Wissenswertes über Holz

Der Brennstoff für die Holzheizung ist Brennholz. Brennholz ist allerdings nicht gleich Brennholz. In Deutschland gibt es nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald knapp 100 Baumarten. Nur wenige davon eignen sich für den Einsatz als Brennholz. Zu den bekanntesten Brennholzarten gehören Birke, Eiche, Buche, Fichte, Kiefer und Tanne.
 

Unterscheidung in Hartholz und Weichholz

Je nach Darrdichte werden Holzarten in Hart- und Weichholz aufgeteilt. Die Darrdichte wird erreicht, wenn Holz auf null Prozent Restfeuchte herunter getrocknet wird. Bei diesem Vorgang kann das Holz bis zu 100 Prozent seines ursprünglichen Gewichtes verlieren. Die Restfeuchte ist beim Brennholz eine wichtige Einheit und hat einen großen Einfluss auf die Brenneigenschaft. Verfeuerungsfertiges Scheitholz hat in der Regel eine Restfeuchte von 20 Prozent. Liegt sie darüber, muss die Holzheizung mehr Energie aufwenden, was zu höheren Heizkosten führt. Grundsätzlich gilt, dass Harthölzer eine höhere Faserdichte haben und daher langsamer verbrennen. Sie wachsen aber auch langsamer als Weichhölzer.
 

Unterschiedliche Maßeinheiten für Holz

Spätestens beim Brennholzkauf werden Anlagenbesitzer mit den unterschiedlichen Maßeinheiten für Holz konfrontiert. Zu den bekanntesten Einheiten gehören der Festmeter, der Raummeter und der Schüttraummeter.
 

Der Festmeter

Ein Festmeter entspricht exakt einem Kubikmeter fester Holzmasse. Das bedeutet Holz ohne Zwischenräume beim Stapeln. Diese Einheit wird für Rundholz verwendet. Der Festmeter lässt sich auch in kleinere Maßeinheiten herunter brechen. Dazu gehören der Vorratsfestmeter, der Erntefestmeter sowie der Schichtfestmeter.

  • Ersterer bezeichnet den Holzvorrat eines Baumes inklusive der Rinde.
  • Zieht man 20 Prozent davon ab, erhält man den Erntefestmeter.
  • Ein Schichtfestmeter hingegen entspricht einem Kubikmeter verfeuerungsfertigen und ordentlich aufgestapelten Brennholzes mit möglichen kleinen Lufträumen.

Der Raummeter

Die gebräuchlichste Maßeinheit für Holz ist der Raummeter, auch Ster genannt. Werden Holzscheite ordentlich in eine ein Kubikmeter große Kiste gelegt, entspricht das einem Raummeter. Zwischen den einzelnen Holzstücken kann sich Luft befinden. Die Scheithölzer können sowohl gespalten als auch ungespalten sein.
 

Der Schüttraummeter

Da eine ordentliche Aufschichtung im Handel kaum wirtschaftlich ist, gibt es eine weitere Maßeinheit: der sogenannte Schüttraummeter. Dieser wird dann genutzt, wenn das Holz einfach in eine ein Kubikmeter große Kiste geschüttet wird. Dabei können viel mehr Zwischenräume entstehen als bei ordentlicher Stapelung.

Der Querschnitt mehrerer Baumstämme stehen sinnbildlich für Wissenswertes über Holz

Heizen mit Holz – der natürlichste Brennstoff der Welt

1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImschV) regelt die Schadstoffemission

Holz ist ein sogenannter Festbrennstoff, dessen Zusammensetzung im Vergleich zu Erdöl oder Erdgas weniger homogen ist. Brennholz beispielsweise kann Anteile unterschiedlicher Baumarten und Baumabschnitte enthalten. Teile davon können mehr Feuchtigkeit besitzen als andere. Im Idealfall entstehen bei der vollständigen Verbrennung von Holz Kohlenstoffdioxid, Asche und Wasser. In der Regel gelangt dabei aber auch Staub in die Luft und belastet die Umwelt. Um das zu verhindern, sind moderne Holzheizungen von Viessmann mit effizienter Verbrennungsregelung (Lambdasonde und Abgastemperatursensor) ausgestattet. Welche Werte erreicht werden müssen, regelt die sogenannte 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.
 

Der Verbrennungsvorgang im Detail

Der Verbrennungsvorgang bei Holz lässt sich grob in die drei Phasen Trocknung, Entgasung und Oxidation einteilen:

1. Trocknung: In dieser Phase wird das im Brennholz gespeicherte Wasser zunächst erhitzt und anschließend verdampft. Je mehr Wasser das Holz zuvor gebunden hat, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um es zum Verdampfen zu bringen.

2. Entgasung: Ab circa 150 Grad Celsius kommt es bei Brennholz zu einem Zersetzungsprozess. Dabei gehen leichte Holzbestandteile in ein Gasgemisch über, welches neben anderen Verbindungen auch Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe enthält. Ab einer Temperatur von circa 400 Grad Celsius vergasen auch die festen Bestandteile im Holz. Das hierbei freigesetzte Gas besteht überwiegend aus Kohlenmonoxid. In dieser Phase hat der Brennstoff mehr als zwei Drittel seiner Masse in Form von Wasser, Kohlenstoffdioxid und brennbaren gasförmigen Stoffen verloren. Übrig bleibt Holzkohle.

3. Oxidation: Die eigentliche Verbrennung findet erst in dieser Phase statt. Die zuvor freigesetzten Gase reagieren mit dem zugeführten Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Auch die verbleibende Holzkohle verbrennt mit der Zeit. Übrig bleiben lediglich Asche und nicht brennbare Anteile des Holzes.
 

Weitere wissenswerte Informationen zum Holz

Ob Scheitholz, Holzhackschnitzel oder Holzpellets, jeder dieser Brennstoffe ist auf seine Art einzigartig. Es ist dementsprechend wichtig, den richtigen Umgang mit der jeweiligen Holzart zu kennen.

Scheitholz richtig lagern

Scheitholz setzt nur dann seine vollständige Energie frei, wenn es eine geringe Restfeuchte hat. Feuchtes Holz zu verbrennen ist nicht nur unwirtschaftlich. Durch die niedrigen Verbrennungstemperaturen kann es mitunter zu hohen Schadstoffemissionen sowie Teerablagerungen im Schornstein führen. Für einen effizienten Betrieb ist das Trocknen von Scheitholz daher besonders wichtig. Bei der Lagerung gibt es Folgendes zu beachten:

  • Rundhölzer mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern müssen gespaltet werden
  • Frisches Holz nicht im Keller lagern, sondern in einem gut durchlüfteten und Regen geschützten Raum
  • Scheitholz nach Möglichkeit mit reichlich Zwischenraum und nicht direkt auf dem Boden stapeln

Beim Holzhackschnitzel kaufen auf die Norm achten

Holzhackschnitzel werden in der Regel aus Holzresten hergestellt. Im Vergleich zu Pellets haben sie einen geringeren Energiegehalt. Sie sind dafür aber auch kostengünstiger in der Anschaffung. Für einen wirtschaftlichen Betrieb spielt die Qualität eine entscheidende Rolle. Und da es für Holzhackschnitzel verschiedene Qualitätsstufen gibt, sollten Anlagenbesitzer beim Kauf auf die Norm EN ISO 17225-4 achten. Diese bezieht sich ausdrücklich auf die Nutzung von Holzhackschnitzeln in Kleinfeuerungsanlagen.

Holzpellets anstelle von Heizöl

Holzpellets können in verpackter oder loser Form gekauft werden. Zur Herstellung der Presslinge werden zu 100 Prozent naturbelassene Holzreste verwendet. Damit die Holzpellets einwandfrei und effektiv verbrennen, müssen sie unbedingt trocken gelagert werden. Als Lagerraum eignen sich Silos oder unterirdische Zisternen. Wer seine bisherige Ölheizung durch eine neue Pelletheizung ersetzen möchte, kann auch den vorhandenen Lagerraum im Keller nutzen.

Was die Holzheizung darüber hinaus auszeichnet, erklärt auch der Abschnitt Vorteile der Holzheizung.