Förderung für Stückholzkessel richtig beantragen

Möchten Hausbesitzer eine Holzheizung kaufen, profitieren sie heute von hohen Fördermitteln. So vergibt der Staat Gelder zur Förderung für Stückholzkessel sowohl über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Damit diese bei Hausbesitzern ankommen, kommt es neben der passenden Technik auch auf die fristgerechte Beantragung an.

BAFA-Förderung für Stückholzkessel

Gefördert wird die Installation von

  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • sowie besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel ab 5 kW Nennwärmeleistung zur thermischen Nutzung.

BAFA-Förderung für Gebäudebestand und Neubau

Die BAFA-Förderung für Stückholzkessel gibt es sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten. Für den Einsatz in Neubauten muss der zu fördernde Kessel entweder mit der Brennwerttechnik arbeiten oder aber mit einem sekundären Partikelabscheider ausgestattet sein. 

Fördersätze statt Zuschüsse

Für die Installation einer Scheitholzheizung in einem Bestandsgebäude gibt es vom BAFA bis zu 35 Prozent Zuschuss für die förderfähigen Kosten. Wird zudem eine bestehende Ölheizung ausgetauscht, steigt der Fördersatz auf 45 Prozent. Bei einer Investitionssumme von beispielsweise 20.000 Euro beträgt der Zuschuss 7.000 Euro bzw. 9.000 Euro. Diese sogenannte Austauschprämie für Ölheizung gibt es allerdings nur in Bestandsgebäuden. In Neubauten beträgt der maximale Fördersatz konstant 35 Prozent der förderfähigen Kosten. 

Zu den förderfähigen Kosten zählen unter anderem die Anschaffung und Installation:

  • der Fördertechnik
  • der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • der Wärmespeicher 
  • sowie Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen

BAFA-Fördersätze für Stückholzkessel

Maßnahme 

Austausch sonstige Heizung

Austausch Ölheizung 

Neubau  

Stückholzkessel ab 5 kW

Gebäudebestand

Gebäudebestand

Neubau*  

Scheitholzvergaser

35 %  

45 %  

35 %           

Kombikessel

35 %  

45 %  

35 %  

Eine Nahaufnahme von Holzscheiten als Symbol für die Förderung der Stückholzheizung

Scheitholz

Scheitholz ist stückiges Holz (Hart- und Weichhölzer) aus der Forstwirtschaft oder Landschaftspflege. Wer damit heizt, entlastet zum einen die Umwelt und unterstützt zum anderen die heimische Wirtschaft. Denn auf diese Weise muss der Brennstoff keine weite Strecke zurücklegen, um zum Einsatzort zu gelangen. 

Voraussetzungen für die Förderung der Stückholzheizung

Neben der bereit erwähnten Mindestnennwärmeleistung von 5 kW müssen die Pelletheizungen weitere Voraussetzungen erfüllen, um als förderfähig zu gelten. Folgende Kriterien sind dabei entscheidend: 

  • Der Wärmeerzeuger ist für den Einsatz naturbelassener Biomasse gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4, 5, 5a, 8 oder 13 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) bestimmt
  • Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach §3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden)
  • Staubförmige Emissionen: 15 mg/m3  
  • Hoher Kesselwirkungsgrad: mindestens 89 %
  • Pufferspeicher-Nachweis: mindestens 55 Liter/kW
  • Heizungsanlage wurde hydraulisch abgeglichen

Weitere Voraussetzungen für den Einsatz im Neubau

Sollte die neue Pelletheizung in einem Neubau zum Einsatz kommen, muss sie mit einem sekundären Partikelabscheider ausgestattet sein. Möglich sind: 

  • Abgaswärmetauscher (integriert oder als sekundäres Bauteil)
  • Elektrostatischer Partikelabscheider
  • Filternde Abscheider
  • Abscheider als Abgaswäscher

Die vollständigen Listen förderfähiger Holzheizungen sind auf der Website des BAFA abrufbar.


BAFA-Förderung für Stückholzkessel richtig beantragen

Geht es um die Beantragung der Förderung der Pelletheizung, müssen sich Bauherren und Hausbesitzer direkt an das BAFA wenden. Der Antrag für die Fördermittel muss seit dem 01.01.2018 noch vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Damit ist der Vertragsabschluss mit dem Installateur oder dessen Beauftragung gemeint. Neben den ausgefüllten Anträgen müssen dabei die Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, dem BAFA vorliegen.

Wichtig: Der Antrag ist ausschließlich online zu stellen.

Wer das Ganze umgehen möchte, nutzt den neuen Service von Viessmann und beauftragt den FörderProfi. Mit seiner Hilfe ist der ganze Förderprozess ein Kinderspiel. Weitere Informationen dazu unter Viessmann Fördergarantie.


KfW-Kredite zur Finanzierung einer neuen Holzheizung

Anders als beim BAFA fördert die KfW den Kauf einer Holzheizung nicht direkt. Vielmehr gewährt sie Hausbesitzern und Sanierern zinsgünstige Kredite. Möglich sind bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Das dazugehörige Programm Nr. 167 heißt „Energieeffizientes Sanieren – Ergänzungskredit“.

Voraussetzung ist, dass die Holzheizung die hohen BAFA-Anforderungen erfüllt. Im Übrigen lässt sich der Kredit auch mit den BAFA-Zuschüssen kombinieren, sofern Verbraucher auch ihre bestehende Heizungsanlage optimieren. Die Beantragung der Mittel erfolgt ganz einfach über die eigene Hausbank. Wichtig ist nur, dass Hausbesitzer diese VOR dem Heizungstausch zurate ziehen. Ist der Kreditvertrag abgeschlossen, können sie mit den Arbeiten beginnen.

Regionale Fördermittel für Holzheizkessel nutzen

Neben den hier vorgestellten Möglichkeiten zur Förderung für Stückholzkessel bieten auch regionale Betriebe, Kommunen oder Städte immer wieder zeitlich befristete Programme an. Ein Energieberater kennt diese und kann schnell eine zuverlässige Auskunft geben. Mehr Informationen zum Thema finden Sie auch im Abschnitt Förderung der Holzheizung.