Förderung für Ölbrennwertkessel

Möchten Hausbesitzer von der Öl Brennwertkessel-Förderung profitieren, sollten sie eines vorab wissen: Bereits mit Inkrafttreten des Klimaschutzpakets zu Beginn des Jahres 2020 wurden staatliche Förderprogramme für Ölbrennwertkessel eingestellt. Wer aber seinen bestehenden Ölkessel um einen weiteren Wärmeerzeuger (Holzheizung, Wärmepumpe oder Solarthermieanlage) erweitert, profitiert nach wie vor von staatlichen Fördermitteln. An wen er sich wenden muss, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.  


Förderung für Ölbrennwertkessel im bivalenten Betrieb

Eine direkte Förderung für Ölbrennwertkessel gibt es in der Form nicht mehr. Weder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Wer aber weiterhin mit Öl heizen und dabei nicht auf staatliche Fördermittel verzichten möchte, muss seinen bestehenden Ölkessel um einen weiteren Wärmeerzeuger erweitern. Hierbei gilt, dass der neue Wärmeerzeuger den mindestens 50 Prozent der thermischen Energie bereitstellen muss und er muss auf Baiss erneuerbarer Energien arbeiten. Sind diese grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllt, fördert das BAFA bis zu 35 Prozent. Förderfähig sind Biomasseanlagen, Wärmepumpen sowie Solarthermieanlagen. 

Bonus für Austausch alter Ölheizungen: Ersetzen Sie eine alte Ölheizung, erhöht sich der Förderanteil um 10 Prozent. Dieser Bonus gilt mit Inkrafttreten der Richtlinien zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seit Januar 2021.

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): Wird die Heizungsmodernisierung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erfüllt, können Sie mit zusätzlichen fünf Prozent auf die förderfähigen Kosten rechnen. Die Umsetzung muss innheralb von 15 Jahren nach Erstellen des Plans erfolgen.

Wichtig: Die Fördermittel werden aber nur für die Wärmeerzeuger auf Basis der erneuerbaren Energien genehmigt. 

Förderung für Ölbrennwertkessel mit einer Biomasseanlage

Eine Biomasseanlage ist umgangssprachlich eine Holzheizung. Als Brennstoffe kommen klassische Holzscheite, genormte Pellets sowie Holzhackschnitzel zum Einsatz. Je nach ihrem verwendeten Brennstoff wird die Holzheizung dementsprechend benannt. Wer seine bestehende Ölheizung um eine Holzheizung erweitert, hat Anspruch auf staatliche Fördermittel. Konkret fördert das BAFA die Installation von: 

  • Pelletkesseln
  • Hackschnitzelkesseln
  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • sowie besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln

Der Fördersatz beträgt bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Wichtig ist dabei, dass die Holzheizung auch tatsächlich mindestens 50 Prozent der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung übernimmt. 

Innovationsbonus bei Förderung von Biomasseanlagen: Bei sehr niedriger Feinstaubemission (maximal bis 2,5 Milligramm je Kubikmeter Abgas) erhöht sich der Förderbeitrag um fünf Prozent. Dieser Bonus gilt mit Inkrafttreten der Richtlinien zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seit Januar 2021.

Förderung für Ölbrennwertkessel mit einer Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umweltenergie, um Warmwasser zu bereiten oder das Haus zu beheizen. Als Energiequellen kommen dabei die Umgebungsluft, das Erdreich sowie das Grundwasser zum Einsatz. Wer seine bestehende Ölheizung um eine Wärmepumpe erweitert, kann staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Konkret fördert die BEG den Betrieb einer Wärmepumpe (auch in Kombination mit einem Ölbrennwertkessel!) mit bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Voraussetzung dafür ist, dass: 

  • die effiziente Wärmepumpenanlage überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz dient

Die Förderung gilt auch für die Nachrüstung bivalenter Systeme. Wichtig ist, dass die betreffende Anlage die technischen Anforderungen für die Förderung der Wärmepumpe erfüllt. 

BAFA-Förderung für Ölbrennwertkessel mit einer Solarthermieanlage

Eine Solarthermieanlage macht die Sonneneinstrahlung nutzbar. Sie wird in der Praxis häufig dazu verwendet, um das Warmwasser in einem Haus zu bereiten. Da sie sehr umweltschonend arbeitet, fördert das BAFA ihren Betrieb mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Wichtig ist dabei, dass: 

  • die Solarkollektoranlage überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dient

Darüber hinaus muss sie bestimmte technischen Mindestanforderungen erfüllen. Detaillierte Informationen finden Sie dazu direkt beim BAFA.

Übersicht:

Erweiterung um eine

Fördersummen

Biomasseanlage

bis zu 35 %

Wärmepumpe

bis zu 35 % 

Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

bis zu 30 %

 

Die Ölheizung komplett ersetzen und bis zu 45 % Fördermittel in Anspruch nehmen

Wer das Heizen mit Öl komplett aufgibt und seine vorhandene Ölheizung durch einen umweltfreundlichen Wärmeerzeuger ersetzt, für den gibt es über die BEG EM (Einzelmaßnahme) bis zu 50 Prozent der Kosten (inklusive Austauschbonus und fünf Prozent extra für iSFP-Umsetzung). Infrage kommen dabei Biomasseheizungen, Wärmepumpen sowie Gas-Hybridheizungen oder EE-Hybridheizungen.

Biomasseanlage oder Wärmepumpe anstelle von Ölheizung

Eine technisch und geografisch sinnvolle Lösung für die Ölheizung ist die Holzheizung, genauer der Pelletkessel. Denn der ohnehin vorhandene Raum für den Öltank lässt sich schnell in einen Pelletlagerraum umbauen, sodass dem Betrieb mit einem Pelletkessel nichts mehr im Wege steht. Eine Wärmepumpe kommt nur dann infrage, wenn sich das betreffende Gebäude energetisch in einem guten Zustand befindet.

Erneuerbare Energien-Hybridheizung anstelle von Ölheizung

Unter einer Erneuerbaren Energien-Hybridheizung, kurz EE-Hybridheizung, verstehen Experten eine Anlage, die ausschließlich Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar, Biomasse oder Wärmepumpe) über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik miteinander kombiniert. Wer seine Ölheizung durch eine solche Anlage ersetzt, erhält – wie bei Holzheizungen und Wärmepumpen – bis zu 50 Prozent Förderung. 

Gas-Hybridheizung anstelle von Ölheizung

Anders als bei einer EE-Hybridheizung kommt bei einer Gas-Hybridheizung auch der fossile Brennstoff Erdgas zum Einsatz. Dabei muss die thermische Leistung des regenerativen Wärmeerzeugers mindestens 25 Prozent der Gebäudeheizlast abdecken. Trifft das zu, gibt es bis zu 45 Prozent Zuschuss auf förderfähige Kosten. Voraussetzung für den Betrieb ist allerdings ein Gasanschluss. 

Übersicht (inklusive Austauchbonus und fünf Prozent für iSFP):

Ersetzt durch eine

Fördersummen

Biomasseanlage oder Wärmepumpe  

bis zu 50 %

Erneuerbare Energien-Hybridheizung                                       

bis zu 50 % 

Gas-Hybridheizung

bis zu 45 %

 
Ein Sparschwein als Symbol für die Förderung der Öl-Brennwerttechnik

Ölheizung ohne Förderung erneuern

Arbeitet die bestehende Ölheizung mit veralteter Heiztechnik, benötigt sie unnötig viel Brennstoff. Das wiederum verursacht hohe Heizkosten und belastet zudem die Umwelt. Ein moderner Ölbrennwertkessel von Viessmann hingegen ist effizient und betriebssicher. Er hält die Heizkosten langfristig auf einem niedrigen Niveau und ist zudem für die Zukunft vorbereitet.

Förderung für Ölbrennwertkessel durch Bundesland und Kommunen

Häufig gibt es sowohl auf Landesebene als auch in den einzelnen Kommunen Förderprogramme, die die Investitionskosten abfedern können. Da sie im Vergleich zu staatlichen Mitteln zeitlich und finanziell begrenzt sind, ist es ratsam, einen Fachmann für das Thema Heizungsbau zu kontaktieren. Dieser kennt die laufenden Programme und hilft auch beim Ausfüllen der Anträge. Worauf Sie bei der Anschaffung eines Ölkessels noch achten sollten, erklärt der Abschnitt "Ölheizung kaufen".