Stromspeicher als Ergänzung zur Photovoltaikanlage

Mit einer Viessmann Photovoltaikanlage lässt sich so viel Strom erzeugen, um eine vierköpfige Familie über ein ganzes Jahr damit zu versorgen. Das Hauptproblem ist hier jedoch, dass die Anlage vor allem dann elektrische Energie bereitstellt, wenn die meisten Bewohner eines Haushalts nicht zu Hause sind; zum Beispiel in den Mittagsstunden. Ist kein angeschlossener Verbraucher aktiv oder können die angeschlossenen Geräte den Strom nicht vollständig verbrauchen, wird der Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

In den vergangenen Jahren sind die entsprechenden Vergütungen für die Einspeisung jedoch stetig gesunken. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Strompreis. Somit spricht einiges für eine Erhöhung des Eigenverbrauchs. Um dies zu erreichen, hilft ein Stromspeichersystem. Viessmann hat deshalb den Photovoltaik-Stromspeicher Vitocharge VX3 auf den Markt gebracht. Dieser Batteriespeicher bevorratet den tagsüber erzeugten Strom und stellt ihn bedarfsgerecht zur Verfügung.


Photovoltaik-System

Wie funktionieren Stromspeicher?

Die Solarstromspeicher bieten den großen Vorteil, dass der selbst erzeugte Strom je nach Bedarf genutzt werden kann. Das heißt auch dann, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Prinzipiell kann Strom in zwei Varianten gespeichert werden - direkt und indirekt. Für den Hausgebrauch kommen jedoch ausschließlich indirekte Speicher infrage. Die direkte Speicherung von Strom erfolgt unter anderem über Spulen oder Kondensatoren und währt nur für Sekunden. Damit eignen sich diese Varianten nicht für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Sie dienen in der Industrie vor allem zur Netzstabilisierung. Geht es also um Photovoltaik mit Speicher, handelt es sich meist um elektrochemische Speicher wie Akkus oder Batterien.


Der Speicherprozess kurz erklärt

Das Funktionsprinzip ist im Grunde recht simpel. Der PV-Batteriespeicher bevorratet die elektrische Energie, ähnlich einem Akku, so lange, bis ein Bedarf im Haushalt entsteht und gibt diese an die angeschlossenen Verbraucher (Licht, Kühlschrank, TV-Anlage etc.) weiter. Im Detail heißt das, treffen die Sonnenstrahlen auf die Photovoltaikmodule, erfolgt die Umwandlung in Gleichstrom. Dieser kann im Haushalt so aber nicht verwendet werden. Deshalb ist hier ein Wechselrichter zwischengeschaltet, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Gibt es keine Abnehmer für diesen Strom im Haus, kommt der Stromspeicher zum Einsatz. Die Lithium-Ionen Akkus von Viessmann wandeln die elektrische Energie in chemische um. Kommt es dann zur Entladung, erfolgt dieser Prozess umgekehrt.

Wichtig: Bei der Entladung wird nie der gesamte Solarstromspeicher entladen. Es wird zwischen der sogenannten nominalen und nutzbaren Kapazität unterschieden. Die Differenz entsteht durch die sogenannte Entladungstiefe. Der Vitocharge VX3 ist nach einer besonderen Betriebsstrategie entwickelt worden und ähnelt dem eines E-Autos: Die Alterung der Batterie wird über die Lebensdauer mit mehr freigegebener Entladungstiefe kompensiert. Beim E-Fahrzeug bedeutet dies, dass die Reichweite des Fahrzeugs über die Lebensdauer möglichst lange konstant gehalten wird. Erst, wenn die Entladungstiefe bei 100 % angekommen ist, wird die nutzbare Kapazität kleiner. Ist der Stromspeicher aufgeladen und kein Verbraucher angeschlossen beziehungsweise aktiv, wird der Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Vergütung regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).



Was zeichnet die Viessmann Photovoltaik-Speicher aus?

Die PV-Speicher schließen die Lücke zwischen Angebot und Bedarf. Das erhöht den Eigenverbrauch und senkt damit ebenfalls die Energiekosten. Der erzeugte Strom kann wesentlich effizienter genutzt werden. Die Viessmann Stromspeicher sorgen darüber hinaus für mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern und entlasten ebenfalls das Stromnetz.

Wir bieten Ihnen mit unserer Produktgruppe Vitocharge Lithium-Ionen-Batteriespeicher mit hohem Wirkungsgrad und Langlebigkeit. So haben die Modelle eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren oder einen garantierten Energiedurchsatz von 9,6 MWh pro 4 kWh Batterie. Im Durchschnitt können Sie mit etwa 250 Vollzyklen pro Jahr rechnen. Die Batterien von Vitocharge VX3 können in Reihe geschaltet werden. Das ermöglicht flexible Speichergrößen und eine perfekte Anpassung an Ihren individuellen Strombedarf. Daneben eignen sich beide Varianten sowohl für den Netzparallel- als auch den Netzersatzbetrieb. Das heißt, Viessmann Stromspeicher können parallel zur Stromversorgung über das öffentliche Netz laufen sowie bei einem Stromausfall die wichtigsten Verbraucher versorgen.

Stromspeicher der neuen Generation: kompakter, leichter, leistungsstärker

Die Batterien der Vitocharge VX3 der neuen Generation geben Hausbesitzern die Möglichkeit, Strom unkompliziert zu speichern und damit effizienter zu nutzen. Die bewährten und sicheren Lithium-Eisenphosphat-Batterien sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Deshalb gibt Viessmann auf die Batteriezellen eine 10-Jahre Zeitwertersatzgarantie. Zudem lässt sich das System im ersten Betriebsjahr einfach erweitern, wenn sich der Strombedarf ändern sollte. Das modulare Stromspeicher-System Vitocharge VX3 ist somit das Herzstück durchdachter Energielösungen für Wärme, Strom und Mobilität. Von der Wärmeerzeugung über die Photovoltaik-Anlage bis zur Ladestation für das E-Auto kommt alles aus einer Hand. Das gibt es nur bei Viessmann.


Lohnt sich ein Stromspeicher?

Mit einem Stromspeicher von Viessmann erhalten Sie ein Produkt, das viele Anwendungen findet. Denn der Vitocharge VX3 lässt sich als hybrider PV-Stromspeicher, als AC-gekoppelter Stromspeicher oder als reiner PV-Wechselrichter einsetzen. Das macht ihn sowohl für neue als auch für Bestandsanlagen interessant.

Stromspeicher für neue PV-Anlagen

Mit der sinkenden Einspeisevergütung ist es immer sinnvoller, Anlagen für den Eigenverbrauch zu installieren. Die neue Anlage sollte aber unbedingt zum Haus und dem Strombedarf passen, damit sie auch wirtschaftlich ist. Damit der umweltfreundlich selbst erzeugte Strom auch immer einen Abnehmer findet, lohnt sich eine einheitliche Energielösung. Einige Beispiele dafür sind: 

  • Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Wärmepumpe
  • Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Brennstoffzellen-Heizgerät
  • Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Elektro Heiz- und Warmwassersysteme 

Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Wärmepumpe

Die Energie aus der Photovoltaik-Anlage wird vom Stromspeicher aufgenommen und durch elektrische Verbraucher, wie beispielsweise die Wärmepumpe, direkt verbraucht. Bei einem Energieüberschuss wird die Energie in der Batterie des Stromspeichers zwischengespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben. Auf diese Weise wird das Haus und die Wärmepumpe zu großen Teilen aus der eigenen Stromproduktion vom Dach nachhaltig und effizient versorgt.

Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Brennstoffzellen-Heizgerät

Mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Brennstoffzellen-Heizgerät stehen zwei Stromerzeuger zur Verfügung, die sich optimal ergänzen. Im Sommer erzeugt vor allem die Photovoltaik-Anlage den Strom für Haus (und optional das E-Auto). Im Winter liefert das Brennstoffzellen-Heizgerät aufgrund längerer Laufzeit mehr Strom. Auf diese Weise können Haus (und optional E-Auto) ganzjährig aus eigenen Strom-Ressourcen versorgt werden. Das erhöht zum einen die Autarkierate und reduziert zum anderen Ihre Stromkosten.

Photovoltaik-Anlage + Stromspeicher + Elektro Heiz- und Warmwassersysteme

In einem vollelektrischen System wird die von der Photovoltaik-Anlage erzeugte Energie für die elektrischen Wärmeerzeuger wie Infrarot-Flächenheizungen, Fußbodenheizung oder Warmwasseraufbereitung verwendet. Bei Energieüberschuss wird die Energie in der Batterie des Stromspeichers zwischengespeichert. So kann auch ein Haus mit elektrischer Heizung und Warmwasseraufbereitung eine hohe Autarkierate sowie Nachhaltigkeit erreichen und die Vorteile von Infrarotwärme mit geringen Standby-Verbräuchen ausspielen.

Stromspeicher für bestehende PV-Anlagen nachrüsten

Für das Einspeisen in das Stromnetz erhalten Anlagenbetreiber 20 Jahre lang eine fixe Vergütung. Wenn die EEG-Förderung für ihre bestehende Photovoltaik-Anlage ausläuft, gibt es keine sichergestellte Stromabnahme mehr durch öffentliche Netzbetreiber. Eine Direktvermarktung bringt auch nur einen geringen Ertrag. Dann lohnt es sich, den Stromeigenverbrauch mit Viessmann Produkten zu erhöhen. Die hohe Flexibilität der Viessmann Komponenten erlaubt hier als Systemlösung, die vorhandene Photovoltaik-Anlage mit einem Stromspeicher-System zu kombinieren. Bei Bedarf kann das System problemlos mit zusätzlichen Batteriemodulen erweitert werden. 

Neben den üblichen Dingen, die im Haushalt mit Strom versorgt werden müssen, lässt sich der Eigenstromverbrauch zum Beispiel mit einer elektrisch betriebenen Warmwasser Wärmepumpe Vitocal 262-A erhöhen. Sie ist die Ergänzung für angenehmen Warmwasserkomfort. Durch die Nutzung des selbsterzeugten Stroms entstehen nur geringe Betriebskosten. Auch das elektrisch betriebene Wohnungslüftungs-System Vitovent 300-W bringt mehr Wohlfühlkomfort ins Haus und trägt mit frischer, sauberer Luft und der optimalen Luftfeuchtigkeit wesentlich zum Erhalt des Bausubstanzes bei.  


Wie groß muss der Stromspeicher sein?

Ob für eine neue Anlage oder eine bestehende: Auf die richtige Größe des Stromspeichers kommt es an. Grundsätzlich gilt, der Stromspeicher soll so viel Kapazität haben, um einen Haushalt vom Abend bis zum nächsten Morgen mit Solarstrom zu versorgen. Die Größe beziehungsweise die Speicherkapazität eines Stromspeichers richtet sich zum einen nach dem Jahresstromverbrauch und zum anderen nach der Nennleistung der bestehenden oder geplanten PV-Anlage. Als Orientierungshilfe kann folgende Regel verwendet werden: 1kWp PV = 1 kWh Batterie = 1.000 kWh Haushaltsstromverbrauch.

Beispiel 1 mit Wärmepumpe

Haushalt + Wärmepumpe: 8.000 kWh
PV = 8 kWp
________________________
Stromspeicher = 8 kWh


Beispiel 2 mit Wärmepumpe und E-Fahrzeug

Haushalt + Wärmepumpe + E-Fahrzeug = 12.000 kWh
PV = 12 kWp
___________________________________
Stromspeicher = 12 kWh 

Zu große oder zu kleine Speicher sind unwirtschaftlich

Ist der Stromspeicher überdimensioniert, bevorratet er zu viel elektrische Energie, ohne dass diese tatsächlich benutzt wird. Neben der unnötig hohen zusätzlichen Anschaffungskosten kommen noch die Verluste durch die entfallende Vergütung für den eingespeisten Strom hinzu. Bei einem zu kleinen Stromspeicher müssen Anlagenbesitzer mehr Strom einkaufen. Der ist deutlich teurer als der selbst erzeugte Strom vom Dach. Lassen Sie sich daher unbedingt von einem unserer Fachpartner beraten. 

Stromspeichersysteme

Viessmann Stromspeichersysteme zur Speicherung von selbst erzeugtem Strom steigern den Eigenverbrauch und damit die Effizienz der Photovoltaik-Anlage. Wird im Haushalt kein Strom benötigt, lädt das System den Stromspeicher auf. Bei Bedarf wird dieser Strom genutzt, etwa zum Betrieb von Elektrogeräten. Ist der Stromspeicher aufgeladen und kein angeschlossener Verbraucher aktiv, wird der Strom in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet.