Heizcontainer


Heizsysteme für Quartiere im Container: schlüsselfertig und kostengünstig

Heizsysteme in Containern sind die ideale Lösung für kleinere Wohn- und Gewerbequartiere, für die kein Kesselhaus geplant ist oder die Baukosten minimiert werden müssen. In einem handelsüblichen Container vorinstallierte Wärmeerzeuger mit entsprechendem Zubehör sind die geeignete Lösung. Individuell lassen sich die Container an jeden Bedarf anpassen.

Containerheizung mit Biomasse

Containerheizung mit Biomasse

Für den Betrieb mit Biomasse (Pellets, Hackschnitzeln) empfiehlt sich etwa der kompakte Vitoflex 300-RF. Mit seiner patentierten Rotationsfeuerung ist der Kessel auf dem neuesten Stand der Technik. Eine Einschubschnecke führt Pellets, Hackschnitzel oder Späne kontinuierlich auf einen bewegten Rost, auf dem der Brennstoff effizient vergast wird.

Zur bestmöglichen Nutzung der verfügbaren Aufstellfläche wird die Brennstoffbevorratung mit einem zweiten Container realisiert. Dieser wird auf den bodenstehenden Heizcontainer aufgesetzt. Der Brennstoff fällt durch ein Fallrohr in die Zuführschnecke des Kessels. Eine aufwendige Fördertechnik ist für diese Lösung nicht notwendig.

Die bewährte Verbrennungstechnik des Vitoflex 300-RF erzielt ähnliche Emissionswerte wie eine moderne Gasfeuerungsanlage und hält brennstoffabhängig die Abgabe von CO2, NOx und Staubpartikeln auf einem Minimum.

Im Heizcontainer BHKW und Gas-Heizkessel kombinieren

Eine Alternative zur Biomasse ist die Kombination aus Blockheizkraftwerk (BHKW) und Gas-Heizkessel – beide mit Erdgas oder alternativ mit Biogas betrieben.

In den Sommermonaten reicht die vom BHKW erzeugte Wärme aus, um ein kleines Nahwärmenetz eines Betriebes oder einer Kommune mit der notwendigen Grundlast zu versorgen. Bei geringen Temperaturen liefert ein Niedertemperatur-Gas-Heizkessel die benötigte Spitzenlast und dient als Redundanz. Dieser Heizkessel kann ebenfalls mit Erdgas oder Biogas betrieben werden.

Containerheizanlage – BHKW und Gas-Heizkessel kombinieren
Heizcontainer können individuell ausgestattet und lackiert werden

Vorteile von Containerheizanlagen

●  Einfache Bereitstellung eines Energiesystems für Gewerbe und Industrie
●  Effiziente Lösung für Quartierskonzepte
●  Ideal für zeitlich begrenzte Wärmeversorgung, z. B. während Heizungsmodernisierung
●  Kostengünstigere Lösung als eine hausinterne Energieanlage
●  Schallentkopplung durch externe Aufstellung
●  Schlüsselfertige Lieferung und schnelle Anbindung an das Wärmenetz
●  Einfache Anlieferung von Brennmaterial fürBiomassekessel

Die Container können individuell ausgestattet und in jeder RAL-Farbe lackiert werden.

Containerlösungen zur Wärme- und Stromversorgung von Kommune und Gewerbe

Wirtschaftliche Lösungen für Kommune und Gewerbe sind Systeme zur gleichzeitigen Wärme- und Stromerzeugung. Viessmann liefert leistungsstarke und schlüsselfertige Containerlösungen mit kurzer Installationszeit. Sie sind insbesondere auf den Betrieb mit regenerativen Energieträgern zugeschnitten.

Umweltfreundlich mit Biogas

Das zentrale Aggregat ist ein Blockheizkraftwerk zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom. Es kann besonders umweltfreundlichauch mit Gas aus einer naheliegenden Biogasanlage betrieben werden. Möglich ist ebenfalls der Betrieb mit Biomethan aus dem öffentlichen Erdgasnetz. Bei Bedarf ist die Kombination mit fossilen Energieträgern (hauptsächlich zur Abdeckung der Spitzenlast) möglich.

Containerlösung – flexible Ausstattung und Aufstellung

Flexible Ausstattung und Aufstellung bei geringem Platzbedarf

Für jede Containerlösung ist eine flexible Ausstattung und Aufstellung möglich:

●  Zwei Container übereinander, die obere Box kann als Brennstofflager für Pellets dienen
●  Direkt nebeneinander stehende Container, deren Seitenwände geöffnet werden
●  Im rechten Winkel zueinander aufgestellte Container. Diese Lösung ist bei Anlagen mit Biomassekesseln besonders effektiv. Für die Lagerung und Zuführung der Biomasse dient ein Container mit Schubboden. Mittels Förderschnecke wird der Brennstoff auf kurzem Weg zum Biomassekessel transportiert.

Abbildung: Containerheizanlage mit Biomassefeuerung. Für diese Lösung werden zwei Standardcontainer miteinander verbunden.

Bioenergie Wettesingen: Spitzenlastkessel im Container

Bereits seit 2007 ist die Biogasanlage der BBB Biogas Breuna GmbH & Co. KG in Betrieb. Zunächst wurde mit dem erzeugten Biogas ein Blockheizkraftwerk betrieben. Der erzeugte Strom wurde wie heute auf Basis des EEG vergütet und in das öffentliche Stromnetz eingespeist; die überschüssige Wärme blieb jedoch weitestgehend ungenutzt.

Erst seit dem Betrieb eines Nahwärmenetzes durch die Wettesinger Energiegenossenschaft eG wird die anfallende Wärmeenergie aus dem bestehenden Blockheizkraftwerk vollständig für die Beheizung der Wettesinger Haushalte genutzt. Im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus wurde das System zuletzt durch eine Containerheizanlage mit Viessmann Niedertemperatur-Heizkessel Vitoplex 200 zur Vewendung von Biogas ergänzt.

Vitoplex 200 wurde bereits werkseitig im Container montiert; dieser musste nur noch auf das vorbereitete Fundament aufgesetzt werden. Zur Inbetriebnahme mussten lediglich noch Leitungen für Biogas, Strom und Warmwasser angeschlossen werden.

Bioenergie Wettesingen: Spitzenlastkessel im Heizcontainer
Heizcontainer mit zwei Blockheizkraftwerken

Krankenhaus deckt Strombedarf bis zu 40 Prozent aus eigener BHKW-Anlage im Container

Das Städtische Krankenhaus Pirmasens hat sich aufgrund der Einsparpotenziale beim Strombezug für eine Containerheizanlage mit zwei Blockheizkraftwerken entschieden. Für den Betrieb wird Erdgas benötigt; möglich ist aber auch der Anschluss an eine Biogasanlage. Die beiden BHKW produzieren mit 2,1 GWh rund 40 Prozent des von der Klinik benötigten Stroms in Höhe von insgesamt 4,7 GWh.

Erzeugte Wärme wird gutgeschrieben

Die kontinuierlich anfallende Wärme wird an den Rücklauf des Fernwärmenetzes abgegeben und bilanziell gutgeschrieben. Dazu weisen Wärmemengenzähler die erzeugte, vom Krankenhaus benötigte und in das Wärmenetz eingespeiste Energie aus. Die Planungs- und Lieferzeit der Containerheizanlage betrug lediglich vier Monate.