Heizung modernisieren - Energie sparen - Heizkosten senken
Der Austausch des alten Heizkessels gegen einen zukunftssicheren Brennwertkessel zahlt sich am schnellsten aus und reduziert die Energiekosten um bis zu 30 Prozent.
35 Prozent des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt entfallen auf das Auto. Ständig steigende Preise sind tagtäglich an den Tankstellen ersichtlich und belasten die Haushaltskasse. Auch für unnötigen Stromverbrauch für Licht und Stand-by-Betrieb elektrischer Geräte sind mittlerweile viele Menschen sensibilisiert. Dabei entfällt darauf nur ein Prozent des gesamten Energieverbrauchs.
Doch den größten Anteil am Energieverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt hat die Heizung mit 49 Prozent. Zusammen mit der Warmwasserversorgung sind es sogar 57 Prozent.
Hohes Einsparpotenzial bei der Heizung
Wer also Energie sparen will, sollte zuallererst an die Heizung denken, denn hier ist das Einsparpotenzial besonders hoch: Die höhere Effizienz einer neuen Heizung führt zu einem geringeren Energieverbrauch, reduziert die Kosten und entlastet die Umwelt.
Drei wesentliche Alternativen
- Öl- und Gas-Brennwerttechnik
- Holzheizung
- Wärmepumpen
Hocheffiziente Brennwerttechnik
Viessmann bietet mit seiner hocheffizienten Brennwerttechnik für Öl und Gas zukunftsweisende Heizsysteme. Sie tragen wesentlich dazu bei, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Moderne Brennwerttechnik erreicht heute einen Wirkungsgrad von 98 Prozent und ist damit die mit Abstand effizienteste Technik zur Wärmeerzeugung.
Die Kombination aus Brennwerttechnik und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bietet das Mikro-KWK-Gerät. Es erzeugt Strom und nutzt die dabei entstehende Wärme für die Heizung.
CO2-neutrale Holz- und Pelletkessel
Hinzu kommen innovative Heizkessel für Scheitholz und Pellets. Sie arbeiten CO2- neutral und geben nur so viel Kohlendioxid an die Umwelt ab, wie das Holz während des Wachstums aufgenommen hat.
Wärmepumpen nutzen Energie aus Erdreich, Grundwasser oder Luft
Mit einer Wärmepumpe lässt sich ganzjährig Energie nutzen, die durch die Sonne in der Umgebungs luft, im Erdreich oder im Grundwasser gespeichert ist. So wird die kostenlose Energie der Natur genutzt und macht von Gas und Öl unabhängiger.
Solarthermie – eine lohnende Ergänzung für jedes Heizsystem
Solarthermie wird heute als umweltschonende Technik zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung genutzt und bietet viele Vorteile. Sonnenkollektoren lassen sich in der Regel ohne größeren Aufwand und optisch ansprechend auf dem Dach oder auch an der Hausfassade montieren.
Erst die Heizung modernisieren, dann das Haus dämmenUnabhängige Untersuchungen ergeben, dass der Einbau eines modernen Heizkessels mit Abstand effizienter ist als einzelne Dämm-Maßnahmen der Immobilie.
Die DEKRA ist anhand von Vergleichen zwischen einem Einfamilienhaus (EFH) und einem Mehrfamilienhaus (MFH; siehe PDF) zu dem Ergebnis gekommen, dass die Modernisierung einer Heizungsanlage mit Brennwerttechnik mit Abstand die wirtschaftlichste und energieeffizienteste Lösung ist.
Insbesondere wurde dabei die Höhe der Investitionen betrachtet und berechnet, ob die erzielte Ersparnis auch in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur eingesetzten Summe steht. Im Ergebnis amortisiert sich die Heizungsanlage schon nach wenigen Jahren.
Bei der Betrachtung hat DEKRA auch andere energetische Maßnahmen wie die Dämmung des Hauses oder den Tausch von Fenstern und Türen berücksichtigt. Alle diese Maßnahmen haben in Bezug auf die Amortisation deutlich schlechter abgeschnitten.
Erst die Heizung modernisieren, dann das Gebäude dämmen
Am Beispiel des EFH wird deutlich, dass die Investitionen für den Umbau zum Niedrigenergiehaus durch Dämmungen sowie den Austausch von Fenstern und Türen sich erst nach 30 Jahren rechnen. Lediglich eine neue Heizung in Kombination mit einer Solaranlage und auch die Dämmung der Kellerdecke sind lohnenswert. Allein die neue Heizungsanlage amortisiert sich durch die Brennstoffersparnis bereits nach sechs Jahren.
Eine später vorgenommene Dämmung der Immobilie oder eine Erneuerung der Fenster wird sich dann zusätzlich positiv auf die Heizkostenrechnung auswirken. Ein neuer Brennwertkessel ist deshalb nicht überdimensioniert, da er sich durch seine modulierende Betriebsweise automatisch an den niedrigeren Wärmebedarf anpasst.
Messergebnis des Schonrsteinfeger-Protokolls bewertet nicht die Effizienz des HeizsystemsHohe Kesselwasser- und Abgastemperaturen sind untrügliche Indizien dafür, wie unwirtschaftlich eine veraltete Heizung arbeitet.
In Deutschland sind rund 18 Millionen Heizungsanlagen in Betrieb, von denen aber nur 20 Prozent dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Bei einem Großteil dieser Anlagen entweichen bis zu 30 Prozent wertvolle Energie nutzlos durch den Schornstein.
Messprotokoll dokumentiert nur ordnungsgemäße Verbrennung von Öl und Gas
Das Messprotokoll des Schornsteinfegers dokumentiert in regelmäßigen Abständen lediglich die „ordnungsgemäße“ Verbrennung von Öl oder Gas unter Volllast (feuerungstechnischer Wirkungsgrad/Abgasverlust). Liegen die Werte nicht mehr im Rahmen der Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung (1. BImSchV), sollte umgehend der Heizungsfachmann zu Rate gezogen werden.
Welche Verlustquellen der Schornsteinfeger nicht misst
1. Wärmeverluste über die Kesseloberfläche an den Raum (Oberflächenverluste)
2. Wärmeverluste durch konstant hohe Sockeltemperatur (Bereitschaftsverluste)
1. Oberflächenverluste sind nicht zu unterschätzen
Nicht vom Schornsteinfeger erfasst werden die Wärmeverluste, die über die Oberfläche des Heizkessels in den Heizungsraum abgegeben werden.
2. Hohe Sockeltemperatur führt zu Wärmeverlusten
Altanlagen fahren grundsätzlich mit voller Leistung und erzeugen konstant hohe Heizwassertemperaturen (Sockeltemperatur). Die dabei anfallenden Bereitschaftsverluste werden umso größer, je geringer die Jahresauslastung des Heizkessels ist. Und gerade bei Altanlagen ist die Auslastung oft sehr niedrig, weil die Heizkessel bis zu dreifach überdimensioniert sind. So kann ein guter Wert im Messprotokoll trotzdem bedeuten, dass die bestehende Anlage bis zu 30 Prozent mehr Energie verbraucht als ein neues Heizsystem.
Kaum Abgas- und Bereitschaftsverluste beim Einsatz von Brennwertkesseln
Neue Öl- und Gas-Brennwertkessel arbeiten dagegen witterungsgeführt mit modulierender Leistung. Sie erzeugen in Abhängigkeit von der Außentemperatur nur so viel Wärme, wie für eine behagliche Raumtemperatur notwendig ist. Ihr hoher Wirkungsgrad von 98 Prozent resultiert aus der gleitenden Betriebsweise, den damit verbundenen niedrigen Bereitschaftsverlusten und der Wärme, die den Abgasen durch Kondensation über einen Wärmetauscher entzogen wird.
Vor 1978 gebaute Anlagen dürfen nicht mehr betrieben werden
Eines ist auf jeden Fall sicher: Anlagen, die vor 1978 eingebaut worden sind, müssen schon aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen nach der gültigen Energie-Einspar-Verordnung ausgetauscht werden. Über mögliche Ausnahmen von dieser Vorschrift informiert der Schornsteinfeger.
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