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Hackschnitzheizung – Funktion, Wirtschaftlichkeit und Förderung

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Mit der Hackschnitzelheizung hohe Wärmebedarfe nachhaltig decken

Effizient heizen mit nachwachsenden Rohstoffen – eine Holzhackschnitzelheizung ermöglicht genau das. Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume während ihres Wachstums aufgenommen haben. Deshalb gilt die Holzheizung als klimaneutral. Darüber hinaus ist das Heizen mit Hackschnitzeln aber auch effizient, wenn entsprechende Voraussetzungen gegeben sind. Erfahren Sie, welche das sind, was das Heizsystem auszeichnet und wie Sie mit staatlichen Fördermitteln die Anschaffungskosten reduzieren.

Funktion und Aufbau der Hackschnitzelheizung

Im Wesentlichen besteht eine Holzhackschnitzelheizung aus den folgenden Komponenten:

  • Heizkessel
  • Brennstofflager
  • Transportsystem
  • Pufferspeicher
  • Aschebehälter

Über eine Förderschnecke oder ein Saugsystem wird das Hackgut automatisch vom Lager in den Kessel transportiert, wo es verbrennt. Um dabei einen hohen Wirkungsgrad der Hackschnitzelheizung zu gewährleisten, muss diese möglichst nah und dauerhaft in ihrem Nenn-Wärmeleistungsbereich arbeiten. Während dies bei korrekter Auslegung des Heizsystems im Winter unproblematisch ist, kann es in den wärmeren Monaten zu einem Überschuss an Wärme kommen. Damit diese nicht ungenutzt verloren geht, wird sie im angeschlossenen Pufferspeicher zwischengelagert. Die Rückstände der Verbrennung werden ebenfalls vollautomatisch in den Aschebehälter transportiert. Dieser muss jedoch in Abhängigkeit von Größe und Holzverbrauch der Hackschnitzelheizung ein- bis zweimal wöchentlich manuell entleert werden.

Hackschnitzel als nachwachsende Energiequelle

Was sind Hackschnitzel und was spricht für den Brennstoff? Das Hackgut stammt vor allem aus Resten der Forstwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie, die nicht anderweitig genutzt werden können. Damit handelt es sich um Reststoffe, die im Vergleich zu anderen Brennstoffen deutlich günstiger sind. Das wirkt sich positiv auf die laufenden Kosten aus. Befinden sich die genannten Wirtschaftszweige in der näheren Umgebung, ist die regionale Brennstoffbeschaffung ein weiterer Vorteil in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Zudem ermöglichen die kleinen Holzstücke einen automatischen Betrieb. Dadurch unterscheiden Sie sich etwa von Holzscheiten, die bei Stückholzheizungen manuell nachgelegt werden müssen.

Ein entscheidender Vorteil wurde eingangs bereits erwähnt: Die Verbrennung erfolgt quasi CO2-neutral. Geht es um den Betrieb von Hackschnitzelheizungen, sind jedoch auch die Feinstaubemissionen zu berücksichtigen. Mit modernen Partikelabscheidern lassen sich diese jedoch deutlich reduzieren.

Ausreichend Platz ist Voraussetzung

Die Hackschnitzelheizung bietet viele Vorteile. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass der Betrieb nur bei ausreichend Platz möglich ist. Denn sowohl die Lagerung der Hackschnitzel als auch das Fördersystem benötigen ausreichend Raum. Das ist auch bei der Planung der Hackschnitzelheizung zu berücksichtigen. Erfahrene Viessmann Partner unterstützen Sie dabei und kalkulieren unter anderem, wie groß der Vorrat an Hackgut sein muss, um Ihren Wärmebedarf decken zu können. Die Lagerung ist grundsätzlich in Erdbunkern, Silos oder speziell konzipierten Lagerräumen möglich. Gemeinsam mit Ihrem Ansprechpartner finden Sie die passende Lösung für Ihren Bedarf.

Wann lohnt sich eine Hackschnitzelheizung?

Das Heizen mit einer Hackschnitzelheizung ist für Gebäude mit hohem Wärmebedarf geeignet. Im Leistungsbereich zwischen 100 und 500 Kilowatt (kW) kommen sie etwa für landwirtschaftliche Betriebe, kommunale sowie gewerblich genutzte Immobilien infrage. Grundsätzlich ist ein effizienter Betrieb aufgrund der hohen Leistung auch in unsanierten Gebäuden möglich – ausreichend Platz für Technik und Hackschnitzellagerung vorausgesetzt. Für Einfamilienhäuser sind sie aufgrund des Leistungsbereichs und Platzbedarfs weniger geeignet.

Staatliche Fördermittel reduzieren Kosten für Holzhackschnitzelheizung

Da der Staat das Heizen mit erneuerbaren und besonders effizienten Heiztechnologien vorantreibt, steht für die Hackschnitzelheizung eine Förderung zur Verfügung. Werden alle technischen Voraussetzungen erfüllt, lassen sich die förderfähigen Kosten über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) um bis zu 55 Prozent reduzieren. Die Förderung kann als Zuschuss oder als Kredit mit Tilgungszuschuss in gleicher Höhe beantragt werden. Weiterführende Informationen finden Sie in dem Abschnitt zur Förderung der Holzheizung.

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