Förderung der Holzheizung

Dank ihrer effizienten Technik und des nachwachsenden Brennstoffs gehört die Holzheizung zu den umweltfreundlichsten Heizlösungen. Wer für sein neues Haus eine Holzheizung kauft oder bei einer Sanierung den alten Kessel durch eine neue Holzheizung ersetzt, hat in der Regel einen Anspruch auf staatliche Fördermittel der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Bei energetischen Einzelmaßnahmen im Bestand (= älter als fünf Jahre) vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Zuschüsse. Kreditvarianten sind bei der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) verfügbar.

BAFA-Förderung der Holzheizung

Im Rahmen von energetischen Einzelmaßnahmen im Bestand werden folgende Anlagen gefördert:

  • Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und –hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • sowie besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel

Wichtig ist, dass der zu fördernde Holzkessel mindestens die Hälfte seiner thermischen Energie zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung aufwendet. Auch die Einspeisung in Wärmenetze beinhaltet einen Anspruch auf Förderung. Technisch gesehen ist der jahreszeitbedingte Raumheizungsnutzungsgrad entscheidend, der ab einer Höhe von 78 Prozent hinreichend ist.

BAFA-Holzheizungförderung für Bestand und Neubau

Lassen Sie sich eine neue Holzheizung in einem Bestandsgebäude einbauen, können Sie bis zu 35 Prozent der Kosten fördern lassen. Bei einer Investitionssumme von beispielsweise 20.000 Euro sind es 7.000 Euro Zuschuss. 

Austauschprämie für Ölheizung

Wird im Zuge der Neuinstallation eine Ölheizung ausgetauscht, steigt der Fördersatz um weitere zehn Punkte. Das heißt: Wer in einem Bestandsgebäude eine bestehende Ölheizung durch eine neue Holzheizung ersetzen lässt, bekommt 45 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Die Austauschprämie gilt allerdings nur für den Gebäudebestand, nicht für Neubauten.

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) als Anreiz

Geschieht die Maßnahme im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans, erhalten Verbraucher ein Plus von 5 Prozent Förderung. Bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten sind so auf dem Weg von der Ölheizung zu einer neuen Holzheizung förderbar.

BAFA-Fördersätze für Holzheizungen

Maßnahme 

Austausch sonstige Heizung

Austausch Ölheizung 

Mit iSFP  

Pelletkessel

35 %  

45 %  

50 %           

Kombikessel

35 %  

45 %  

50 %  

Scheitholzvergaser

35 %  

45 %  

50 %  

BAFA-Fördervoraussetzungen für Holzheizungen

Um förderfähig zu werden, müssen die Anlagen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Folgende Kriterien sind dabei entscheidend: 

  • Der Wärmeerzeuger ist für den Einsatz naturbelassener Biomasse gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4, 5, 5a, 8 oder 13 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) bestimmt
  • Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach §3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden)
  • Staubförmige Emissionen: 15 mg/m3 (Scheitholz-Anlagen). 20 mg/m3 (alle anderen Anlagen)
  • Hoher Kesselwirkungsgrad: mindestens 89 %, bei Pelletöfen mit Wassertasche mindestens 90 % 
  • Pufferspeicher: Bei Hackschnitzelkessel mindestens 30 Liter/kW. Scheitholzvergaserkessel mindestens 55 Liter/kW
  • Heizungsanlage wurde hydraulisch abgeglichen

Weitere Voraussetzungen für den Einsatz im Neubau

Sollte die neue Holzheizung in einem Neubau zum Einsatz kommen, muss sie mit einem sekundären Partikelabscheider ausgestattet sein. Möglich sind: 

  • Abgaswärmetauscher (integriert oder als sekundäres Bauteil)
  • Elektrostatischer Partikelabscheider
  • Filternde Abscheider
  • Abscheider als Abgaswäscher

Die vollständigen Listen förderfähiger Holzheizungen sind auf der Website des BAFA abrufbar.

Ein dicht besiedelter, grüner Wald steht symbolisch für die ökologischen Vorteile und die daraus folgende Förderung der Holzheizung

Die Holzheizung mit einer Solarthemieanlage kombinieren

Die Holzheizung eignet sich bestens für eine Kombination mit einer Solarthermieanlage. In diesem bivalenten Betrieb entlastet die Solaranlage die Holzheizung und sorgt für niedrige Heizkosten. Der Umweltschutz wird dadurch maximiert. Für diese Variante gibt es vom BAFA allerdings keine zusätzlichen Fördermittel.   

KfW-Förderung der Holzheizung

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude gewährt die KfW zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse. Diese gelten für Holzheizungen, die als Teilmaßnahme zur Erreichung des Effizienzhaus-Standards beitragen. Ebenso möglich ist die Kredit-Förderung von Einzelmaßnahmen in bestehenden Immobilien. Dies können Sie über das Programm 261/262 beantragen. Zuschüsse für die Heizungsmodernisierung, die nicht zum Erreichen eines Effizienzhaus-Standards führt, müssen über das BAFA beantragt werden. 

Förderung der Heizung durch Bundesland und Kommunen

In vielen Fällen können Besitzer einer Holzheizung auch Fördermittel aus dem Bundesland bzw. der Kommune erhalten. Da die Förderprogramme häufig zeitlich und finanziell begrenzt sind, lässt sich keine pauschale Angabe machen. Helfen kann hier ein Fachmann für Heizungsbau aus der Region. Er kennt die laufenden Förderprogramme und unterstützt Hausbesitzer beim Ausfüllen der Anträge.