Mit Strom aus Bio-Erdgas die Investition in ein BHKW finanzieren



Der wärmegeführte Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) eröffnet dem Betreiber eine Reihe von Vorteilen, die seine Anlage besonders wirtschaftlich machen. Die Einspeisung des durch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugten Stroms in das öffentliche Netz wird vergütet und trägt zur Amortisation der Anlage bei.

Der Betrieb eines BHKW ist aber nicht nur mit fossilem Erdgas, sondern auch mit Bio-Erdgas möglich. Auf Grundlage des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) wird dann der abgegebene Strom mit mehr als dem doppelten Betrag vergütet. Und dies über die garantierte Dauer von 20 Jahren! Zum Vergleich: Anlagen, die nach dem KWK-Gesetz (KWK-G) laufen, erhalten die Förderung über maximal 10 Jahre. Dies gilt in jedem Fall für BHKW mit einer Leistung von weniger als 50 Kilowatt, unabhängig von den Betriebsstunden.

Als Faustformel lässt sich ableiten, dass die Nutzung eines BHKW nach dem EEG insbesondere im Leistungsbereich von 70 bis 360 kWel besonders lohnenswert ist. Durch die zunehmende Zahl von Biogasanlagen und die kontinuierlich steigende Produktion von Bio-Erdgas in Deutschland ist die Wärmeversorgung durch BHKW eine interessante Alternative zu konventionellen Heizungsanlagen. Für die wärmegeführte Betriebsweise bieten sich an:

  • größere Wohngebäude
  • Wohnanlagen mit Nahwärmenetzen
  • Schwimmbäder und Freizeitanlagen
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • gewerbliche und industrielle Betriebsgebäude
Blockheizkraftwerk Vitobloc + Liefervertrag für umweltfreundliches Bio-Erdgas im Paket

Der Bezug von Bio-Erdgas ist so einfach wie die Bestellung von klimaschonendem Strom. Dafür schließt der BHKW-Betreiber direkt einen Vertrag mit dem Gasproduzenten.

Auf der Basis eines völlig neuen Konzepts bietet Viessmann jetzt seine Blockheizkraftwerke Vitobloc zusammen mit einem Liefervertrag für umweltfreundliches Bio-Erdgas im Paket an. Durch diese Kombination lassen sich in erheblichem Umfang fossile Brennstoffe einsparen. Außerdem ist der Einsatz von umweltfreundlichem Bio-Erdgas CO2-neutral. 

Bezug von Bio-Erdgas 

Die Vereinbarung zur Lieferung von Bio-Erdgas über Viessmann ist für den Betreiber genauso einfach wie der Bezug von umweltfreundlichem Strom. Viessmann sorgt mit seiner Dienstleistung dafür, dass der BHKW-Betreiber anstelle des fossilen Erdgases dann das Bio-Erdgas aus dem Netz beziehen kann. Anbieter wie Landwirte, Energieversorger oder Betreibergesellschaften produzieren zunächst Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen oder organischen Abfällen in geeigneten Anlagen. Das Roh-Biogas wird danach zu Bio-Erdgas aufbereitet und direkt in das Leitungsnetz eingespeist. Lagertanks beim Abnehmer werden nicht benötigt. 

Der BHKW-Betreiber erhält mit seinem Vertrag über die Lieferung von Bio-Erdgas einen beglaubigten Herkunftsnachweis, der die Lieferqualität und die Menge ausweist. Dieses Umweltzertifikat ist anerkannt und gilt auch als Beleg für die Vergütung des mit Bio-Erdgas erzeugten Stroms. 

Garantierte Lieferung 

Mit dem Abschluss des Vertrags ist die Lieferung von Bio-Erdgas über die Laufzeit von mindestens zehn Jahren garantiert. Die Verlängerung auf 20 Jahre bietet sich jedoch an, um die Erlösgarantie nach dem EEG vollständig auszuschöpfen. 

Amortisation durch Stromeinspeisung 

Dabei ist neben der Umweltentlastung der wirtschaftliche Aspekt für den Betreiber besonders interessant. Grundlage ist die Einspeisung des vom BHKW erzeugten Stroms in das öffentliche Netz zu garantierten Preisen über einen Zeitraum von 20 Jahren. 

Nach dem EEG kann die Vergütung durch die Verwendung von Bio-Erdgas deutlich attraktiver sein als beim Betrieb mit fossilem Erdgas. Damit amortisiert sich die Anlage während des Betriebs, macht die Liegenschaft wirtschaftlich und kann auch gewinnbringend sein. 

Rundum-Sorglos-Paket von Viessmann 

Über den Bio-Erdgas-Liefervertrag deckt Viessmann alle erforderlichen Nachweise zum Erhalt der EEG-Förderung ab. Dazu zählen die Bilanzierung der Herkunftsnachweise und des produzierten Ökostroms nach EEG.

Eine Investition, die sich lohnt (Beispiele und Informationen zur Förderung).

Bio-Erdgas-BHKW für ein Pflegeheim/Krankenhaus mit 50 kWel

  • Verbrauchs- und Betriebskosten: Brennstoffkosten: 93.652 €/Jahr
  • sonstige Kosten: Versicherung, Wartung: 8.632 €/Jahr
  • Erlöse: Stromerlöse: 73.322 €/Jahr, Wärmeerlöse: 48.331 €/Jahr
  • Ergebnis: Gewinn (vor Steuern): 6.998 €/Jahr, Amortisation nach 7 Jahren

Bio-Erdgas-BHKW für eine Wohnanlage mit 140 kWel

  • Verbrauchs- und Betriebskosten: Brennstoffkosten: 263.256 €/Jahr
  • sonstige Kosten: Versicherung, Wartung: 13.482 €/Jahr
  • Erlöse: Stromerlöse: 217.745 €/Jahr, Wärmeerlöse: 130.999 €/Jahr
  • Ergebnis: Gewinn (vor Steuern): 52.028 €/Jahr, Amortisation nach 4 Jahren

Bio-Erdgas-BHKW für einen Automobilzulieferer mit 363 kWel

  • Verbrauchs- und Betriebskosten: Brennstoffkosten: 657.747 €/Jahr
  • sonstige Kosten: Versicherung, Wartung: 38.114 €/Jahr
  • Erlöse: Stromerlöse: 534.637 €/Jahr, Wärmeerlöse: 315.158 €/Jahr
  • Ergebnis: Gewinn (vor Steuern): 115.855 €/Jahr, Amortisation nach 3 Jahren

Voraussetzungen zur Förderung von BHKWs nach KWK-G

  • Brennstoff: Erdgas
  • Förderbetrag: ca. 11 Ct/kWh,
    Zuschlag von 5,11 Ct/kWh, Verkauf des eingespeisten Stroms an der Strombörse
    (aktuell durchschnittlich 4 Ct/kWh), Netzvermeidungsentgelte etc.
  • Geförderter Strom: gesamter erzeugter Strom, eingespeister Strom
  • Empfehlung: wenn der erzeugte Strom auch im Objekt verbraucht wird

Voraussetzungen zur Förderung von BHKWs nach EEG

  • Brennstoff: Viessmann Bio-Erdgas
  • Förderbetrag: ca. 21 Ct/kWh,
    Grundvergütung, Technikbonus, NaWaRo-Bonus, KWK-Bonus
  • Geförderter Strom: eingespeister Strom
  • Empfehlung: bei 100-prozentiger Einspeisung ins öffentliche Netz
Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der Kauf eines Blockheizkraftwerks Vitobloc zusammen mit einem Liefervertrag für Bio-Erdgas ist bisher einmalig am Markt. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was ist Bio-Erdgas?

Bio-Erdgas (auch Biomethan genannt) ist zu Erdgasqualität aufbereitetes (Roh-)Biogas. Es besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen (Nawaro). Nach der Aufbereitung zu Bio-Erdgas wird es ins Erdgasnetz eingespeist und ist damit deutschlandweit verfügbar.

Wer stellt Bio-Erdgas her und betreibt die Anlagen?

Biogas wird auf Basis nachwachsender Rohstoffe in Biogas-Anlagen produziert und im Anschluss zu Bio-Erdgas aufbereitet. Betreiber der Anlagen sind Landwirte, Energieversorger oder/und Betreibergesellschaften (Investoren).

Was passiert, wenn mein Bio-Erdgas-Lieferant ausfällt?

Nach der Einspeisung von Bio-Erdgas ins Erdgasnetz ist dieses deutschlandweit verfügbar. Dabei garantiert Viessmann die Verfügbarkeit von Bio-Erdgas. Sollte ein Bio-Erdgas-Lieferant ausfallen, kauft Viessmann die notwendigen Mengen am Bio-Erdgas-Markt. 

Wann lohnt es sich, ein BHKW mit Bio-Erdgas zu betreiben? 

Der Betrieb eines BHKW mit Bio-Erdgas lohnt sich grundsätzlich, wenn ein Gasanschluss vorhanden ist. Zudem sollte der Wärmeabsatz gesichert sein. Das BHKW selbst sollte über einen hohen elektrischen und thermischen Wirkungsgrad verfügen (wie z. B. beim Vitobloc). 

Unterliegt Bio-Erdgas Preisschwankungen? 

Der Preis für Bio-Erdgas wird im Liefervertrag über die Laufzeit festgeschrieben. Über eine Preisanpassungsformel werden Preisschwankungen auf dem Energiemarkt durch eine 25-prozentige Bindung an den Ölpreis an den Kunden weitergegeben. Aufgrund des hohen fixen Anteils von 75 Prozent sind die Preisschwankungen im Vergleich zu fossilem Erdgas geringer. 

Was sind Nawaro? 

Nawaro ist ein gängiges Kürzel für Nachwachsende Rohstoffe. Zur Biogas-Erzeugung
werden insbesondere Biomasse aus der Landschaftspflege, Mais, Zuckerrüben, Gras- und Ganzpflanzensilage (GPS), Fest- und Flüssigmist verwendet. 

Bio-Erdgas für Spitzenlastkessel? 

Der Einsatz von Bio-Erdgas ist möglich. Normalerweise arbeiten Spitzenlastkessel mit
fossilem Erdgas. 

Erfüllt Bio-Erdgas das EEWärmeG in Baden-Württemberg? 

Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) in Baden-Württemberg wird erfüllt, wenn die Energie zur Trink- und Heizwassererwärmung aus einem mit Bio-Erdgas betriebenen BHKW bezogen wird. 

Was sind die wichtigsten Vorteile von Bio-Erdgas? 

Bio-Erdgas ist umweltfreundlich, da CO2-neutral aufgrund der Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen. Zudem ist Bio-Erdgas im Erdgasnetz speicherfähig und benötigt keine zusätzlichen Lagerflächen. Es wird an jeden Erdgasanschluss geliefert. – Beim Betreiben eines BHKW mit Bio-Erdgas wird die Stromeinspeisung nach dem EEG vergütet, welches dem Kunden eine 20-jährige Erlösgarantie bietet. 

Wer stellt die Rechnung? 

Die Rechnung für den Bezug von Bio-Erdgas wird vom Lieferanten gestellt. Mit diesem wird auch der Liefervertrag abgeschlossen. 

Was ist ein Herkunftsnachweis? 

Über einen Herkunftsnachweis (auch Zertifikat) sichert sich der Betreiber die Vergütung nach dem EEG. Für den Nachweis dokumentiert ein Gutachter die notwendigen Eigenschaften der Biogas-Produktion und -Aufbereitung. Der Kunde erhält nach Ablauf eines Lieferjahres diesen Nachweis als Grundlage für die Strom-EEG-Abrechnung mit dem Netzbetreiber.

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