Was ist ein wasserführender Pelletofen?

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei einem wasserführenden Pelletofen von Wodtke um einen Ofen, der mit einem Wasserwärmetauscher (sogenannte Wassertasche) ausgestattet ist. Damit ist er in der Lage, einen Großteil seiner Wärme an die zentrale Heizungsanlage abzugeben. Darin unterscheidet er sich grundlegend von einem klassischen Pelletofen, der nur den Raum erwärmt, in dem er aufgestellt ist. Wie viel Wärme an die Heizungsanlage abgegeben wird, hängt vom jeweiligen Modell ab. In der Praxis geben wasserführende Pelletöfen etwa 20 Prozent der erzeugten Wärme an den Aufstellraum ab. Der Rest geht direkt in den Heizkreislauf beziehungsweise in einen Pufferspeicher über. Diese Begrenzung sorgt dafür, dass es nicht zu einer Überhitzung des Aufstellraumes kommt.


Wie genau funktioniert ein wasserführender Pelletofen?

Ähnlich wie ein wasserführender Kamin besteht ein Wodtke Pelletofen für den wasserführenden Betrieb aus einem metallenen Gehäuse mit einem kindersicheren Türverschluss. Die Tür selbst ist meist durchsichtig und bietet einen Blick auf das lodernde Feuer. Im Inneren des wasserführenden Pelletofens befindet sich eine Brennkammer, in der die energiereichen Pellets verbrannt werden. In direkter Nähe zur Brennkammer befindet sich die bereits genannte Wassertasche. Dieser Wasserwärmetauscher leitet einen Großteil der Wärme an einen angeschlossenen Pufferspeicher, der wiederum in den Heizkreislauf integriert ist. Die so zwischengespeicherte Wärme kann jederzeit bedarfsgerecht abgerufen werden. Ein Rest an Wärme wird direkt an den Aufstellraum abgestrahlt.

Pelletöfen arbeiten automatisch

Ein wasserführender Pelletofen arbeitet vollautomatisch. Möglich macht das ein integrierter Behälter, der je nach Modell bis zu 40 Kilo Pellets aufnehmen kann. Diese Menge wiederum sorgt für eine Laufzeit von bis 110 Stunden (Pelletofen PE Nova water+ Einbaugerät). Einige Modelle verfügen ab Werk über einen Anschluss für externe Vorratsbehälter, die die ohnehin langen Laufzeiten noch weiter erhöhen. Ein manuelles stündliches Nachlegen des Brennstoffs wie bei einem wasserführenden Kamin oder Scheitholzkessel ist nicht notwendig. Da die Pellets nahezu rückstandsfrei verbrennen, ist nur einen sehr geringen Zeitaufwand für Brennstoff-Nachfüllen und Asche-Entsorgen einzuplanen.


Wasserführender Pelletofen – Vorteile und Voraussetzungen

Wer einen Pelletofen wasserführend betreibt, profitiert gleich mehrfach. Neben der äußerst hohen Effizienz sorgt der Pelletofen mit Wassertasche vor allem für sehr niedrige Energiekosten. Denn im Vergleich zu anderen Brennstoffen wie Gas und Öl sind die Pellets pro Kilowattstunde gerechnet sehr günstig. Gleichzeitig bietet ein solcher Ofen den gleichen Bedienkomfort wie eine Gas- oder Ölheizung und ist zudem umweltfreundlich. Schließlich verbrennen die eingesetzten Pellets überwiegend CO₂-neutral.

Von der Stiftung Warentest ausgezeichnet

Wasserführende Kamin- und Pelletöfen von Wodtke zeichnen sich durch ihre saubere Verarbeitung und gehobene Sicherheitsstandards aus. Das wurde auch von den Experten der Stiftung Warentest bestätigt und ausgezeichnet: Beim Kamin- und Pelletöfen Test für Pelletöfen mit Wasseranschluss 11/2011 wurde der wasserführende Pelletofen ivo. tec water+ als Testsieger ausgezeichnet. Er bildet heute die Basis für das baugleiche Premium-Modell Pelletofen ivo.smart water+.

Kombinierbar mit anderen Heizsystemen

Ob ausgezeichnet oder (noch) nicht, ein Pelletofen wasserführend ist eine optimale Ergänzung zu einem bestehenden Wärmeerzeuger. Er lässt sich sowohl mit einer bestehenden Gas-Brennwertheizung wie der Vitodens 200-W als auch mit einer Wärmepumpe wie der Vitocal 300-A kombinieren. Die Hybridlösung kann auch aus einem wasserführenden Pelletofen von Wodtke und einem zentralen Lüftungssystem der Vitovent-Reihe bestehen. Ein bivalenter Betrieb mit einer Solarthermieanlage wie der Vitosol 200-FM ist ebenfalls möglich. Vor allem in der Übergangszeit kann der Pelletofen mit Wassertasche die Raumbeheizung komplett übernehmen. Sollte der Pelletofen in einem Neubau zum Einsatz kommen, bieten sich besonders dicht gebaute, raumluftunabhängige Modelle mit selbstverriegelnder Feuerraumtür an. Diese haben eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung beim DIBt (dem Deutschen Institut für Bautechnik) erhalten und sind bestens geeignet für den Einbau in Niedrigenergie- oder Passivhäusern - auch in Kombination mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Wichtig ist, dass die Verbrennungsluftzufuhr über einen externen Schornstein gewährleistet wird.


Schematische Darstellung: wasserführender Pelletofen kombiniert mit anderen Heizsystemen

Systemdarstellung

[1]  wodtke Pelletofen water+
[2]  wodtke PS 04
[3]  Zentralheizung
[4]  Heizwasser-Pufferspeicher (mit mindestens 500 Litern Inhalt)
[5]  Warmwasserverbraucher
[6]  Heizkörper
[7]  Sonnenkollektoren


Schornstein, Brandschutz und Mindestraumgröße als Voraussetzungen

Um einen Pelletofen wasserführend betreiben zu können, ist neben der sicheren Verbrennungsluftzufuhr ein geeigneter Schornstein unabdingbar. Denn dieser muss zum neuen Pelletofen und dessen Nennwärmeleistung passen. Konkret geht es darum, die Verbrennungsgase sicher über den Schornstein nach außen zu leiten. Das gelingt in der Praxis mit dem passenden Schornsteindurchmesser, der für einen natürlichen Kamineffekt sorgt. Wie groß dieser ausfällt, ist immer individuell zu ermitteln. Ein Gespräch mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger bringt in der Regel Klarheit und ist immer vor dem Kauf anzustreben.

Ist der Holzofen wasserführend bereit für die Inbetriebnahme, sollte auch der Aufstellplatz mit ausreichendem Brandschutz vorbereitet sein. Brennbare Bauteile sowie Möbel sollten möglichst weit weg vom Ofen stehen. Als Richtwert gilt: 20 bis 30 Zentimeter Abstand zu den Seiten und mindestens 80 Zentimeter im Sichtbereich des Feuers. Genauere Angaben dazu finden sich in den jeweiligen Bedienungsanleitungen. Neben den Brandschutzmaßnahmen sollte der Aufstellraum auch eine Mindestgröße vorweisen. Pro kW-Heizleistung werden mindestens 4 m³ Raumvolumen benötigt. Zum Vergleich: Ein Raum mit etwa 10 Quadratmetern und einer Raumhöhe von etwa 2,5 Metern entspricht 24 m³. Ein wasserführender Pelletofen darf in diesem Fall nicht mehr als 6 kW-Heizleistung haben, wenn er darin aufgestellt werden soll.

Wasserführende Pelletöfen von Wodtke gibt es in vielen Leistungsbereichen. Lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerker beraten, um den für Ihren Wärmebedarf passenden Ofen zu finden!


Staatliche Fördermittel für wasserführende Pelletöfen

Neben den oben bereits genannten Vorteilen gibt es noch ein ausschlaggebendes Argument für den Einsatz eines wasserführenden Pelletofens: die hohe staatliche Förderung. Wer sich für den Betrieb eines solchen Heizsystems entscheidet, erhält vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, Zuschüsse in Höhe von bis zu 35 Prozent auf die anrechenbaren Investitionskosten. Neben dem finanziellen Aufwand für den Pelletofen selbst zählen auch die Kosten für den Wärmespeicher und für die notwendigen Umfeldmaßnahmen zu den förderfähigen Ausgaben.


Bis zu 45 % Zuschuss beim Austausch einer bestehenden Ölheizung

Den Zuschuss von bis zu 35 Prozent gibt es sowohl für den Einsatz im Neubau als auch im Gebäudebestand. Wer in einem Altbau eine vorhandene Ölheizung durch einen wasserführenden Pelletofen (oder eine Kombination aus Pelletofen und Wärmepumpe) ersetzt, erhält sogar bis zu 45 Prozent der Kosten bezuschusst. Bei einer Investitionssumme von beispielsweise 30.000 Euro sind es sage und schreibe 13.500 Euro weniger. Um die Mittel zu erhalten, sind im Vorfeld einige Voraussetzungen zu erfüllen. Neben dem hohen Wirkungsgrad des Pelletofens von mindestens 90 Prozent müssen bestimmte Emissionsgrenzwerte eingehalten werden:

●  Kohlenmonoxid: 200 mg/m³ bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m³ bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach §3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden)
●  Staubförmige Emissionen: 15 mg/m³ (Scheitholz-Anlagen). 20 mg/m³ (alle anderen Anlagen)

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Seite

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