Die Förderung der Sole-Wasser-Wärmepumpe

Die Förderung der Sole-Wasser-Wärmepumpe ist fester Bestandteil der zu Januar 2021 neu strukturierten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die BEG erleichtert den Einstieg in die sehr saubere und zukunftsweisende Technologie mittels einer Förderung von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Hausbesitzer können Anträge für BEG Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Zu Juli 2021 ist im BEG Förderprogramm voraussichtlich auch eine Kreditförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verfügbar.
 

Voraussetzungen zur Förderung der Sole-Wasser-Wärmepumpe

Um die Fördergelder zu erhalten, sind im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehört, dass Anlagenbesitzer die Wärmepumpe für mindestens einen der folgenden Zwecke nutzen:

  • Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden
  • Ausschließlicher Raumbeheizung von Gebäuden (die Warmwasserbereitung muss nicht mehr ausschließlich durch andere erneuerbare Energien erfolgen)
  • Bereitstellung von Prozesswärme und Wärme für Wärmenetze

Des Weiteren gilt die Einhaltung folgender Werte für jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs, ƞs):

Für gasbetriebene Wärmepumpen:

  • ƞs bei 35 Grad Celsius Heizwassertemperatur = 126 Prozent 
  • ƞs bei 55 Grad Celsius Heizwassertemperatur = 111 Prozent

Für elektrische Wärmepumpen

  • ƞs bei 35 Grad Celsius Heizwassertemperatur = 150 Prozent
  • ƞs bei 55 Grad Celsius Heizwassertemperatur = 135 Prozent

Förderprogramme für Sole-Wasser-Wärmepumpen vereinheitlicht

Die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe wird, wie erwähnt, mit bis zu 35 Prozent der Kosten gefördert. Betragen die Investitionskosten beispielsweise 10.000 Euro, gibt es vom BAFA 3.500 Euro Zuschuss. Wird im Rahmen der Installation zudem eine Ölheizung ersetzt, steigt der Fördersatz um zehn Punkte auf 45 Prozent bzw. 4.500 Euro. Bei Einreichung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) winken noch einmal 5 Prozent Bonus. 

Besondere Anforderungen an Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden

Anlagenbesitzer sollten beachten, dass die ausführende Bohrfirma nach den Qualitätsanforderungen der technischen Regel DVGWW120-2 zertifiziert ist. Hierfür und für den Abschluss einer “verschuldensunabhängigen Versicherung zur Abdeckung bohrungsbedingter Sachschäden” verlangt das BAFA einen Nachweis. Für die Verlegung von Erdkollektoren gibt es keine besonderen Anforderungen.

Nähere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des BAFA.


Wärmepumpen-Förderung für Hybridheizungen

Sollte die neue Sole-Wasser-Wärmepumpe eine bestehende Gasheizung unterstützen, fällt sie unter die Kategorie Gas-Hybridheizung. Für den Betrieb dieser Hybridlösung gibt es maximal 30 Prozent Zuschuss. Wichtig ist, dass die Wärmepumpe in dieser Kombination mindestens 25 Prozent der gesamten Heizlast des versorgten Gebäudes übernimmt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite "Förderung der Hybridheizung". 

Sole-Wärmepumpe mit Lüftungssystem förderfähig

Wer zusätzlich zu der Sole-Wärmepumpe eine kontrollierte Lüftungsanlage einbauen lässt, hat Anspruch auf Fördermittel. Die Förderhöhe beträgt bis zu 45 Prozent und bezieht sich auf die Kosten für beide Systeme, also Wärmepumpe und Lüftungssystem. Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen: 

  • Es handelt sich beim Lüftungssystem um ein zentrales Gerät mit Wärmerückgewinnung
  • Das Lüftungssystem wird mit einer förderfähigen Wärmepumpe betrieben
  • Beide Systeme sind regelungstechnisch miteinander verbunden

Die Fördermittel sind immer vor Beginn der Maßnahme – Vorhabensbeginn ist der Vertragsschluss. Für vor dem 01.01.2021 beantragte Maßnahmen oder bereits bewilligte Anträge gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinie vom 01.01.2020.

Förderung mit FörderProfi erhalten

Neben dem Zeitpunkt kommt es beim Beantragen auf Fördermittel noch auf viele Kleinigkeiten an. Wer diese übersieht, dem droht womöglich eine Absage. Um Fehler zu vermeiden können Sie sich unterstützen lassen durch den FörderProfi. 


KfW-Förderung der Sole-Wasser-Wärmepumpe

Voraussichtlich zum 01.07.2021 wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau eine Kreditförderung auf Grundlage der Effizienzhaus-Klassen verfügbar sein. 

Wer unabhängig von der Heizungsanlage sein bestehendes Haus zu einem KfW-Effizienzhaus umbauen lässt, profitiert von entsprechenden Tilgungszuschüssen. Das wiederum reduziert die zurück zu zahlende Summe erheblich. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Website der KfW

Förderungen der Wärmepumpe auf Landesebene

In einigen Fällen können sich Anlagenbesitzer auch direkt an die einzelnen Bundesländer, Stadtwerke und Energieversorger wenden. Die Förderprogramme sind allerdings finanziell und zeitlich sehr begrenzt. Um die passende Förderung zu erhalten, ist es ratsam, einen Fachmann vor Ort zu kontaktieren. Er kennt die laufenden Förderprogramme und hilft auch dabei, die Anträge korrekt und vollständig ausfüllen.