Förderung einer Solarthermieanlage

Die Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist zu 2021 in die BEG für Einzelmaßnahmen (BEG EM) übergegangen. Hausbesitzer erhalten eine Förderung für thermische Solaranlagen von Viessmann. Die Zuschüsse gibt es im Neubau zur kombinierten Heizungsunterstützung sowie im Gebäudebestand für Anlagen zur Warmwasserbereitung und/oder zur kombinierten Heizungsunterstützung. Wichtig ist, dass Verbraucher die Solarthermie-Förderung vor dem Einbau der Technik beantragen.


Wie hoch ist die Förderung der Solarthermie?

Wachsende Münzenstapel symbolisieren die Förderung für die Solarthermieanlage (© ITTIGallery / Shutterstock.com)

Der Fördersatz für Bestandsgebäude beträgt maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei einer Investition von beispielsweise 10.000 Euro beträgt der Zuschuss 3.000 Euro.

Der Fördersatz erhöht sich auf bis zu 45 Prozent, wenn folgende Punkte zutreffen: 

  • Installiert wird eine Solarthermieanlage + Biomasseanlage oder Wärmepumpe
  • Im Rahmen der Installation wird eine bestehende Ölheizung ersetzt
Foto: © ITTIGallery / Shutterstock.com

BAFA-Förderung für effiziente Solaranlagen von Viessmann

Mit dem Jahreswechsel 2021/2021 ist die Förderlandschaft durch die Richtlinie zur BEG vereinfacht worden. Entscheidet sich ein Hausbesitzer beispielsweise für eine Anlage zur Warmwasserbereitung wie das Solarpaket Vitosol 141-FM, erhält er maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Dient die Funktion der Solarthermie der Heizungsunterstützung, ändert sich beim Betrag nichts. 

Austauschprämie für alte Ölheizungen

Neu ist eine Austauschprämie für alte Ölheizungen in Höhe von zehn Prozentpunkten. Das bedeutet, wer seine bestehende Ölheizung durch einen umweltfreundlichen Wärmeerzeuger (Wärmepumpe oder Biomasseanlage) ersetzt, erhält zehn zusätzliche Förderpunkte auf den gewährten Fördersatz. Die Austauschprämie gilt aber nicht, wenn nur eine Solaranlage installiert wird. Denn eine solche Anlage kann in der Regel die gesamte Heizlast eines Gebäudes nicht allein tragen. Eine Kombination aus Solarthermieanlage und einem weiteren Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien ist hingegen zulässig. 

Förderbeispiele für Solarthermieanlagen

1.
- Eine bestehende Solarthermieanlage wird neuinstalliert bzw. erweitert 
- Der Fördersatz beträgt 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten

2.
- Eine bestehende Solarthermieanlage wird neuinstalliert bzw. erweitert 
- Eine bestehende Ölheizung wird entsorgt
- Der Fördersatz beträgt weiterhin 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten

3.
- Eine bestehende Solarthermieanlage wird neuinstalliert bzw. erweitert
- Eine Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung wird ebenfalls installiert
- Eine bestehende Ölheizung wird entsorgt
- Der Fördersatz beträgt 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten

4.
- Eine bestehende Solarthermieanlage wird neuinstalliert bzw. erweitert
- Ein weiterer Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien wird ebenfalls installiert
- Eine bestehende Ölheizung wird entsorgt
- Der Fördersatz beträgt 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten

Zusätzlich 5 Prozent Bonus durch Sanierungsfahrplan

Der Fördersatz lässt sich um 5 Prozent erhöhen, wenn die geförderte Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durch den Energieberater ist. Das heißt: Heizungsbesitzer, die ihre Ölheizung durch einen Wärmeerzeuger auf Basis regenerativer Energie ersetzen und eine Solarthermieanlage einbeziehen, können die gesamte Maßnahme künftig mit 45 Prozent der Kosten fördern lassen, wenn sie dazu einen Sanierungsfahrplan einreichen.


Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Förderfähig sind alle Anlagen, die mindestens 50 Prozent der erzeugten Wärme für die Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung aufwenden. Sie müssen zudem das europäische Zertifizierungszeichen "Solar Keymark" tragen. Das Solar Keymark Zertifikat und der zugrunde liegende Prüfbericht eines akkreditierten Prüfinstitutes müssen dem BAFA vorliegen. Der jährliche Kollektorertrag von mindestens 525 kWh pro Quadratmetern muss anhand einer Berechnungsformel nachgewiesen werden. Hierbei werden die Kollektorerträge des Solar Keymark Datenblattes zugrunde gelegt.

Ausgenommen von der Förderung sind Solaranlagen mit Kollektoren ohne transparente Abdeckung auf der Frontseite (z. B. Schwimmbadabsorber). Die Fördervoraussetzungen richten sich ferner nach dem Einsatzort, also Gebäudebestand oder Neubau.


Wie ist die hohe Solarthermie-Förderung zu beantragen?

Möchten Privatpersonen, Kommunen, Organisationen, Unternehmen oder Contractoren die Solarthermie-Förderung nutzen, müssen sie diese vor der Beauftragung eines Fachhandwerkers beantragen. Möglich ist das mit einem Onlineformular auf der Webseite des BAFA. Die Arbeiten können beginnen, wenn dieses einen Bewilligungsbescheid versandt hat. Ist die Anlage montiert, reichen Antragsteller einen Verwendungsnachweis ein. Die Förderexperten des BAFA prüfen alle Unterlagen und veranlassen anschließend die Auszahlung der Förderung für die Solaranlage. Aber Achtung: Für die Umsetzung gibt es eine Frist. Wie lang diese ist, können Antragsteller dem Bewilligungsbescheid entnehmen.

Für bis zum 31.12.2020 beantragte Maßnahmen gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinien vom 01.01.2020. Die entsprechenden Verwendungsnachweise können online eingereicht werden.


*Hinweis zur Fördermittelabfrage

Die über die Online-Anfrage veröffentlichten Informationen und Angaben sind mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Fehlerfreiheit und Vollständigkeit der Angaben kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien - rechtsverbindliche Angaben erhalten Sie bei den jeweils genannten Institutionen.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Ausnahmen können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben wie z.B. für die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz.

Bewilligungen werden im Übrigen ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von der jeweiligen Bewilligungsstelle erteilt.

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