Förderung der Holzheizung

Dank ihrer effizienten Technik und des nachwachsenden Brennstoffs gehört die Holzheizung zu den umweltfreundlichsten Heizlösungen. Wer für sein neues Haus eine Holzheizung kauft oder bei einer Sanierung den alten Kessel durch eine neue Holzheizung ersetzt, hat in der Regel einen Anspruch auf staatliche Fördermittel. Zu den bekanntesten Institutionen gehören das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW).
 

BAFA-Förderung der Holzheizung

Gefördert wird die Installation von

  • Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und –hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • sowie besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel

Wichtig ist, dass der zu fördernde Holzkessel mindestens 5 kW Nennwärmeleistung zur thermischen Nutzung hat und die technischen Voraussetzung vom BAFA erfüllt.

 

BAFA-Holzheizungförderung für Bestand und Neubau

Das BAFA fördert den Einsatz einer Holzheizung unabhängig von seinem Aufstellort. Für Altbauten gelten aber andere Bedingungen wie für Neubauten. Auch die Förderhöhe unterscheidet sich und wird seit 01.01.2020 statt in Zahlen in Fördersätzen angegeben. 

Fördersätze statt Zuschüsse

Lassen Sie sich eine neue Holzheizung in einem Bestandsgebäude einbauen, können Sie bis zu 35 Prozent der Kosten fördern lassen. Bei einer Investitionssumme von beispielsweise 20.000 Euro sind es 7.000 Euro Zuschuss. Handelt es sich beim zu beheizenden Gebäude um einen Neubau, bleibt der Fördersatz weiterhin bei maximal 35 Prozent. 

Austauschprämie für Ölheizung

Wird im Zuge der Neuinstallation eine Ölheizung ausgetauscht, steigt der Fördersatz um weitere zehn Punkte. Das heißt: Wer in einem Bestandsgebäude eine bestehende Ölheizung durch eine neue Holzheizung ersetzen lässt, bekommt 45 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Die Austauschprämie gilt allerdings nur für den Gebäudebestand, nicht für Neubauten.

BAFA-Fördersätze für Holzheizungen

Maßnahme 

Austausch sonstige Heizung

Austausch Ölheizung 

Neubau  

Holzheizungen ab 5 kW

Gebäudebestand

Gebäudebestand

Neubau*  

Pelletkessel

35 %  

45 %  

35 %           

Kombikessel

35 %  

45 %  

35 %  

Scheitholzvergaser

35 %  

45 %  

35 %  

BAFA-Fördervoraussetzungen für Holzheizungen

Um förderfähig zu werden, müssen die Anlagen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Folgende Kriterien sind dabei entscheidend: 

  • Die Nennwärmeleistung beträgt mindestens 5 kW
  • Der Wärmeerzeuger ist für den Einsatz naturbelassener Biomasse gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4, 5, 5a, 8 oder 13 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) bestimmt
  • Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach §3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden)
  • Staubförmige Emissionen: 15 mg/m3 (Scheitholz-Anlagen). 20 mg/m3 (alle anderen Anlagen)
  • Hoher Kesselwirkungsgrad: mindestens 89 %, bei Pelletöfen mit Wassertasche mindestens 90 % 
  • Pufferspeicher: Bei Hackschnitzelkessel mindestens 30 Liter/kW. Scheitholzvergaserkessel mindestens 55 Liter/kW
  • Heizungsanlage wurde hydraulisch abgeglichen

Weitere Voraussetzungen für den Einsatz im Neubau

Sollte die neue Holzheizung in einem Neubau zum Einsatz kommen, muss sie mit einem sekundären Partikelabscheider ausgestattet sein. Möglich sind: 

  • Abgaswärmetauscher (integriert oder als sekundäres Bauteil)
  • Elektrostatischer Partikelabscheider
  • Filternde Abscheider
  • Abscheider als Abgaswäscher

Die vollständigen Listen förderfähiger Holzheizungen sind auf der Website des BAFA abrufbar.

 

Noch einfacher und schneller als selbst beantragen geht es mit dem Service von Viessmann - dem FörderProfi mit Fördergarantie. Einmal beauftragt, kümmert sich dieser um den kompletten Förderprozess und sichert so attraktive finanzielle Unterstützung vom Staat. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: Viessmann Fördergarantie.

Ein dicht besiedelter, grüner Wald steht symbolisch für die ökologischen Vorteile und die daraus folgende Förderung der Holzheizung

Die Holzheizung mit einer Solarthemieanlage kombinieren

Die Holzheizung eignet sich bestens für eine Kombination mit einer Solarthermieanlage. In diesem bivalenten Betrieb entlastet die Solaranlage die Holzheizung und sorgt für niedrige Heizkosten. Der Umweltschutz wird dadurch maximiert. Für diese Variante gibt es vom BAFA allerdings keine zusätzlichen Fördermittel.   

KfW-Förderung der Holzheizung

Anders als beim BAFA fördert die KfW den Kauf einer Holzheizung nicht direkt. Vielmehr gewährt sie Hausbesitzern und Sanierern zinsgünstige Kredite. Möglich sind bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Das dazugehörige Programm Nr. 167 heißt „Energieeffizientes Sanieren – Ergänzungskredit“.

Die BAFA- und KfW-Fördermittel lassen sich miteinander kombinieren.
 

Förderung der Heizung durch Bundesland und Kommunen

In vielen Fällen können Besitzer einer Holzheizung auch Fördermittel aus dem Bundesland bzw. der Kommune erhalten. Da die Förderprogramme häufig zeitlich und finanziell begrenzt sind, lässt sich keine pauschale Angabe machen. Helfen kann hier ein Fachmann für Heizungsbau aus der Region. Er kennt die laufenden Förderprogramme und unterstützt Hausbesitzer beim Ausfüllen der Anträge.