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Leica Camera AG Wetzlar

Die Leica Firmenzentrale in Wetzlar besticht durch die einmalige Formensprache. Es erinnert an Linsen, Objektive oder Messsucher. Viessmann ergänzt den Komplex mit einem durchdachten, innovativen Energiesystem.

Leica Camera Wetzlar Firmengebäude. Bild: © Holger Thurm, Sandra Looke

Entwurfsaufgabe

Unter Enthusiasten der Fotografie genießt die Marke Leica einen ausgezeichneten Ruf. Qualität, Präzision und Perfektion bis ins Detail zeichnen die Produkte des Traditionsunternehmens aus. Vor über 100 Jahren in Wetzlar gegründet, verlegte das Traditionsunternehmen Mitte der 1980er Jahre seine Fertigung ins benachbarte Solms. Nach einer wirtschaftlichen Talsohle zu Beginn des neuen Jahrtausends führt das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte fort und kehrte mit der neuen Firmenzentrale und Fertigung zu seinen Wurzeln in die Optik-Stadt Wetzlar zurück. Im Jahr 2007 wurden international renommierte Architekturbüros zu einem Ideenwettbewerb eingeladen. Daraus ging der Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten als Sieger hervor. Die Aufgabenstellung lautete, einen Campus aus mehreren Firmengebäuden zu entwerfen. Im Zentrum des Ensembles sollte die neu zu planende Unternehmenszentrale der Leica Camera AG mit angeschlossener Fertigung, Entwicklung, Montage und Laboren stehen. Der neue Komplex sollte dabei das neue Selbstbewusstsein der Marke Leica als auch die Werte des Traditionsunternehmens ebenso widerspiegeln wie auch Besuchern und Kunden aus aller Welt Einblicke in das Unternehmen vermitteln.

So erinnert die Formensprache des Neubaus auf den ersten Blick an Linsen, Objektive oder Messsucher. Das ist kein Zufall, vielmehr haben die Architekten bewusst Formen aufgegriffen, welche die legendären Objektive der Marke ins Gedächtnis rufen. Vom Entwurf bis zur Umsetzung war es dem Bauherrn zudem wichtig, dass die Architektur des neuen Hauptsitzes die Werte des Traditionsunternehmens Qualität, Perfektion und Präzision widerspiegelt. Der konvex-konkav geschwungene Baukörper wurde genau so präzise konzipiert, geplant und schließlich bis ins Detail ausgeführt wie eines der handgefertigten Meisterstücke des Unternehmens.

 

Innovatives Energiesystem von Viessmann für eine effiziente Wärme-, Strom- und Kälteversorgung

Während in der Fertigung der feinmechanischen und optischen Komponenten Wert auf höchste Präzision gelegt wird, ist das moderne Produktions- und Verwaltungsgebäude durch und durch auf Effizienz getrimmt: Der gesamte Komplex wird von einem hochmodernen Viessmann Energiesystem mit Wärme, Strom und Kälte versorgt.

 

Blockheizkraftwerke (BHKW) Vitobloc 200. © Holger Thurm, Sandra Looke

So wurden zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf in Fertigung und Administration zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) Vitobloc 200 in den Leistungsgrößen 238 kWel/363 kWth und 140 kWel/207 kWth installiert. Die dabei anfallende thermische Energie deckt den Wärmebedarf in den Gebäuden und dient dem Betrieb einer Absorptions-Kältemaschine. Durch deren Einsatz kann mit der Wärme auch Kälte erzeugt werden. Dabei wird vorrangig das für die Produktion benötigte Kaltwasser geliefert und die durch die Blockheizkraftwerke erzeugte Abwärme genutzt. Abwärme, die aktuell nicht genutzt werden kann, wird in einem Heizwasser-Pufferspeicher vorgehalten und später bei Bedarf verbraucht.
Bei Ausfall der Netzspannung übernehmen die BHKW vorübergehend die komplette Stromversorgung und stellen den ununterbrochenen Produktionsbetrieb sicher. Ein Gas-Brennwertkessel Vitocrossal 200 mit einer Leistung von 503 kW schaltet sich zu, falls die Wärmeerzeugung der BHKW nicht ausreicht.

Die perfekte Kombination aller Anlagenkomponenten sorgt für einen besonders effizienten und ökonomischen Betrieb. Dafür sind die BHKW auf eine möglichst lange Laufzeit ausgelegt. Die dabei anfallende Wärme wird kontinuierlich zur Gebäudeheizung verwendet. Dabei sorgt die integrierte Brennwerttechnik für einen hohen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95 Prozent und im Vergleich zu separater Strom- und Wärmeerzeugung sparen die BHKW bis zu 30 Prozent Primärenergie ein. 

Zur Kühlung der Produktionsanlagen wurde eine Viessmann Sole/Wasser-Großwärmepumpe mit 348 kW Kälteleistung installiert. Die benötigte Energie bezieht sie aus einem Feld mit 80 Erdwärmesonden, die sich in 120 Metern Tiefe unter dem Parkplatz befinden. Bei hohen Kühllasten decken zwei luftgekühlte Kältemaschinen die Spitzenlast ab. Die Wärmepumpe steht bei hohem Bedarf auch als Kaltwassererzeuger zur Verfügung und ergänzt in dem Fall die Absorptionskältemaschine. Das so erzeugte Kaltwasser wird dann zusätzlich für die Kühlung der Produktionsanlagen in einem offenen Sprinklertank gespeichert. 

Die Wärme- und Kälteverteilung erfolgt großflächig über Decken, Wände und Böden. Dabei wird die träge Speichermasse des Stahlbetons zur Betonteilaktivierung genutzt. Viessmann fertigt Großwärmepumpen speziell zugeschnitten auf die Anforderungen von Gewerbe- und Industriebetrieben mit einer Gesamtleistung von bis zu 2000 kW.

Intelligente Systemregelung für einen besonders effizienten Betrieb

Die intelligente Viessmann Systemregelung MMM 300 sorgt dafür, dass jeweils die effizienteste Kombination der Wärmeerzeuger und Kältemaschinen zum Einsatz kommt. Durch die perfekte Kombination aller Komponenten ist das System besonders effizient und somit ökonomisch im Betrieb. So unterschreitet der Energieverbrauch die Anforderungen der EnEV 2009 um mehr als 54 Prozent. Dafür wurde die Leica Firmenzentrale mit dem Greenbuilding-Zertifikat der Europäischen Union ausgezeichnet.

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