Alternative?

Die folgende Grafik zeigt sehr anschaulich, welche Schwierigkeiten der Umstieg von einer Gasheizung auf eine nicht fossile Alternative mit sich bringen kann. Sie beruht auf einer Online-Umfrage mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Unter den Top 5 Hürden findet sich neben dem Kosten- und Förderungsaspekt auch das informative Defizit. Viele Befragte gaben an, im Vorfeld zu wenig über die Alternativen zu wissen. Die nachfolgenden Abschnitte sollen vor allem diese Hürde verkleinern. Zu allen anderen Aspekten finden Sie darüber hinaus umfangreiche Informationen. 

Ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen

Vielerorts kommt die Wärmepumpe im Neubau zum Einsatz. Doch auch in Bestandsgebäuden kann es sich lohnen, wenn Sie von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten. Sie reduzieren nicht nur den Verbrauch fossiler Brennstoffe, sparen damit wertvolle Ressourcen und verringern den Ausstoß des klimaschädlichen CO2. Sie entscheiden sich damit ebenso für ein leises, wirtschaftliches und sicheres Heizsystem. Die neue Viessmann Vitocal Wärmepumpe wurde sogar speziell für den Einsatz im Gebäudebestand entwickelt. Erfahren Sie mehr über die schlaue Wärmepumpe: 

Umweltenergie statt fossilen Erdgases

Prinzipiell nutzt die Wärmepumpe sogenannte Umweltenergie. Dabei entzieht sie der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser thermische Energie. Auf Grundlage der speziellen Funktion der Wärmepumpe wird die Energie wiederum genutzt, um ein Kältemittel zu verdampfen, welches anschließend verdichtet wird und sich dadurch erwärmt. Innerhalb des geschlossenen Kreislaufs einer Wärmepumpe überträgt sich diese Wärme an das Heizwasser, welches wiederum zum Beheizen der Räume oder zum Erwärmen des Warmwassers genutzt werden kann. Damit kommt die Wärmepumpe im Gegensatz zur Gasheizung ganz ohne Verbrennungsprozess aus. Lediglich etwa ein Viertel der aufzuwendenden Energie muss in Form von Strom zur Verfügung stehen. Möchten Sie sich komplett von fossilen Energieträgern lossagen, sollten Sie hier auf einen Ökostrom-Tarif setzen oder Sie produzieren Ihren eigenen Strom mit einer Photovoltaikanlage (PV). Damit steigern Sie nicht nur Ihre Energie-Autarkie, sondern reduzieren den CO2-Ausstoß auf ein Minimum. Ein modulares Viessmann Strom Energiesystem, inklusive PV, Wärmepumpe und Stromspeicher können Sie über Viessmann Strom auch mieten.

Für den Austausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe Förderung beantragen 

Jede Neuanschaffung ist mit einer Investition verbunden. Der Kostenaufwand für eine neue Heizung scheint auf den ersten Blick hoch. Doch mittel- und langfristig rechnet sich diese Investition – in dem einen oder anderen Fall sogar schneller als gedacht. Ihre Gasheizung umzurüsten auf eine Wärmepumpe reduziert die Betriebskosten und das über einen langen Zeitraum. Denn die Umweltenergie ist kostenfrei und nahezu unerschöpflich. Darüber hinaus lassen sich die anfänglichen Ausgaben über die staatliche Förderung der Wärmepumpe deutlich reduzieren. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – kurz BEG – lassen sich bis zu 40 Prozent der Investitionen abfedern.

Heizen ohne Gas mit der Alternative Holzheizung

Eine weitere Möglichkeit, sich komplett vom Gas als Energieträger zu lösen, ist der Umstieg auf eine Holzheizung. Die meisten denken dabei wahrscheinlich zuerst an den Austausch einer Gasheizung gegen eine Pelletheizung. Doch neben dieser ist ebenfalls eine Stückholzheizung möglich und denkbar. Grundsätzlich gilt Holz als CO2-neutraler Brennstoff. Während des Verbrennungsprozesses wird nur so viel CO2 ausgestoßen, wie die Bäume beim Wachsen aufgenommen und in Sauerstoff sowie Biomasse umgewandelt haben. Alle Viessmann Vitoligno Kessel haben einen hohen Wirkungsgrad und sind sparsam im Verbrauch. Das ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch ein Plus für Ihren Geldbeutel.

Mehr Platz, Regionalität und Wärmespeicher spielen eine zentrale Rolle

Für alle Holz- beziehungsweise Biomasseheizungen gilt, dass Sie ausreichend Platz benötigen, insbesondere für Lagerung der Holzscheite oder der Pellets. Darüber hinaus bietet die Pelletheizung ein automatisches Nachlegen des Brennmaterials. Für diese Fördertechnik ist zusätzlich Platz notwendig. Sollten Sie also eine Gasheizung umrüsten wollen auf Pellets, muss ausreichend Raum geschaffen werden. Dennoch lohnt es sich, auf den Brennstoff Biomasse umzusteigen, vor allem dann, wenn Sie in unmittelbarer Nähe zur Holzwirtschaft wohnen. Damit können Sie günstig sowie bequem regionale Holzprodukte beziehen und verzichten auf lange Transportwege. In der Regel sind Pellets und Scheitholz auch sehr preisstabil, vor allem im Vergleich zu den stark schwankenden Gaspreisen. Neben dem Platzbedarf und dem regionalen Aspekt von Holz sollten Sie auf eine entsprechende Wärmespeicherung achten. Da der Verbrennungsprozess von Holz nicht so einfach ein- und auszuschalten ist wie bei einer Gasheizung, sollte ein Pufferspeicher gleich mit eingeplant werden. Auf diese Weise nutzen Sie den Energieträger Holz sehr effizient.

Anschaffungskosten einer Holzheizung mit staatlicher Förderung reduzieren

Entscheiden Sie sich für das Heizen mit Holz als eine Alternative zur Gasheizung, wirken sich die genannten Faktoren auf die anfängliche Investition aus. Dennoch zahlt es sich mittel- und langfristig aus. Nicht nur im Hinblick auf die Reduktion der CO2-Emission im Vergleich zu Gas, sondern auch hinsichtlich der Preisentwicklung. Zudem lassen sich die Investitionen durch staatliche Fördermittel im Rahmen des BEG deutlich reduzieren. Mit der Förderung einer Holzheizung lassen sich bis zu 45 Prozent der Kosten finanzieren.

Stromerzeugende Heizsysteme – ein Gasanschluss als Voraussetzung

Eine weitere Alternative zur Gasheizung, aber nicht komplett ohne Gas, ist die stromerzeugende Heizung, besser bekannt als Brennstoffzellenheizung. Dieses System basiert auf der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und produziert neben Heizwärme auch Strom. Grundvoraussetzung ist jedoch ein Gasanschluss. In der Viessmann Vitovalor wird der Wasserstoff aus dem Erdgas separiert und bildet wiederum den Ausgangsstoff für die kalte Verbrennung, mit der thermische Energie für Raumwärme und Warmwasser bereitgestellt wird. Die Brennstoffzellenheizung als Kompaktgerät (Vitovalor PT2) beinhaltet eine Gasbrennwertheizung als Spitzenlastkessel, falls ein erhöhter Wärmebedarf besteht. Ebenfalls möglich ist es, die bestehende gasbetriebene Anlage um eine Brennstoffzellenheizung zu ergänzen (Vitovalor PA2).

Nicht unerwähnt bleiben sollten die Blockheizkraftwerke – kurz BHKW. Sie beruhen ebenfalls auf dem Prinzip der KWK. Sie eignen sich vorzugsweise in größeren Gebäuden und sind vor allem bei langen Laufzeiten wirtschaftlich sinnvoll.

Fördermittel für die Brennstoffzellenheizung als Alternative zur Gasheizung

Wie bei den bereits genannten Alternativen für Gasheizungen lässt sich auch die Brennstoffzellenheizung durch staatliche Fördermittel teilweise finanzieren. Im Rahmen des Programms 433 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden bis zu 40 Prozent der Investition bezuschusst. Die Förderhöhe ist dabei unter anderem von der elektrischen Leistung abhängig. Für die Vitovalor bedeutet dies etwa einen Anteil von bis zu 11.200 Euro der Anschaffungskosten. Ausführliche Informationen erhalten Sie im Beitrag zur Förderung der Vitovalor.

Schrittweiser Umstieg auf erneuerbare Energien: die Gas-Hybridheizung

Sind Sie bereits Besitzer einer Gasheizung und fragen sich gemäß der aktuellen Lage, welche Alternativen zum Gas möglich sind, kann auch eine hybride Lösung für Sie infrage kommen. So lässt sich eine bestehende Anlage mit der genannten Wärmepumpe oder den genannten Holzheizungen hervorragend ergänzen. Viessmann bietet unter anderem eine Wärmepumpe der neuesten Generation als Hybrid-Variante – die Vitocal 250-AH. Die Gasheizung dient bei einer solchen Kombination fortan als Spitzenlastkessel. Das heißt, sie wird immer dann zugeschaltet, wenn ein höherer Bedarf an Heizwärme oder Warmwasser besteht. Eine andere Alternative zur reinen Gasheizung ist die Ergänzung mit einer Solarthermieanlage. Diese übernimmt die Warmwasserbereitung und unterstützt bei der Bereitstellung von Heizwärme. Im Sommer kann dann auf die Gasheizung komplett verzichtet werden. So haben die Kompaktgeräte Vitodens 343-F und Vitodens 242-F den Solaranschluss von Werk aus integriert.

Fördermittel sichern auch für die Hybridlösung

Als Alternative zur alleinigen Gasheizungkann die Kombination mit Wärmeerzeugern auf Basis erneuerbarer Energien ebenfalls gefördert werden. Die Anforderungen dafür sind eng gesteckt und der Anteil erneuerbarer Energien muss bei mindestens 25 Prozent liegen. Dennoch lässt sich die anfängliche Investition so um bis zu 35 Prozent reduzieren. Ergänzen Sie eine bestehende Gasheizung, ist diese nicht rückwirkend förderfähig. Mittel erhalten Sie in diesem Falle nur für die Neuinstallation von Wärmepumpe, Pelletheizung oder Solarthermie. Lassen Sie sich bezüglich der Förderung der Anlage am besten vom FörderProfi unterstützen. Dieser prüft zunächst die Förderfähigkeit und übernimmt im Anschluss alle notwendigen Anträge für Sie.

Noch nicht sofort umsteigen? – Tipps, um den Gasverbrauch zu reduzieren

Die Heizung sofort zu modernisieren, ist aus unterschiedlichen Gründen nicht immer möglich. Eine Alternative ist die bereits genannte hybride Lösung. In gemeinsamer Planung mit Ihrem Installateur können Sie dabei auch einen längerfristigen Komplettumstieg planen, wobei die Gas-Hybridheizung zunächst eine Zwischenlösung ist. Darüber hinaus empfiehlt es sich bereits jetzt eine Heizungsmodernisierung umfassend zu planen. Zusätzliche Maßnahmen wie der Austausch von Heizkörpern oder Dämm-Maßnahmen können somit gleich berücksichtigt werden. Als Alternative zum Kauf einer neuen Anlage können Sie unter anderem eine Viessmann Wärmepumpe mieten.

Senken Sie Ihren Gasverbrauch

Daneben ist darauf zu achten, den Gasverbrauch zu reduzieren. Damit schonen Sie nicht nur Ressourcen und reduzieren den CO2-Ausstoß, Sie beeinflussen aktiv Ihre Energiekosten. Ausschlaggebend ist unter anderem, das Thermostat richtig einzustellen. Dabei muss nicht jeder Raum gleich hoch beheizt werden. Ohne zusätzliche Maßnahmen kann ein Grad weniger in den Räumen schon bis zu sechs Prozent der Energie einsparen. Potenzial liegt ebenfalls im Optimieren des Warmwasserverbrauchs. Weitere Tipps zum Energiesparen finden Sie im Bereich der Heizungsratgeber unter Energieeffizienz.

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