Förderung der Pelletheizung

Geht es um das Heizen mit Pellets, schrecken viele Hausbesitzer zunächst vor den hohen Anschaffungskosten zurück. Diese entstehen durch die nötige Lager- und Fördertechnik und werden im Betrieb durch die günstigen Brennstoffkosten ausgeglichen. Unterstützung bietet auch der Staat. Denn dieser vergibt Kredite und Zuschüsse zur Förderung der Pelletheizung. Ansprechpartner ist dabei die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
 

Förderung der Pelletheizung vom BAFA

Das BAFA vergibt hohe Zuschüsse für das Heizen mit Pellets. Diese gibt es dabei nicht nur für Zentralheizungen, sondern auch für Öfen. Voraussetzung dafür ist, dass diese mit einem Wärmeübertrager ausgestattet sind, über den sich ein Teil der Verbrennungswärme in das Heizsystem einspeisen lässt. Entscheiden sich Verbraucher im Gebäudebestand für eine neue Pelletanlage, erhalten sie mindestens:

  • 2.000 Euro für einen Pelletofen mit Wassertasche
  • 3.000 Euro für einen Pelletkessel ohne Pufferspeicher
  • 3.500 Euro für einen Pelletkessel mit einem Pufferspeicher (mind. 30 Liter pro kW)

Die Förderung der Pelletheizung gibt es bis zu einer Leistung von 100 Kilowatt und beträgt über die Mindestförderung hinaus 80 Euro pro Kilowatt. Entscheiden sich Hausbesitzer für eine besonders effiziente oder saubere Heizung, so erhalten sie mindestens:

  • 3.000 Euro für einen Pelletofen mit Partikelabscheider
  • 4.500 Euro für einen Pelletkessel mit Brennwerttechnik und/oder Partikelabscheider ohne Pufferspeicher
  • 5.250 Euro für einen Pelletkessel mit Brennwerttechnik und/oder Partikelabscheider und Pufferspeicher (mind. 30 Liter pro kW)

Möchten auch Interessenten im Neubau von den BAFA-Fördermitteln profitieren, gibt es diese nur für besonders innovative Heizgeräte. Bauherren erhalten dabei:

  • 2.000 Euro für einen Pelletofen mit Partikelabscheider
  • 3.000 Euro für einen Pelletkessel mit Brennwerttechnik und/oder Partikelabscheider ohne Pufferspeicher
  • 3.500 Euro für einen Pelletkessel mit Brennwerttechnik und/oder Partikelabscheider und Pufferspeicher (mind. 30 Liter pro kW)
Foto einer Hand voller Pellets als Symbol für die Förderung der Pelletheizung

Voraussetzung für die Förderung der Pelletheizung

Voraussetzung für die Förderung der Pelletheizung ist, dass die jeweilige Anlage vom BAFA geprüft und zugelassen wurde. Ob das der Fall ist, erfahren Hausbesitzer über die Liste für förderfähige Biomasseanlagen, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle regelmäßig erweitert.

Zusätzliche Förderung der Pelletheizung

Das BAFA vergibt höhere Zuschüsse, wenn Verbraucher eine zusätzliche Umweltheizung installieren, ihr Haus mindestens zum KfW Effizienzhaus 55 sanieren oder die bestehende Heizungsanlage optimieren. Denn dies sorgt für sinkende Verbräuche und eine Entlastung der Umwelt. Für die vorgestellten Maßnahmen gibt es pauschal:

  • 500 Euro, wenn Hausbesitzer auch eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe installieren
  • 50 Prozent der zugesicherten BAFA-Förderung für eine energetische Sanierung
  • 10 Prozent der anfallenden Kosten einer Heizungsoptimierung
     

Fördermittel des BAFA richtig beantragen

Geht es um die Beantragung der Förderung der Pelletheizung, müssen sich Bauherren und Hausbesitzer direkt an das BAFA wenden. Der Antrag für die Fördermittel muss seit dem 01.01.2018 noch vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Damit ist der Vertragsabschluss mit dem Installateur oder dessen Beauftragung gemeint. Neben den ausgefüllten Anträgen sind dabei folgende Unterlagen einzureichen:

  • Rechnung für die installierte Anlage
  • Fachunternehmererklärung des Installateurs
  • Bestätigung des Schornsteinfegers
  • Nachweis zur Einhaltung der Anforderungen der 1. BImSchV (nur im Neubau)

 

Förderung der Pelletheizung von der KfW

Über das Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ vergibt auch die KfW eine Förderung der Pelletheizung. Diese gibt es jedoch nur im Gebäudebestand, wenn Hausbesitzer eine alte Heizung (Einbau vor dem 01.01.2009) durch eine neue Pelletanlage ersetzen. Anders als das BAFA vergibt die KfW dabei zinsgünstige Darlehen mit einem effektiven Jahreszinssatz von aktuell 1,31 Prozent (Stand 08/2017). Je Wohneinheit sind die Gelder auf eine Gesamtsumme von 50.000 Euro begrenzt. Während die neue Heizung dazu die technischen BAFA-Anforderungen erfüllen muss, können Hausbesitzer die KfW-Förderung der Pelletheizung mit den BAFA-Mitteln kombinieren. Zumindest dann, wenn sie auch die bestehende Heizungsanlage kombinieren.
Um das Geld zu erhalten, wenden sich Hausbesitzer noch vor dem Beginn der Maßnahme an eine Bank vor Ort. Diese leitet den Antrag weiter an die KfW und gibt dann das Okay zum Start der Sanierung. Das Geld lässt sich dann innerhalb von 36 Monaten komplett oder in Teilbeträgen abrufen.
 

Regionale Förderprogramme für die Pelletheizung

Über die Förderung der Pelletheizung von BAFA und KfW hinaus gibt es in vielen Regionen Deutschlands auch weitere Mittel. Diese werden in der Regel zeitlich befristet von Energieversorgern oder Kommunen vergeben. Ein Energieberater sollte diese kennen und schnell eine zuverlässige Aussage treffen können.