Warmwasser-Wärmepumpen

Warmwasser-Wärmepumpen nutzen die bereits vorhandene Wärmeenergie aus der Umgebung und bereiten damit das Warmwasser auf. Sie eignen sich auch für einen optimalen Verbrauch des selbst erzeugten Stroms aus Photovoltaik-Anlagen und lassen sich an ein bestehendes Luftverteilsystem koppeln.
 

Aufbau und Funktionsweise der Warmwasser-Wärmepumpe

Eine Warmwasser-Wärmepumpe besteht aus einer Einheit, in der sich alle für den Wärmegewinnungsprozess wichtigen Komponenten befinden. Dazu gehören der Verdampfer, der Verdichter, der Verflüssiger und der Warmwasserspeicher. Je nach Ausführung ist ein weiterer Solar-Wärmetauscher integriert, der den Anschluss von Sonnenkollektoren ermöglicht.

Verdichter sorgt für die gewünschte Temperatur

Während des Betriebs nimmt die Warmwasser-Wärmepumpe die Wärme aus der Umluft oder der Abluft auf und führt sie zum Verdampfer. Darin befindet sich ein Kältemittel, das sich bereits bei niedriger Temperatur erwärmt und anschließend dampfförmig wird. Da die Temperatur des verdampften Kältemittels noch nicht hoch genug ist, um das Wasser zu erhitzen, erfolgt als Nächstes der Verdichtungsprozess. Dabei wird der Dampf an einen strombetriebenen Verdichter weitergeleitet, der ihn solange komprimiert, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Im letzten Schritt überträgt der erhitzte Kältemitteldampf seine thermische Energie auf den eingebauten Warmwasserspeicher, kühlt ab und kondensiert. Anschließend wird die Kältemittelflüssigkeit mit hohem Druck durch ein Expansionsventil entspannt, während es weiter stark abkühlt. Befindet sich das Kältemittel wieder in seinem Ausgangszustand, kann der Verdichtungsprozess von vorn beginnen.

Die Warmwasser-Wärmepumpe Vitocal 161-A wurde 2013 mit dem reddot design award ausgezeichnet

reddot design award 2013 für die Warmwasser-Wärmepumpe Vitocal 161-A

Das Design der Vitocal 161-A wurde vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen mit dem angesehenen red dot design award 2013 ausgezeichnet.

Betrieb mit Umluft

Warmwasser-Wärmepumpen können entweder der Umluft, der Außenluft oder der Abluft Wärme entziehen. Für eine Umluft-Warmwasser-Wärmepumpe eignen sich unter anderem Kellerräume, die in den Wintermonaten eine konstante und relativ hohe Temperatur haben. Während des Betriebs wird die Temperatur im Kellerraum um etwa zwei bis vier Grad abgekühlt. Dabei wird die Kellerluft gleichzeitig entfeuchtet. Ist die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem klein, arbeitet die Warmwasser-Wärmepumpe äußerst effizient.

Alternativ mit Abluft

Wärmepumpen können das Warmwasser optional auch mit Abluft erhitzen. Dabei wird die obere Abdeckung der Wärmepumpe durch einen Abluftdeckel ersetzt und die Wärmepumpe an das bestehende Luftverteilsystem gekoppelt. Der Wärmepumpe wird die warme Abluft aus mehreren Räumen zugeführt, wodurch sie in der Lage ist, für eine gute Belüftung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zu sorgen. Die bei der Trinkwassererwärmung abgekühlte Abluft wird als Fortluft ins Freie geführt. Damit kein Unterdruck entsteht, muss über separate Zuluftelemente Außenluft zugeführt werden. Der Lüftungsbetrieb ist auch ohne Trinkwassererwärmung möglich.

Für die Nutzung von Solarenergie vorbereitet

Warmwasser-Wärmepumpen von Viessmann sind sowohl für den monovalenten als auch für den bivalenten Betrieb mit einer Solaranlage ausgelegt. In der bivalenten Ausführung wird die Solarkreispumpe elektronisch und mithilfe einer Temperatur-Differenzregelung ein- oder ausgeschaltet. Ist die Solarkreispumpe aktiv, erfolgt die Warmwasserbereitung nicht über die Wärmepumpe. Eine optimale Nutzung der kostenfreien Solarenergie ist dadurch gewährleistet. Des Weiteren kann die Wärmepumpe optimal selbsterzeugten Strom aus einer Photovoltaikanlage nutzen.

Vorteile einer Warmwasser-Wärmepumpe

Erzeugt die Wärmepumpe nur Warmwasser, hat dies für Anlagenbesitzer viele Vorteile. Einer davon sind die niedrigen Investitions- und Betriebskosten. Eine Wärmeerschließung, wie es bei vielen Anlagen der Fall ist, entfällt, da die Energiequelle ohnehin vorhanden und kostenfrei ist. Und weil eine Wärmepumpe für Wasser keine Emissionen ausstößt, ist ein Schornstein überflüssig. In Anbindung an eine Solaranlage oder ein Luftverteilsystem arbeitet eine solche Wärmepumpe äußerst effizient.

Entfeuchtung des Aufstellortes

Die Entkopplung von der Heizungsanlage hat noch weitere Vorteile: So kann der Heizkessel in den warmen Monaten komplett abgeschaltet werden und benötigt dadurch keinen Strom. Die Installation einer Warmwasser-Wärmepumpe erfolgt innerhalb kürzester Zeit. Schließlich ist weder ein Gasanschluss noch ein Öltank notwendig. Und da keine fossilen Energieträger für die Warmwasserbereitung verbrannt werden, entlasten Anlagenbesitzer auf Dauer sowohl die Umwelt als auch ihren Geldbeutel. Nicht zuletzt kann eine Warmwasser-Wärmepumpe, wenn sie in einem Kellerraum aufgestellt ist, den Raum entfeuchten. Das verringert die Gefahr von Schimmelbildung und schützt das Mauerwerk. Was darüber hinaus für den Einsatz einer Wärmepumpe im Allgemeinen spricht, lesen Sie im Abschnitt Vorteile der Wärmepumpe.

Warmwasser-Wärmepumpen

Die Warmwasser-Wärmepumpe übernimmt unabhängig von einer anderen Heizungsanlage kostengünstig und energiesparend die Warmwasserbereitung aus der Raumwärme