EnEV-Bewertung und Energieeffizienzlabel der Vitovalor 

Als politisches Instrument hat die Bundesregierung die Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) 2002 eingesetzt. Das Ziel: Bis zum Jahr 2050 soll ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Die in der Verordnung aufgeführten Maßnahmen sollen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Seit ihrer Einführung im Jahr 2002 regelt die sogenannte EnEV die energetischen Anforderungen an Gebäude. Daneben gibt es noch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das die Energieart für den Wärmebedarf in Neubauten regelt. So sind Gebäudeeigentümer dazu verpflichtet, den Wärmebedarf ihres Gebäudes zu einem Teil mit regenerativen Energien zu decken. Dabei stehen Gebäudeeigentümern mehrere Möglichkeiten zur Auswahl wie  Solarenergie, Erdwärme oder Biomasse. 

Alternativ ist die Abdeckung durch die Nutzung von hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wie etwa der Vitovalor möglich, wenn mindestens 50 Prozent der Wärme aus der Brennstoffzelle und nicht aus dem Spitzenlastkessel stammt. 

 


Erfülle ich mit der Vitovalor die EEWärmeG-Vorgaben?

In den meisten Einfamilienhäusern: ja. Die Bedingungen für die Vitovalor werden im § 7 Ersatzmaßnahmen, Absatz 1 b des EEWärmeG festgelegt. Demnach gilt die Pflicht als erfüllt, wenn Sie als Gebäudeeigentümer Ihren Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 50 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) decken. Die Abdeckungsrate für Wärme bei der Vitovalor liegt in der Regel bei über 50 Prozent, sofern kein zweites Heizsystem parallel betrieben wird. Von Letzterem ist ohnehin abzuraten, da ein zweites Heizsystem die Effizienz der Brennstoffzelle deutlich senken kann.

Was bedeuten die Energielabels A++ und A?

Seit einigen Jahren werden Elektrogeräte wie Fernseher oder Waschmaschinen mit einem sogenannten Energielabel versehen. Dazu gehören seit September 2015 auch neue Heizungen. Dabei handelt es sich um einen Aufkleber mit farblich gekennzeichneten Balken und den Buchstaben A++ bis D bzw. G. Anhand dieses Labels können Verbraucher gleich erkennen, wie effizient das jeweilige Gerät arbeitet. Die höchste Energieeffizienzklasse stellt der Buchstabe A++ dar, gefolgt von A+ und A. Das Schlusslicht bilden die Klasse D bzw. G. Wird ein Gerät in diese Energieeffizienzklasse eingestuft, ist eine zeitnahe Modernisierung empfehlenswert.

Auch die Vitovalor wird mit einem Label ausgeliefert. Besonders wirtschaftlich zeigt sich die Vitovalor PT2 bei der Wärmeerzeugung. Dort erreicht sie die Energieeffizienzklasse A++. Bei der Trinkwassererwärmung erreicht die Brennstoffzelle die Energieeffizienzklasse A+ (Zapfprofil XL). Das bedeutet, dass der Wirkungsgrad dem Stand der Technik entspricht. Die Vitovalor PA2 hat als Einzelgerät die Energieeffizienzklasse A+++.

Energielabel der Brennstoffzellenheizung - EnEV-Bewertung der Vitovalor PT2

Welche KfW-Energieeffizienzhaus-Standards erreiche ich mit der Vitovalor?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Bau von energieeffizienten Wohnhäusern mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Voraussetzung dafür ist ein möglichst geringer Energiebedarf, den Bauherren und Gebäudeeigentümer entweder durch bauliche und anlagentechnische Maßnahmen oder durch Einbindung erneuerbarer Energien erreichen können. Als Berechnungsgrundlage dient ein Referenzgebäude, das sogenannte KfW-Effizienzhaus, welches es in mehreren Einstufungen gibt, wie zum Beispiel 70, 55 und 40. Die Zahl beschreibt, wie viel Prozent an Primärenergie das betreffende Haus im Vergleich zum Referenzgebäude benötigt. Ein KfW-Effizienzhaus 55 verbraucht somit nur 55 Prozent der Energiemenge, die das Referenzhaus für dieselbe Wärmeleistung verwendet.

Wollen Sie den KfW-Standard ihres Gebäudes berechnen, müssen sie zunächst die sogenannten EnEV-Bewertungen ihrer Brennstoffzelle ermitteln. Da die Brennstoffzelle nicht im Gesetz aufgeführt ist, steht Ihnen das von der Initiative Brennstoffzelle entwickelte und an die Systematik der DIN V 18599-9 zur energetischen Bewertung von KWK-Systemen angeknüpfte Tool kostenlos zum Download zur Verfügung. Mit diesem Wert kann der Energieberater den KfW-Standard ermitteln. Neben dem Wert für die Vitovalor spielt der Dämmwert der Gebäudehülle eine wesentliche Rolle.

Den Link zum kostenlosen EnEV-Bewertungstool und der ausführlichen Anleitung finden Sie im Abschnitt Downloads Vitovalor.