Sie suchen die passende Heizungsförderung? 

Hier finden Sie alle Informationen kompakt im Überblick

Wer in besonders energiesparende und umweltfreundliche Heiztechnik investiert, reduziert nicht nur die eigenen Kosten auf lange Sicht, sondern entlastet damit auch die Umwelt. Dabei können Sie zusätzlich von der Heizungsförderung profitieren. Die Zahl der Förderprogramme für eine neue Heizung ist groß. So gibt es unter anderem Förderungen von Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern. Auf Bundesebene sind die Anlaufstellen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Seit 2021 zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vereinheitlicht, lassen sich die Förderangebote als Zuschuss- und Kreditvariante beantragen.

Grundsätzlich gilt bei jeder Förderung für eine neue Heizung: Die Anträge sind vor der Durchführung der Maßnahmen bei den zuständigen Stellen einzureichen. Eine Ausnahme stellt der neue Steuerbonus für die Sanierung dar. Dieser lässt sich ausschließlich rückwirkend beantragen.


Wichtiger Hinweis: Anpassung der Förderung für Betroffene in Hochwassergebieten

Für Betroffene der Hochwasserkatastrophe 2021 wurden die Fördervoraussetzungen der BEG vorübergehend angepasst. Damit soll sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen der energieeffiziente Wiederaufbau erleichtert werden.

  • Vorhabenbeginn: Die Beantragung von Fördermitteln ist auch nachträglich möglich.
  • Wiederantrag: Wurden Anlagen und Bauten beschädigt, die bereits einmal staatlich gefördert wurden, kann auch innerhalb der Sperrfrist erneut eine Förderung über die BEG beantragt werden. Bereits erhaltene Fördermittel werden auch dann nicht zurückgefordert, wenn die Mindestnutzungsdauer aufgrund des Hochwassers nicht gegeben ist.
  • Kumulierung: Fördermittel der BEG und staatliche Mittel in Form von Fluthilfen können kombiniert werden. In diesem Fall wird die Förderung erst gekürzt, wenn eine Förderquote von maximal 80 Prozent der förderfähigen Kosten überschritten wird. 

Ob eine Betroffenheit vorliegt, prüfen die Fördermittelgeber (BAFA beziehungsweise KfW). Wichtiger Hinweis: Da Anträge von Betroffenen aus Hochwassergebieten bevorzugt bearbeitet werden, kann sich die Bearbeitungszeit anderer Anträge aktuell verlängern.     

 

Heizungsförderung als Teil des Klimaschutzprogramms 2030 

Die Heizungsförderung wurde als Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vereinheitlicht, um das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung im Gebäudesektor umzusetzen. Dazu gehören höhere Fördersätze für die energetische Sanierung. Bereits Anfang 2020 wurde eine Austauschprämie für Ölheizungen eingeführt. Grundsätzlich gilt, dass die bis Ende 2020 bekannten Förderangebote des BAFA und der KfW in eine einheitliche Richtlinie (BEG) überführt wurden. Seit 01.01.2021 sind die Förderangebote für Neubau und Sanierung demnach dreiteilig aufgebaut. Einzelmaßnahmen im Gebäudebestand fallen unter das Teilprogramm BEG EM. Dagegen sind Neubau- und Sanierungsvorhaben durch die Teilprogramme für Wohngebäude (BEG WG) sowie Nichtwohngebäude (BEG NWG) abgedeckt. Hier liegen Effizienzhausstandards zugrunde. Von der Neustrukturierung weitestgehend unberührt bleiben die Fördersätze. So wird der Austausch einer Ölheizung gegen eine umweltfreundlichere Variante (Holzheizung, Wärmepumpe, Gas-Hybridheizung) weiterhin mit zusätzlich 10 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst.

Insgesamt gibt es aktuell über zwölf Millionen Gas- und Ölheizungen, bei denen sich bereits heute eine Heizungsmodernisierung lohnt und für die umfangreiche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen.



Die Förderprogramme im Überblick

Fördermittel für die neue Heizung (Bild: © ITTIGallery / Shutterstock.com)

Die Förderprogramme für Heizsysteme sind vielfältig. Häufig treten Fragen auf, ob für die neue Anlage eine Förderung beantragt werden kann und wenn ja, welche. Um Ihnen einen Überblick zu geben, haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen zu den primären Anlaufstellen (KfW, BAFA und Finanzamt) zusammengestellt. 

Grundsätzlich ist bei der Heizungsförderung zwischen einem Kredit beziehungsweise Darlehen, einem einmaligen Zuschuss und einer Steuervergünstigung zu unterscheiden. Alle Angebote werden über das BAFA und die KfW abgewickelt. Der Steuerbonus ist über das Finanzamt abzurechnen.

Mit dem beschlossenen Klimaschutzpaket wurde ab 2020 die Förderung für moderne Brennwertgeräte abgeschafft. Gefördert werden in der Hinsicht nur noch Gas-Hybridheizungen – und zwar ausschließlich im Gebäudebestand.

Der Wechsel auf Systeme für erneuerbare Energien wird weiterhin gefördert. Das können unter anderem auch Kombinationen aus Brennwerttechnik mit Solarthermie oder Wärmepumpe sein. (Bild: © ITTIGallery / Shutterstock.com)


Voraussetzungen für die Fördermittel

Grundsätzlich kann jeder private Hauseigentümer, der eine Immobilie selbst nutzt oder vermietet, bei einer Heizungsmodernisierung oder bei einem Neubau eine Förderung in Anspruch nehmen. Welche Institution hier die richtige ist, entscheidet das Vorhaben. Für Einzelmaßnahmen gibt es Zuschüsse, die Sie über das BAFA beantragen können. Für Neubau und Sanierung gibt es Darlehen sowie Zuschüsse für Effizienzhäuser von der KfW. Für die Komplettsanierung gilt hier, dass der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige mindestens fünf Jahre zurück liegen muss. Eine weitere wichtige Voraussetzung für den Antrag bei der KfW ist weiterhin der Energieberater, den Sie für Ihr Vorhaben einbeziehen müssen. Ausgenommen sind der Heizungstausch und die Heizungsoptimierung. Hierfür wird es in Zukunft auch ohne Energieberater Fördermittel geben.

Öl-Heizungen werden nicht gefördert. Werden sie jedoch um einen erneuerbaren Wärmeerzeuger (Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpe) erweitert, kann letzterer gefördert werden. Des Weiteren bildet die Austauschpflicht nach GEG §72 Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen (früher: §10 der EnEV 2014) kein Ausschlusskriterium mehr für eine Förderung. 


Heizungsförderung durch das BAFA

Nach Änderung der Fördersätze und -bedingungen am Beginn des Jahres 2020 sind die bisherigen Förderprogramme zum Ende desselben Jahres vereinheitlicht und in eine Richtlinie überführt worden. Beim BAFA ist seit 02.01.2021 die Zuschuss-Förderung für Einzelmaßnahmen (BEG EM) verfügbar. Eigentümer von Gebäuden, die älter als fünf Jahre sind, bekommen Zuschüsse für den Heizungstausch, die Heizungsoptimierung, den Einbau einer Lüftungsanlage oder Arbeiten an der Gebäudehülle (neue Fenster, neue Türen, Dämmarbeiten). 

Bis zu 50 Prozent Förderung für Anlagen in bestehenden Gebäuden: Die Grundförderung für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien beträgt 35 Prozent. Wer seine Ölheizung durch eine neue Heizung ersetzt, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzt, bekommt 45 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Bei Gas-Hybridheizungen beträgt der Fördersatz 40 Prozent. Wird keine Ölheizung ersetzt, beträgt der Fördersatz bei einer Solaranlage sowie Gas-Hybridheizung 30 Prozent. Bei Biomasseanlage, Wärmepumpen sowie Erneuerbarer-Energien-Hybridheizung liegt die Förderung bei 35 Prozent (für Biomasseheizungen zuzüglich des fünf Prozent Bonus bei Einhaltung gewisser Feinstaub-Grenzwerte).

Fünf Prozent Bonus für individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP): Im Rahmen der BEG-Förderung 2021 gibt es die Möglichkeit, durch Einreichung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) zusätzlich fünf Prozent Förderbonus zu ergattern. Je nach Einzelfall lässt sich dadurch eine maximale Förderhöhe von 55 Prozent erreichen.


Die Förderprogramme der KfW

Ähnlich wie beim BAFA hat sich auch bei der KfW einiges geändert. Die Heizungsförderung in Form von Einzelmaßnahmen gibt es hier noch als Kredit-Förderung. Lediglich die Förderung für Brennstoffzellenheizungen über das Programm 433 ist weiterhin gültig. Im Gegenzug dazu bietet die KfW bei vielen ihrer Produkten bessere Konditionen in Form von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen an. Ein Mehrwert bilden dabei die neu eingeführten EE- und NH-Klassen für den Effizienzhaus-Standard.

Haus und Wohnung energieeffizient bauen und sanieren – Kredit 261 / 262

Möchten Sie die Sanierung, den Kauf oder den Neubau eines Effizienzhauses über einen Kredit fördern lassen, sollten Sie diesen im Rahmen des Programms 261/262 beantragen. Das Programm ermöglicht einen Kredit von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit für ein Effizienzhaus und bis zu 60.000 Euro je Wohneinheit für eine energetische Einzelmaßnahme. Zusätzlich ist jeweils eine Förderung für die Fachplanung und Baubegleitung möglich. Das Programm umfasst auch Einzelmaßnahmen, die nicht zum Effizienzhaus-Standard führen.

Haus und Wohnung energieeffizient bauen und sanieren – Zuschuss 461

Für eine Komplettsanierung, den Neubau und den Kauf eines Effizienzhauses können Sie über das Programm 461 eine Zuschuss-Förderung bei der KfW beantragen. Der Sanierungszuschuss beträgt bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit. Für den Bau gibt es einen Zuschuss von bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit. Einzelmaßnahmen werden in diesem Programm nicht bezuschusst. Diesen bekommen Sie nur im Rahmen BEG EM über das BAFA (siehe oben).

 

 

Steuerbonus vom Finanzamt 

Alternativ zu den Mitteln von BAFA und KfW ist seit Januar 2020 auch ein neuer Steuerbonus verfügbar. Nutzen Sie diesen, etwa für die Heizungsmodernisierung oder für Dämmarbeiten am Haus, erlässt das Finanzamt 20 Prozent Ihrer Einkommensteuerlast. Die steuerliche Förderung ist auf 40.000 Euro begrenzt und über einen Zeitraum von drei Jahren zu verteilen. Die technischen Anforderungen gleichen denen von BAFA und KfW. Voraussetzung ist, dass Sie als Antragsteller selbst im mindestens 10 Jahre alten Haus leben.

Das Besondere: Erfüllen Sie alle Vorgaben, können Sie die Förderung nachträglich über Ihre Einkommensteuererklärung beantragen. Haben Sie den Antragszeitpunkt für BAFA- und KfW-Mittel verpasst, steht Ihnen damit eine Alternative zur Verfügung.

Erreichen Sie die Anforderungen der Fördergeber nicht, können Sie 20 Prozent der Handwerkerkosten steuerlich geltend machen. Pro Jahr erlässt das Finanzamt dabei bis zu 1.200 Euro Ihrer Einkommensteuerschuld. Auch hier erfolgt die Antragstellung nachträglich über Ihre Einkommensteuererklärung.


E.ON WärmeBonus und 5 Jahre Garantie von Viessmann

In Kooperation mit E.ON kommen Sie bei der Modernisierung Ihrer Heizungsanlage in den Genuss einer einmaligen Bonuszahlung von bis zu 350 Euro* (als Gutschrift auf Ihre nächste Erdgasrechnung). Im Aktionszeitraum vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 muss dafür ein neues Viessmann Heizsystem installiert und in Betrieb genommen werden.

●  Gas-Brennwert-Heizsystem (Vitodens 200/300er-Serie oder Vitocrossal 300) oder
●  Gas-Brennwert-Heizsystem (Vitodens 200/300er-Serie oder Vitocrossal 300) mit Solarthermie Vitosol 100-FM/200-FM/200-TM oder
●  Gas-Hybrid-Kompaktgerät Vitocaldens 222-F

Wer seine neue Heizung über die integrierte WLAN-Schnittstelle Connectivity Inside oder die Internet-Schnittstelle Vitoconnect online schaltet, erhält außerdem eine erweiterte Garantie von 5 Jahren. Per ViCare App ist dann eine einfache und komfortable Regelung der Heizungsanlage über das Internet möglich.

Der Anspruch auf den WärmeBonus setzt einen aktiven, ungekündigten Erdgasvertrag mit E.ON voraus. 

*Die Höhe des E.ON WärmeBonus ist abhängig vom neu installierten Viessmann Heizsystem.

Alle Infos zur Aktion auf


Unterstützung bei der Förderung

Viessmann FörderProfi – wir machen Förderung einfach

Das Thema Förderung ist äußerst komplex und vielschichtig. Vor allem bei der Antragstellung ist einiges zu beachten. Mit unserem Service FörderProfi halten wir Ihnen den Rücken frei und reduzieren Ihren bürokratischen Aufwand. Der FörderProfi begleitet den gesamten Prozess von der Prüfung der Förderfähigkeit über die Beantragung bis zur Auszahlung der Fördermittel.

Wir bieten diesen Service sowohl für Heizungsbesitzer als auch für Fachhandwerker an. Auf der FörderProfi Website finden Sie eine Online-Checkliste zur Prüfung der generellen Förderfähigkeit zum Ausfüllen; direkt auf dem Smartphone oder Tablet. 

So erhalten Sie die Fördermittel über den Förderprofi

  1. Über das Formular eine Fachberatung anfordern.
  2. Nachdem das Angebot eines Heizungsfachbetriebs vorliegt, beauftragen Sie den FörderProfi.
  3. Der FörderProfi prüft die Förderfähigkeit, übernimmt die Berechnungen und die Antragstellung. 
  4. Sie müssen lediglich die ausgefüllten Unterlagen an die zuständigen Stellen schicken. 
  5. Wurde der Antrag genehmigt, erhalten Sie die Fördermittel. 

Darüber hinaus bietet Ihnen Viessmann eine Förder-Garantie. Sollte entgegen den positiven Prüfergebnissen der Antrag zurückgewiesen werden, übernimmt Viessmann den Förderbetrag. 

Video: Hilfe im Förderdschungel – Der Viessmann Förderprofi

Zum Aktivieren des Videos klicken Sie bitte auf den Play-Button. Bitte beachten Sie, dass durch Aufruf des Videos Daten an YouTube übermittelt werden. Details dazu entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Das Bild enthält den Tech talk zum FörderProfi.

Viessmann Fördermittel-Datenbank

Mit unserer Fördermittel-Datenbank* können Sie sich mit zwei Klicks anzeigen lassen, welche Förderprogramme für Sie infrage kommen. Tragen Sie dazu in der nebenstehenden Abfrage einfach Ihre Postleitzahl und die gewünschte Fördermaßnahme ein. Nach wenigen Sekunden bekommen Sie eine Liste mit allen Förderprogrammen, die in Ihrer Region angeboten werden sowie die zutreffenden Programme von KfW und BAFA. 

Folgende Informationen können Sie der Liste entnehmen:

  • regionale Gültigkeit
  • Förderprogramm
  • Art der Förderung: z.B. Darlehen oder Zuschuss
  • Höhe der Förderung
  • Zielgruppe
*Die über die Online-Anfrage veröffentlichten Informationen und Angaben zur Förderung sind mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Fehlerfreiheit und Vollständigkeit der Angaben kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien - rechtsverbindliche Angaben erhalten Sie bei den jeweils genannten Institutionen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Ausnahmen können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben wie z.B. für die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. Bewilligungen werden im Übrigen ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von der jeweiligen Bewilligungsstelle erteilt.
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