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Die Heizung im Sommerbetrieb

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Bild: © Mila Supinskaya Glashchenko / Shutterstock.com

Eine Heizung im Sommerbetrieb spart Energie und Kosten

Die Heizung im Sommer ausschalten oder anlassen? Eine berechtigte Frage, denn bei sommerlichen Temperaturen ist das Beheizen der Räume in der Regel nicht notwendig. Erfolgt die Warmwasserbereitung über das zentrale Heizsystem, wären jedoch Komforteinbußen diesbezüglich die Folge. Wenn Sie die Heizung im Sommer ausschalten, kommt nur noch kaltes Wasser aus Duschbrause und Wasserhahn. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Heizung in den Sommerbetrieb zu versetzen. Dann läuft nur noch die Warmwasserbereitung über den Wärmeerzeuger. So sparen Sie Energie und reduzieren gleichzeitig Ihre Heizkosten. Was beim Umstellen der Heizung im Sommer zu beachten ist und welche Alternativen es für die Warmwasserbereitung gibt, erfahren Sie in dem folgenden Ratgeber.

Darum ist der Sommerbetrieb der Heizung sinnvoll

Um Räume zu erwärmen und die Versorgung mit Warmwasser zu gewährleisten, wird Energie benötigt. Der Preis dafür spiegelt sich in den Brennstoffkosten wider. Je mehr Energie verbraucht wird, desto höher fällt diese aus. Insbesondere bei fossilen Energieträgern geht ein hoher Energiebedarf aber auch mit Emissionen einher. Denn bei der Verbrennung von Gas und Öl wird CO2 freigesetzt. Versetzen Sie Ihre klassische Heizung in den Sommerbetrieb, können Sie also nicht nur Kosten sparen, sondern auch den CO2-Ausstoß reduzieren. In den ohnehin warmen Sommermonaten ist das nicht einmal mit weniger Komfort verbunden.

Der Zeitpunkt richtet sich nach der Witterung

Wann Sie die Heizung auf Sommerbetrieb umstellen sollten, lässt sich nicht pauschal festlegen. Hier kommt es vor allem auf die Witterungsverhältnisse an. Die übliche Heizperiode in Mietverhältnissen bietet jedoch eine gute Orientierung. Sie beginnt am ersten Oktober und endet am 30. April. Anfang Mai ist demnach ein guter Zeitpunkt, um zu prüfen, ob der eingeschränkte Betrieb der Heizung ausreichend ist.

Moderne Heizsysteme bieten viel Komfort

Wer bereits über ein modernes Heizsystem verfügt, muss sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, wann die Heizung auf Sommerbetrieb umgestellt werden sollte. Denn bei diesen wird ab einer bestimmten Außen- oder Innentemperatur automatisch aufgehört zu heizen. Welche Temperatur dabei ausschlaggebend ist, hängt davon ab, ob es sich um eine außentemperaturgeführte oder eine raumtemperaturgeführte Heizungsregelung handelt. Die Sensoren sind entsprechend außerhalb oder innerhalb des Gebäudes installiert. Sinkt die Temperatur unter einen bestimmten Schwellenwert, springt die Heizung automatisch an. So wird auch während sommerlicher Kälteperioden jederzeit ein hoher Wohnkomfort gewährleistet. Ab welcher Temperatur der Heizbetrieb eingestellt beziehungsweise wieder aufgenommen wird, lässt sich manuell einstellen. Wie Sie die sogenannte Heizgrenztemperatur bei Ihrer Viessmann Heizung einstellen und diese in den Sommerbetrieb schicken, erfahren Sie in der Bedienungsanleitung. Dort ist auch vermerkt, wie Sie verschiedene Betriebsarten einstellen:

  • Heizung und Warmwasser
  • nur Heizung
  • nur Warmwasser

Auf Viessmann ViBooks stehen die Bedienungsanleitungen auch als Download zur Verfügung. Kompetente Hilfe von Experten erhalten Sie außerdem über die Viessmann Community. Dort können Sie auch Erfahrungen mit anderen Anlagensbesitzern austauschen.  

Das Bild zeigt die Regelung einer Viessmann Vitodens 242-F Gasheizung per ViCare App auf dem Smartphone

Den Sommerbetrieb der Heizung per App steuern

Verfügt das Heizsystem über eine entsprechende Schnittstelle, ist auch die Steuerung und Regelung per App möglich. Bei neuen Viessmann Systemen ist diese bereits ab Werk integriert. Besitzen Sie eine ältere Viessmann Heizung mit Vitotronic Regelung, haben Sie die Option ein Vitoconnect Modul nachzurüsten. Nach dem Aufschalten nehmen Sie alle Einstellungen über die ViCare App vor – jederzeit und unabhängig von Ihrem aktuellen Standort. Die App bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Energy Management: Energieflüsse im Haus nachvollziehen
  • Heizpläne erstellen: Heizungsbetrieb individualisieren
  • Steuerung per Sprachassistent: ViCare unterstützt Alexa
  • Fernwartung: Schnelle Hilfe vom berechtigten Installateur

Ferien bieten großes Sparpotenzial

Die Heizung sollte nicht nur im Sommer heruntergeregelt werden. Auch wenn Sie sich längere Zeit nicht zu Hause aufhalten, helfen Zeitprogramme beim Energiesparen. Wenn Sie bei Ihrer Viessmann Heizung das Ferienprogramm aktivieren, können Sie sowohl Raumbeheizung als auch Warmwasserbereitung beeinflussen. Ausschlaggebend ist dabei der hinterlegte An- und Abreisetag.

Ältere Heizkessel in den Sommerbetrieb versetzen

In vielen Haushalten sind noch ältere Heizkessel im Einsatz. Da diese meist nicht über eine entsprechende Regelungstechnik verfügen, ist das energiesparende Heizen im Sommer mit etwas mehr Aufwand verbunden. Die Heizkessel müssen händisch ausgeschaltet oder heruntergeregelt werden. Bei längeren Kälteperioden werden sie wieder eingeschaltet. Zusätzliches Einsparpotenzial nutzen Sie, wenn Sie die Heizungspumpe im Sommer abschalten. Diese ist für den Wasserkreislauf in den Heizkörpern zuständig. Damit sich die auch als Umwälzpumpe bekannte Komponente während der Sommerpause nicht festsetzt, sollte sie jedoch in gewissen Abständen eingeschaltet werden. Bei modernen Heizsystemen erfolgt dies automatisch. Um Schäden an der Anlage zu vermeiden und die optimale Einstellung zu finden, empfiehlt es sich, einen Fachmann zurate zu ziehen. Ihr Installateur ist ein zuverlässiger Ansprechpartner, wenn es um den Sommerbetrieb einer alten Heizung geht.

Tipps für das Heizen im Sommer

Läuft Ihre Viessmann Heizung im Sommerbetrieb, sparen Sie bereits Energie und Kosten. Um gut auf die nächste Heizperiode vorbereitet zu sein und zusätzliche Einsparpotenziale zu nutzen, haben wir weitere Tipps rund um das Thema Heizen im Sommer für Sie zusammengefasst.

© Fotolia / Inpixkommunikation

Die Thermostatventile nicht vergessen

Auch wenn die Heizkörper im Sommerbetrieb nicht warm werden, sollte der Thermostatkopf nicht auf Frostschutz stehen. Denn sonst kann es während der Heizpause zu Blockaden kommen. Das Risiko lässt sich verringern, indem Sie die Thermostatventile an den Heizkörpern im Sommer aufdrehen. Denn so ist der Mechanismus, der den Wasserzufluss darin reguliert, entspannt. Verklemmen die Ventile, obwohl Sie die Thermostate richtig einstellen, können Sie versuchen, die Blockade selbst zu lösen. Nehmen Sie dazu zuerst den Regleraufsatz ab. Liegt das Unterteil des Ventils frei, klopfen Sie vorsichtig dagegen oder ziehen leicht an dem Ventilstift.    

© Fotolia / Benjamin o Zweig

Zeitschaltuhr für die Zirkulationspumpe

Eine Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass alle Entnahmestellen im Haus schnell mit Warmwasser versorgt werden. Das ermöglicht einen hohen Komfort. Zudem wird durch die ständige Bewegung das Risiko verringert, dass sich Legionellen bilden. Denn diese vermehren sich besonders gut in warmem, stehendem Wasser. Läuft die Pumpe kontinuierlich, verbraucht sie jedoch permanent Strom, wenn eigentlich kein Warmwasser benötigt wird – etwa nachts oder wenn sich tagsüber niemand zu Hause aufhält. Im Gegensatz zur Umwälzpumpe der Heizung sollte sie im Sommer trotzdem nicht komplett abgeschaltet werden. Um Strom zu sparen, empfiehlt es sich, die Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr zu steuern. So lässt sich die Betriebszeit dem eigentlichen Bedarf anpassen.

Den Sommer für die Heizungsmodernisierung nutzen

Die Sommermonate sind der optimale Zeitpunkt für eine neue Heizung. Denn so müssen Bewohner auch dann nicht frieren, wenn das Heizen vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Verfügt der alte Kessel nicht über eine moderne Regelung, lohnt es sich, die Heizung zu erneuern. Denn so ist kein manueller Aufwand mehr notwendig, um die Heizung in den Sommerbetrieb zu versetzen. Zudem nutzen innovative Heizsysteme die eingesetzt Energie besonders effizient. Wer bei der Modernisierung auf regenerative Wärmeerzeuger setzt, schont zudem wertvolle Ressourcen und macht sich weniger abhängig von fossilen Energien und möglichen Preissteigerungen. Interessant ist die Heizungsmodernisierung auf Basis regenerativer Energien aber auch aufgrund der staatlichen Förderung. Mit dieser können Hausbesitzer die Investitionskosten deutlich reduzieren. Welche Heizsysteme sich für eine Heizungserneuerung anbieten, erfahren Sie in den folgenden Ratgebern:

Solarthermie sorgt im Sommer für Warmwasser

Läuft Ihre Heizung auf Sommerbetrieb, übernimmt sie nur noch die Warmwasserbereitung. Mit Solarthermie können Sie Warmwasser im Sommer auch ohne Heizung erzeugen und damit zusätzlich sparen. Die richtige Planung ist dabei besonders wichtig. Denn um die Solarenergie optimale zu nutzen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Unter anderem spielt die Ausrichtung des Daches und dessen Größe sowie die Verschattung eine Rolle. Auch der notwendige Speicher sollte auf den individuellen Bedarf und die Funktion der Solarthermie abgestimmt sein. Denn neben der Warmwasserbereitung kann die Technologie auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Zuverlässiger Ansprechpartner bei der Planung von Solarthermie ist ein erfahrener Solarteur. Dieser stimmt die neue Anlage optimal auf die Bedingungen vor Ort ab.

Fördermittelabfrage

Erfahren Sie mehr über die Förderprogramme in Ihrer Region. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein und finden Sie heraus, welche Fördermittel für Ihren Standort in Frage kommen.

Förderung

Mit einer staatlichen Förderung lassen sich die Investitionskosten merklich reduzieren. 

Hinweis zur Fördermittelabfrage: Die über die Online-Anfrage veröffentlichten Informationen und Angaben sind mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Fehlerfreiheit und Vollständigkeit der Angaben kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien - rechtsverbindliche Angaben erhalten Sie bei den jeweils genannten Institutionen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Ausnahmen können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben wie z.B. für die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. Bewilligungen werden im Übrigen ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von der jeweiligen Bewilligungsstelle erteilt.

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