KundenFinanzCenter der VR-Bank in Weißenhorn



Daten und Fakten

Standort: Herzog-Georg-Straße 18, 89264 Weißenhorn
Bauherr: VR-Bank Neu-Ulm / Weißenhorn e.G.
Architekt: Schuller & Tham Architekten, Augsburg
Bauzeit: März 2006 - September 2007
Grundstücksfläche: 4.800 qmGrundfläche: 1.150 qm
BGF: 3.500 qm
BRI: 15.400 cbm

Baukosten: 8,9 Mio. Euro

Architekten

Schuller & Tham Architekten BDA
Hans Schuller und Gerhard Tham
Gesundbrunnenstraße 3
86152 Augsburg
Tel. 0821-37057
Fax 0821-30668
www.schuller-tham.de

Projektarchitekt
Martin Schneid

Büroschwerpunkte
Kommunale Bauten, z. B. Schulen, Verwaltungsbauten, Pflegeeinrichtungen

Bürophilosophie
Das Architekturbüro Schuller + Tham besteht seit 1991 und deckt mit seinem Know-how ein breites Spektrum an kommunalen, gewerblichen und privaten Planungs- und Bauaufgaben ab. Schuller + Tham Architekten verstehen sich als Partner des Bauherrn, der sich durch Zuverlässigkeit und Innovation bei der Beratung, Entwicklung und Durchführung unterschiedlichster Planungs- und Bauaufgaben auszeichnen konnte.

zusammen mit den Projektpartnern
Dipl. Ing. Richard Schwarzländer
Hermann-Köhl-Str. 19
89284 Pfaffenhofen a. d. Roth
Tel. 07302-919055
Fax: 07302-919050

Dipl. Ing. Hermann Spiegler
Volkertshofener Str. 1 b
89284 Pfaffenhofen a. d. Roth
Tel. 07302-919160
Fax 07302-919162

Projektsteuerung
VR-Bauregie GmbH
Baumanagement I
Hauptstraße 131-137
D-65760 Eschborn
Tel. 06196-994115
Fax 06196-994198

Fachplaner

Fachplanung HLS
HWP-Planungsbüro für Technische Gebäudeausrüstung GmbH
Talstraße 4
89264 Weißenhorn
Tel. 07309-41834

Fachplanung Tragwerk
Ing.-Büro für Baustatik
Alfred Dirr
Östl. Promenade 17
89264 Weißenhorn
Tel. 07309-3836
Fax 07309-7705

Fachplanung ELT
Conplaning GmbH
Herr Gerhard Mayr
Am Weiher 2
89312 Günzburg
Tel. 08221-9643330
Fax 08221-96433315
www.conplaning.de

Fachplanung Brandschutz
TÜV Industrie Service GmbH
TÜV SÜD Group
Herr Matthias Thuro
Benzstrasse 17
89079 Ulm
Tel. 0731-4915227
Fax 0731-4915350
www.tuev-sued.de

Fachplanung Inneneinrichtung
3xBankprojekt GmbH
Münchener Strasse 18
64521 Groß-Gerau
Tel. 06152-98070
Fax 06152-980725
www.bankprojektierung.de


Entwurfsaufgabe

Ein Neubau war längst überfällig: als größte Genossenschaftsbank im bayer­ischen Landkreis Neu-Ulm musste die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn bis 2007 auf eine repräsentative Hauptstelle für den Kundenservice verzichten. Das bisher genutzte Gebäude aus dem Jahr 1965 bot schon lange nicht mehr allen Mitarbeitern Platz. Ganze Abteilungen mussten in verschiedene Gebäude ausgelagert werden, darüber hinaus gab es keinen geeigneten Raum für große Versammlungen. Auch der Kundenservicebereich entsprach nicht mehr den gewünschten Vorstellungen.

Aus diesem Grund lud die Bank sechs Büros aus dem süddeutschen Raum zu einem beschränkten Wettbewerb ein. An dem neuen Standort, einem Eckgrundstück unweit des bisherigen Standortes, wünschte man sich ein Gebäude mit einer großen „Markthalle“ für den Kundenverkehr sowie einem angenehmen Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter. Als Sieger aus dem Plangutachten im November 2004 ging das Büro Schuller & Tham aus Augsburg hervor. Baubeginn war im März 2006. Nach einer Bauzeit von anderthalb Jahren wurde das Gebäude im September 2007 eingeweiht.

Der Standort der neuen Hauptstelle befindet sich in einem städtebaulichen Sanierungsgebiet mit sehr heterogener Bebauung. Ein alter Bahnhof, Lagerhallen, eine Tankstelle sowie vor- und nachkriegszeitliche Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern prägen die Umgebung. Auf dem Grundstück selbst war ehemals eine Mischbebauung aus Gewerbe und Wohnen vorhanden. Da für das Gebiet kein Bebauungsplan besteht, gehörte eine stadtplanerische Vision zur Aufwertung des angrenzenden Geländes ebenfalls zur Entwurfsaufgabe. Das einzige bestehende Gebäude auf dem Grundstück der Bank wurde teilweise abgebrochen und bietet nun der Immobilienabteilung Platz.



Projektbeschreibung

Zwischen dem KundenFinanzCenter und dem Bestandsgebäude entstand ein Stadtraum mit verbindender Funktion zwischen neuer und bestehender Bebauung.

Raumhohe Fensteröffnungen gliedern die Fassade des kompakten, dreigeschossigen Baukörpers. Aus der Flucht der sandfarbenen Ziegelplattenfassade treten lediglich die gläsernen Treppenhäuser sowie der Windfang der Kundenhalle hervor, die sich mit einer gebäudehohen Verglasung zum nördlichen Vorplatz hin öffnet.

Um die Eingangshalle gruppieren sich im Erdgeschoss der Empfang, der Kassenbereich mit Tresor sowie Kundenberaterbüros. Die Erschließung der beiden oberen Stockwerke erfolgt über ein Treppenhaus und einen gläsernen Aufzug direkt aus der Kundenhalle. Ein zweites Treppenhaus und ein weiterer Aufzug im östlichen Gebäudeteil sind den Mitarbeitern vorbehalten. Der Empfang und das Sekretariat für die Beratungsbüros im ersten Obergeschoss sind in einem gläsernen Oval auf einer Galerie über der Kundenhalle angesiedelt. Während den Wartezeiten bietet ein Holzdeck den Kunden einen Blick über das Geschehen in der Halle. Eine sieben Meter hohe Wand aus grob behauenem Naturstein, auf der Wasser herabrinnt, ist gleichzeitig Blickfang und Raumluftbefeuchter im Eingangsbereich. Damit Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten die Bankautomaten nutzen können, wird der Eingangsbereich unter der Galerie nachts mit einer vollautomatischen Glaswand abgetrennt.

Neben den Beraterbüros, die hauptsächlich nach Süden und Westen orientiert sind, befinden sich im ersten Stockwerk die Zimmer für den Vorstand sowie zwei Konferenzräume. Im zweiten Obergeschoss konnte der dringend benötigte Veranstaltungssaal realisiert werden. Der mehr als zweihundert Quadratmeter große Raum bietet Platz für bis zu 190 Personen und kann durch verschiebbare Trennwände in zwei kleinere Räume unterteilt werden. Das groß­zü­gige Foyer vor dem Veranstaltungssaal dient als Verkehrsfläche im zweiten Obergeschoss. Hier befinden sich außerdem eine Küche und Cafeteria für die Mitarbeiter sowie weitere Büros und die Telefonzentrale. Foyer und Cafeteria haben jeweils Zugang zu der nach Süden orientierten Loggia. Insgesamt bietet das KundenFinanzCenter sechzig Arbeitsplätze.
 


Baukonstruktion

Tragwerk

Das unterkellerte Gebäude ist auf einer 45 Zentimeter starken Bodenplatte aus Stahlbeton gegründet, wobei das Untergeschoss als weiße Wanne mit einer umlaufenden, sechs Zentimeter starken Perimeterdämmung ausgebildet ist. Über dem Keller erfolgt die Anbindung an die bestehende Tiefgarage für Mitarbeiter.

Das Primärtragwerk besteht aus 25 Zentimeter dicken Stahlbetonwänden, Außen­wandpfeilern und inneren Rundstützen mit 30 bis 35 Zentimetern Durchmesser, sowie Stahlbetondecken. Die Stützen sind in einem Raster von 5,0 bis 6,25 Metern angelegt. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über die Treppenhäuser und die Außenwände. Alle massiven Bauteile werden zur thermischen Bauteilaktivierung herangezogen, in den Stahlbetondecken und -wänden verlaufen Kunststoffrohre zur Heizung und Kühlung des Gebäudes. Die nichttragenden Innenwände sind als Systemtrennwände mit verglasten Anteilen auf dem Doppelboden aufgestellt. Grundsätzlich gibt es keine besonderen Maßnahmen für den Schallschutz. Lediglich im Vorstands- und Konferenzbereich sind die Trennwände als Vollkernplatten ausgeführt. In den Flurbereichen gibt es abgehängte Decken mit Akustiklochung, um die Schallabsorption zu verbessern.

In der Kundenhalle und den Treppenhäusern wurden fein geschliffene Natursteinbeläge verlegt. In den Büros liegen wegen ihrer schalldämpfenden Wirkung Teppichböden. Ein Fertigparkett aus Räuchereiche, einem einheimischen Hartholz, kam auf dem Holzdeck über der Kundenhalle sowie im Foyer und dem Veranstaltungssaal im zweiten Obergeschoss zur Anwendung. Die Holzdielen der Loggia sind dagegen aus Lärchenholz.

Fassade

Die Außenwände des Gebäudes sind mit einer zehn Zentimeter dicken Mineralfaserdämmung der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 umgeben, die vorgehängte Ziegel-Systemfassade ist hinterlüftet. Die Luftzirkulation zwischen Dämmung und Bekleidung sorgt dafür, dass anfallende Feuchte abgeführt wird. So beugt man einerseits Bauteilschäden durch Feuchteeinwirkung vor und stellt gleichzeitig ein angenehmes Innenraumklima sicher.

Die Verglasungen in der Kundenhalle sowie den Treppenhäusern sind als Pfosten-Riegel-Konstruktion in Holz/Alu beziehungsweise Stahl ausgeführt. Sämtliche Fenster sind Holz/Alu-Verbundfenster: auf der Rauminnenseite Holz, auf der Außenseite Aluminium. Die Fensterrahmen „verschwinden“ größtenteils hinter der Plattenbekleidung. Zusammen mit den außenliegenden Glasbrüstungen erscheinen die Fensteröffnungen so als rahmenlose Glasflächen und verstärken den offenen Gesamteindruck des Gebäudes. Als Sonnenschutz in den Aufenthaltsräumen dienen elektrisch betriebene, außen liegende Lammellenstores, die manuell geregelt werden können.

Dach

Analog zu den drei Nutzungen des Obergeschosses wurden unterschiedliche Dachformen gewählt: Über dem Büro- und Flurbereich im zweiten Obergeschoss bildet eine Stahlbetondecke mit einer hinterlüfteten Blechdachkonstruktion den Raumabschluss. Die zwanzig Zentimeter dicke Dämmschicht besteht aus Mineralwolle. Die massive Decke enthält Kühl- und Heizschlangen zur thermischen Bauteilaktivierung.

Ein Blechdach kommt auch über dem Veranstaltungssaal zum Einsatz, allerdings wurde hier statt der Stahlbetondecke eine Holz-Stahl-Konstruktion eingesetzt, auf der eine zusätzliche Dampfsperre aufliegt. Im Veranstaltungssaal und in den Fluren wurden abgehängte Decken eingebaut.

Die gebäudehohe Kundenhalle wird durch eine Stahl-Glas-Konstruktion zusätzlich belichtet. In der Mitte des Daches verläuft eine begehbare Flachdachrinne; über darin eingebaute Abläufe erfolgt die Entwässerung der Dachfläche. In diesem Bereich ist das Dach als Umkehrdach ausgebildet. Bei dieser Flachdachkonstruktion liegt die Dachabdichtung nicht über, sondern unter der Dämmschicht. Dadurch ist die Abdichtung einer geringeren thermischen Bean­spruchung im Jahresverlauf ausgesetzt und länger funktionstüchtig.


Interview

mit Architekt Hans Schuller


Was hat Sie an der Entwurfsaufgabe besonders gereizt?
In der vorhandenen, bunt gemischten Umgebung das richtige Maß und den richtigen Baukörper zu finden. Ferner war es uns wichtig, die zentrale Kundenhalle stets als publikumswirksame Mitte zu formulieren, die den Innenraum mit dem Außenraum verknüpft.

Das KundenFinanzCenter liegt in einem städtebaulichen Sanierungsgebiet mit einer sehr heterogenen Bebauung und einigen Brachflächen. Wie kann das Gebäude als Impulsgeber für eine positive Entwicklung des Gebietes dienen?
Es gibt eine klare Höhenentwicklung für das Quartier vor. Der neue Vorplatz kann Anlaufstelle und Verteiler für neue Bebauungen in der direkten Umgebung sein. Außerdem setzt der neue Bankenstandort auch nutzungsspezifisch einen neuen Qualitätsstandard.

Wie wichtig waren dem Auftraggeber umweltfreundliche und energieeffiziente Ausführung und Bewirtschaftung des Gebäudes?
Für energetische und ökologische Aspekte war die Bauherrschaft stets aufgeschlossen und hat den gemeinsamen Dialog unterstützt. Energieeffizienz war daher von Anfang an ein wichtiges Thema, das die Diskussion in den Bereich Niedrigenergieplanung führte. Ökologie wollte der Bauherr nicht nur in seiner Vorbildfunktion für seine Kundschaft sehen, sondern ebenso als ganzheitlichen Aspekt für die Mitarbeiter.

Zur Wärmeerzeugung dient eine Wärmepumpe mit Grundwassernutzung, Heizung und Kühlung erfolgen über thermische Bauteilaktivierung. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen Maßnahmen bereits in anderen Gebäuden gemacht?
Eine wichtige Voraussetzung war stets die Bereitschaft des Bauherren, denn dieser muss mit seinem Nutzerverhalten auf die Anforderungen der Niederenergietechnik antworten. Wenn sich so manche „Lüftungsgewohnheiten“ erst einmal eingespielt haben, dann können sich mit einem solchen Energiekonzept sehr gute Ergebnisse erzielen lassen.



Presseschau

Print:

- Südwest Presse, 17.09.2007: Ruhe und Licht für gute Geschäfte
- Neu-Ulmer Zeitung, 17.09.2007: Bauzeit: Anderthalb Jahre und eine Mehrwertsteuererhöhung
- Neu-Ulmer Zeitung, 15.09.2007: Weißenhorner VR-Bank sorgt für Wohlfühlambiente in ihrem Neubau

Technischer Ausbau

Wärmeversorgung

Um Ressourcen und Energiekosten zu sparen, entschieden sich die Planer für den Einsatz einer Wärmepumpe mit Grundwassernutzung. Dabei wird die Wärme dem Grundwasser entzogen, durch einen Wärmetauscher auf ein Trägermedium übertragen, dem Heizkreislauf des Gebäudes zugeführt und das abgekühlte Wasser anschließend wieder ins Grundwasser zurückgeführt. Als Trägermedium dient hierbei eine Wasser/Ethylenglykol-Mischung. Nach demselben Prinzip funktioniert auch die Kälteversorgung des Gebäudes über einen zweiten Wärmetauscher. Die Nutzung von Wärmeenergie aus dem Grundwasser hat den Vorteil, dass die zur Verfügung stehende Energiemenge keinen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist.

Die Grundwasserförderung erfolgt über drei Brunnen auf dem südlichen Grundstücksbereich. Über zwei sogenannte Schluckbrunnen im Norden des Grundstücks wird das Grundwasser wieder in den Untergrund eingeleitet. Diese Brunnen sollten immer flussabwärts des Grundwasserstromes in einer möglichst weiten Entfernung zum Entnahmebrunnen liegen, um eine Rückzirkulation auszuschließen.

Zur Wärmeerzeugung dient die zweistufige Wasser/Wasser-Wärmepumpe Vitocal 300 mit einer Nenn-Wärmeleistung von cirka 100 kW von Viessmann. Der Gas-Brennwertkessel Vitocrossal 300 (Nenn-Wärmeleistung 66 kW) wird zur Warmwasserbereitung und als zusätzliche Betriebssicherheit bei eventuellen Spitzenlasten eingesetzt. Der Speicher-Wassererwärmer Vitocell 300-V mit 200 Litern Speicherinhalt sorgt für einen ausreichenden Vorrat an warmem Wasser.

> Produktinfos Wasser/Wasser-Wärmepumpe Vitocal 300
> Produktinfos Gas-Brennwertkessel Vitocrossal 300
> Produktinfos Warmwasserspeicher Vitocell 300-V

Heizung und Kühlung

Das Konzept für die Heizung und Kühlung des Gebäudes setzt sich aus den Hauptkomponenten thermische Bauteilaktivierung, auch Betonkernaktivierung genannt, und dem Einsatz von Induktionskonvektoren zusammen.

Um eine Bauteilaktivierung effektiv nutzen zu können, wird zum einen eine große Fläche und zum anderen eine große Masse an wärmespeicherfähigen Bauteilen benötigt. Der großflächige, gleichmäßige Temperaturaustausch zwischen den Speichermassen und der Raumluft wird von den Nutzern als deutlicher Komfortgewinn empfunden. Je größer die Speicherflächen sind, desto geringer sind die Temperaturschwankungen im Raum und desto höher ist die Behaglichkeit. Deshalb gibt es im KundenFinanzCenter eine große Anzahl an massiven Stahlbetonwänden und -decken. Darin sind Kunststoffrohrleitungen zum Heizen und Kühlen verlegt.

Vor den Fenstern wurden Induktionskonvektoren im Hohlraumboden eingebaut. Sie werden mit aufbereiteter Außenluft, der sogenannten Primärluft, aus der Zentrallüftungsanlage versorgt. Die Primärluft wird mit angesaugter Raumluft – der Sekundärluft – vermischt, über die eingebauten Heiz- und Kühlregister erwärmt oder gekühlt und dem Raum zugeführt. Unterhalb der Decke wird die verbrauchte Luft wieder abgeführt. Dieses System ist in jedem Raum individuell steuerbar. Bei geöffneten Fenstern schließen die Ventile der Lüftungsanlage automatisch.

Die Arbeitsplätze in der hohen Kundenhalle verlangten nach einer zusätzlichen, punktuellen Beheizung. Deshalb wurde an den betreffenden Stellen eine individuell steuerbare Fußbodenheizung verlegt.

Lüftung

Die Zuluft wird in einem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung zentral aufbereitet und mit einer konstanten Temperatur von etwa 18 bis 20 Grad den Räumen zugeführt. Angesaugt und ausgeblasen wird die Zu- beziehungsweise Abluft an der südöstlichen Gebäudeecke über Edelstahlrohre. Im Hohlraumboden der Geschosse verlaufen die Zuluftkanäle für die Induktionskonvektoren, die Abluftkanäle wurden in die abgehängten Flurdecken integriert.

Im Veranstaltungssaal im zweiten Obergeschoss übernimmt die Lüftungsanlage sowohl Heizung und Kühlung als auch Lüftung. Die Entlüftung der Sanitärräume ist von der Lüftungsanlage abgekoppelt, sie funktioniert über Einzelraumlüfter mit Bewegungsmeldern, die in der abgehängten Decke installiert sind. Das Untergeschoss wird über einer separate Be- und Entlüftungsanlage mit Frischluft versorgt und beheizt.

Autor: Carolin Groß