Strom und Wärme wachsen zusammen

Rund 18 Prozent der Einfamilien-Fertighäuser in Deutschland werden als Effizienzhaus 40 Plus ausgeführt. Bei Hochrechnung auf insgesamt ca. 100 000 fertiggestellte Einfamilienhäuser in Deutschland pro Jahr ergeben sich somit etwa 18 000 Einheiten im Effizienz 40 Plus Standard. Zudem stellt der Mehrfamilienhaussektor einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die regionale Wertschöpfung dar.

Sowohl im Einfamilienhaus-Segment wie auch im Mehrfamilienhaussektor kommen Energietechnikpakete aus Wärmepumpe, Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagement-System als Contracting-Modell zum Einsatz, wobei der Wegfall der Residualstrommenge durch die Wertschöpfung aus der Contracting-Leistung kompensiert werden kann.

Die Mehrkosten für ein Effizienzhaus 40 Plus werden durch den KfW-Tilgungszuschuss von 15 000 Euro weitestgehend kompensiert. Besonders attraktiv ist die KfW-Förderung für den Geschosswohnungsbau. So fließen zum Beispiel für ein Haus mit 10 Wohneinheiten 150 000 Euro Zuschuss.

Viessmann bietet alle erforderlichen Komponenten wie Wärmepumpe, Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagement-System aus einer Hand. Somit steht ein einziger Anbieter für das gesamte Energiekonzept zur Verfügung.


KfW-Effizienzhaus 40 Plus im Einfamilienhaus- Segment

Energieautarkie im Einfamilienhaus

Leben im selbstbestimmten Wohnumfeld spielt für den Erwerb von Wohneigentum eine entscheidende Rolle. Dabei gilt die Unabhängigkeit der Bewohner als ausschlaggebender Faktor für hohe Lebensqualität. Für diejenigen, die Energieautarkie anstreben, entwickeln sich effiziente Technologien im gekoppelten Strom- und Wärme-Markt zum wesentlichen Bestandteil häuslicher Energieversorgung.


Energie-Management-System

Das Energie-Management-System von Viessmann

Höchste Energieeffizienz bei geringsten Energiekosten – das ist das Grundprinzip des Energie-Management-Systems von Viessmann. Voraussetzung dafür ist die digitale Vernetzung aller Komponenten im System. Schnell und unkompliziert lassen sich ganzheitliche Energiesysteme zur Bereitstellung von Strom, Wärme und Frischluft realisieren. Im Mittelpunkt stehen die Optimierungs- und Prognosefunktionen des EMS. Sie ermöglichen es dem Nutzer, hohen Eigenverbrauch, geringe Energiekosten und niedrige CO2-Emissionen zu realisieren. Das Energie-Management-System garantiert den intelligenten Betrieb und schafft Transparenz von Energieflüssen, Energieverbrauch und Energiekosten.



Das Mieterstrom-Modell für Stadtwerke und Energieversorger

Neue Geschäftsfelder rund um das Kerngeschäft

Bei sogenanntem Mieterstrom handelt es sich um lokal erzeugten Strom, der mit Hilfe eines Blockheizkraftwerks oder einer Photovoltaik-Anlage generiert und an die Mieter des jeweiligen Wohn- oder Gewerbeobjektes geliefert wird. Diese Stromlieferung unterliegt in vollem Umfang der EEG-Umlage. Von den Mietern nicht genutzter Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet oder für den späteren Bedarf gespeichert werden. Da Mieterstrom in unmittelbarer Nähe zum Miet-Objekt produziert wird, muss er nicht über das öffentliche Stromnetz transportiert werden. Deshalb entfallen Netzentgelte, Stromsteuer und die sogenannte Konzessionsabgabe. Das macht das Mieterstrom-Modell für alle beteiligten Akteure wirtschaftlich interessant.

Die Vorteile für Stadtwerke und Energieversorger liegen klar auf der Hand: Das Mieterstrom-Modell bietet die Chance zur Erschließung neuer Geschäftsfelder und dient als zusätzliche Erlösquelle: So kann das Kerngeschäft des Strom-Vertriebs etwa durch Übernahme von Reststromlieferungen sowie das Kerngeschäft des Gas-Vertriebs durch langfristige Wärmelieferverträge im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Blockheizkraftwerks abgesichert werden. Das Geschäftsmodell der Strom- bzw. Gaslieferung kann dabei analog zum jeweiligen Contracting-Modell verfolgt werden. Zudem begünstigt das Mieterstrom-Modell die Absicherung des Messstellenbetriebs. Alle Maßnahmen dienen der langfristigen Kundenbindung und verschaffen dem Dienstleister entscheidende Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend umkämpften Markt.


Mieterstrom aus Kraft-Wärme-Kopplung oder Photovoltaik

Egal, ob der Mieterstrom mittels Blockheizkraftwerk oder Photovoltaik-Anlage erzeugt wird, Viessmann liefert alle Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand.


Neue Absatzkanäle für den Strom-Vertrieb

Sektorkopplung eröffnet neue Vertriebswege

Die Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr ist bis zum Jahr 2040 vollständig mit erneuerbaren Energien zu decken, wenn das Ziel des Pariser Klimagipfels erreicht werden soll. Danach ist die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen, um die Folgen des Klimawandels in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Dazu ist bis zum Jahr 2040 eine Reduktion des energiebedingten Kohlendioxidausstoßes auf Null erforderlich.

Die Potenziale an Biomasse, Geothermie und Solarthermie sind in Deutschland jedoch begrenzt. Darum muss der größte Anteil künftiger Energieversorgung mit Strom aus Windkraft und Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden. Bei gleichbleibenden Verhaltens- und Konsummustern wird der Stromverbrauch daher von derzeit rund 600 TWh auf etwa 1300 TWh ansteigen. Voraussetzung sind ambitionierte Effizienzmaßnahmen. So muss der motorisierte Straßenverkehr bis zum Jahr 2025 fast vollständig elektrifiziert werden. Dafür ist die Produktion von Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselmotoren bis zu diesem Zeitpunkt einzustellen. Den Stadtwerken kommt im Zuge dessen eine neue Bedeutung zu, was die Umsetzung der Elektromobilität angeht. Neben sinkenden Absätzen von Residualstrom in Wohn- und Nutzgebäuden sowie von Gas im Wärmemarkt bietet die Elektromobilität eine bedeutende Erlösoption in Bezug auf regional erzeugten Strom.


Mit selbst erzeugtem Strom den PKW kostenlos aufladen

Elektromobilität schafft neue Geschäftsfelder

Über sein Partnerunternehmen DES, ein Joint Venture mit BMW, bietet Viessmann eine langfristig angelegte Infrastruktur mit Kundenbindungseffekten für das Kerngeschäft des Strom-Vertriebs, begleitet von verschiedenen Cross-Selling-Optionen rund um das Thema Mobilität an. Dazu zählen Car-Sharing-Modelle, eine Ladesäuleninfrastruktur sowie Kraft-Wärme-Kopplungs- und Photovoltaik-Anlagen für die Direktvermarktung von lokal erzeugtem Strom.