Umgang mit Überspannungs- und Wasserschäden

Je nach Unwetter (z.B. Hochwasser oder Blitzschlag) und dem daraus entstandenen Schaden ist die entsprechende Versicherung (Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung oder in speziellen Fällen die Elementarversicherung) für die Schadensregulierung zuständig.

Zum richtigen Verhalten im Schadensfall gehören folgende Punkte:

  • Die Versicherung sollte schnellstmöglich informiert werden.
  • Der Schaden sollte gut dokumentiert werden, z.B. mit Fotos oder Videos.
  • Beschädigte Gegenstände sind aufzubewahren, da meist der Versicherer den Schadensfall vor der Regulierung begutachtet.

Ob ein Gegenstand ausgetauscht oder repariert werden muss, kann nur ein staatlich vereidigter Sachverständiger beurteilen. Dieser wird von den Versicherungen eingeschaltet. Zudem hängt die Entscheidung der Kostenübernahme von dem jeweiligen Versicherungsvertrag ab, beispielsweise müssen Überspannungsschäden bei den meisten Versicherungen separat abgeschlossen werden.

Viessmann kann in solchen Fällen nicht als Sachverständiger auftreten und daher auch keine defekten Bauteile prüfen. Auch Gutachten dürfen weder von Viessmann noch von der Heizungsfachfirma erstellt oder kommentiert werden. Die Heizungsfachfirma und Viessmann selbst können daher lediglich eine technische Empfehlung aussprechen. Wir empfehlen bei Schäden, die durch einen Blitzschlag bzw. Überspannungs- oder Wasserschaden verursacht werden, grundsätzlich alle spannungsführenden Bauteile auszutauschen.

Bei Schäden, die durch Feuchtigkeit entstehen, ist es möglich, dass die Regelung durch Oxidation und Verunreinigung nachhaltig beschädigt wird. Oftmals zeigen sich Probleme an einzelnen Bauteilen nicht sofort, jedoch kommt es zu einem späteren Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit zu Fehlfunktionen oder zum Ausfallen der Regelung. Im extremsten Fall kann es sogar zu einem Brand im Heizungsraum kommen. Auch das Trocknen der Bauteile schließt einen eventuellen Brand nicht aus. Um dieser Situation vorzubeugen, empfehlen wir auch hier alle elektrischen Komponenten, die mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind, auszutauschen.

Um Blitzschäden minimieren zu können, empfehlen wir folgende Blitzschutzarten:

  • Grob-Schutz => Gebäudehülle
    Äußerer Schutz, z. B. durch Blitzableiter, gegen einen direkten Blitzeinschlag.
  • Mittel-Schutz => elektrische Anlage
    Innerer Schutz für die komplette elektrische Installation durch Blitzstromableiter. Dieser schützt vor direktem Blitzeinschlag und Überspannungen durch elektromagnetische Felder. Im schlimmsten Fall kann ein Gerät auch dadurch zerstört werden. Diese Felder benötigen keinen Leiter (Kabel), sondern werden über die Luft übertragen, bzw. breiten sich über diese aus.
  • Feinschutz => einzelne Verbraucher, d.h. direkt am Gerät Feinschutz in den einzelnen Endgeräten gegen Überspannungen durch elektromagnetische Felder. Er leitet diese Störgrößen über einen Schutzleiter ab.

Die von uns hergestellten Regelungen erfüllen die Vorschriften und Normen zur Störfestigkeit und sind entsprechend geprüft.


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