Förderung für Stückholzkessel richtig beantragen

Möchten Hausbesitzer eine Holzheizung kaufen, profitieren sie heute von hohen Fördermitteln. So vergibt der Staat Gelder zur Förderung für Stückholzkessel sowohl über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch über die Kreditbank für Wiederaufbau. Damit diese bei Hausbesitzern ankommen, kommt es neben der passenden Technik auch auf die fristgerechte Beantragung an.
 

BAFA-Förderung für Stückholzkessel mit Vergasertechnik

Über das BAFA erhalten Hausbesitzer hohe Zuschüsse für ihre neue Holzheizung. Wie hoch diese sind, richtet sich dabei nach der Ausstattung der Anlage. So bekommen Verbraucher im Gebäudebestand:

  • 2.000 Euro für Holzvergaserkessel mit einem Pufferspeicher
  • 3.000 Euro für Holzvergaserkessel mit Partikelabscheider und neuem oder vorhandenem Pufferspeicher

Das Volumen des Pufferspeichers muss dabei in jedem Fall mindestens 55 Liter je Kilowatt Heizleistung beantragen.

Möchten Verbraucher einen Stückholzkessel für den Neubau kaufen erhalten sie hingegen 2.000 Euro für einen Holzvergaserkessel mit Partikelabscheider und Pufferspeicher.

Wichtig zu wissen ist, dass es die Förderung für Stückholzkessel im Neubau nur dann gibt, wenn die Heizung mit einem Partikelabscheider ausgestattet ist. Auch hier muss das Volumen des Pufferspeichers mindestens 55 Liter je Kilowatt Heizleistung betragen. Übrigens: Damit Bauherren oder Hausbesitzer die Fördermittel erhalten, muss die Heizung in der Liste förderfähiger Geräte des BAFA aufgeführt sein.

Eine Nahaufnahme von Holzscheiten als Symbol für die Förderung der Stückholzheizung

Scheitholz

Scheitholz ist stückiges Holz (Hart- und Weichhölzer) aus der Forstwirtschaft oder Landschaftspflege.

Höhere Zuschüsse für Zusatzheizung und Sanierung

Noch mehr Geld erhalten Hausbesitzer, die neben dem Holzkessel auch eine zusätzliche Heizung installieren. So gibt es für Solaranlagen oder Wärmepumpen 500 Euro extra. Lassen Verbraucher gleichzeitig auch ihr Haus sanieren, erhalten sie noch einmal 50 Prozent des Förderbetrages hinzu. Wichtig dabei ist, dass das Haus mindestens den KfW 55 Gebäudestandard erreicht. Optimieren Hausbesitzer darüber hinaus auch die bestehende Heizungsanlage, zahlt das BAFA zehn Prozent der dabei anfallenden Kosten. Die folgende Liste zeigt die Mittel im Überblick:

  • 500 Euro für eine zusätzliche Solaranlage oder Wärmepumpe
  • 50 Prozent der BAFA-Förderung für eine Sanierung zum KfW Effizienzhaus 55 oder besser
  • 10 Prozent der Kosten für die Heizungsoptimierung

BAFA-Förderung für Stückholzkessel richtig beantragen

Damit Hausbesitzer von den Zuschüssen profitieren, müssen sie diese seit dem 01.01.2018 noch vor Beginn der Maßnahme beim BAFA beantragen.

Die Unterlagen sind direkt an das BAFA zu richten. Mit einer Rechnung über die installierte Anlage verlangt dieses dazu:

  • eine Fachunternehmererklärung des Handwerkers
  • die Bestätigung des Schornsteinfegers
  • einen Nachweis zur Einhaltung der Anforderungen der 1. BImSchV (nur im Neubau)

KfW-Kredite zur Finanzierung einer neuen Holzheizung

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet mit dem Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ eine Förderung für Stückholzkessel an. Dabei erhalten Besitzer eines Wohnhauses, die eine alte Anlage (vor dem 01.01.2009 installiert) durch eine neue Umweltheizung austauschen, einen Kredit mit besonders günstigen Konditionen. So betragen die Zinsen des auf 50.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelten Betrages aktuell 1,31 Prozent (Stand 08/ 2017).

Voraussetzung ist, dass die Holzheizung die hohen BAFA-Anforderungen erfüllt. Im Übrigen lässt sich der Kredit auch mit den BAFA-Zuschüssen kombinieren, sofern Verbraucher auch ihre bestehende Heizungsanlage optimieren. Die Beantragung der Mittel erfolgt ganz einfach über die eigene Hausbank. Wichtig ist nur, dass Hausbesitzer diese VOR dem Heizungstausch zurate ziehen. Ist der Kreditvertrag abgeschlossen, können sie mit den Arbeiten beginnen.
 

Regionale Fördermittel für Holzheizkessel nutzen

Neben den hier vorgestellten Möglichkeiten zur Förderung für Stückholzkessel, bieten auch regionale Betriebe, Kommunen oder Städte immer wieder zeitlich befristete Programme an. Ein Energieberater kennt diese und kann schnell eine zuverlässige Auskunft geben. Mehr Informationen zum Thema finden Sie auch im Abschnitt Förderung der Holzheizung.