Förderung der Hackschnitzelheizung

Indem Hausbesitzer mit Holz heizen, entlasten sie nicht nur ihren eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Schließlich ist der Brennstoff nachwachsend und die Verbrennungstechnik sauber. Die Nutzung einer Holzheizung wird finanziell belohnt, denn der Staat vergibt Zuschüsse und Kredite zur Förderung der Hackschnitzelheizung. Die wichtigsten Förderer sind in diesem Fall das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
 

Förderung der Hackschnitzelheizung vom BAFA

Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) hat die Bundesregierung ein wichtiges Instrument auf die Beine gestellt, welches das Heizen mit erneuerbaren Energien vielseitig fördert. So erhalten Hausbesitzer Zuschüsse, wenn sie ihre alte und ineffiziente Heizung durch eine neue ersetzen, die mit regenerativen Energiequellen arbeitet. Dazu zählen Sonnenenergie (Solarthermie), Umgebungsenergie (Wärmepumpen) und Biomasse, zu der Holzheizungen aller Art gehören. Neben Pelletöfen, Pelletheizungen und Stückholzheizungen sieht das BAFA auch die Förderung der Hackschnitzelheizung bis 100 kW vor. Konkret erhalten Anlagenbesitzer pauschal 3.500 Euro.

Um diese Basisförderung zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der jeweilige Hackschnitzelkessel wurde vom BAFA geprüft und zugelassen
  • Er wird mit einem Pufferspeicher von mindestens 30 Litern pro KW betrieben
  • Bei einem Kombikessel beträgt die Mindestleistung des Pufferspeichers 55 Liter pro kW
  • Der Antrag muss innerhalb der ersten neun Monate nach Inbetriebnahme der Anlage dem BAFA vorliegen - spätestens jedoch bis zum 31.12.2017

Ab dem 01.01.2018 gelten andere Regelungen. So müssen Anlagenbesitzer ihren Antrag noch vor der Umsetzung der Maßnahme einreichen. Darunter ist der Vertragsabschluss mit dem Installateur oder dessen Beauftragung zu verstehen.

Zusätzliche Förderung der Hackschnitzelheizung

Neben der Basisförderung der Hackschnitzelheizung in Höhe von 3.500 Euro vergibt das BAFA noch die sogenannte Innovationsförderung. Damit lässt sich die Fördersumme von 3.500 Euro auf 5.250 Euro erhöhen. Konkret müsste der Hackschnitzelkessel um einen Partikelabscheider zur Reduzierung des Feinstaubgehalts im Abgas erweitert werden. Von dieser Innovationsförderung können aber nur Anlagenbesitzer profitieren, die den Hackschnitzelkessel in einem Altbau einsetzen. Die Verwendung in einem Neubau macht finanziell keinen Unterschied zu der Basisförderung.

Neben der Innovationsförderung gibt es noch die Zusatzförderung, bei der die Gebäudeart keine Rolle spielt. So erhalten Anlagenbesitzer:

  • 500 Euro, wenn sie auch eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe installieren
  • 50 Prozent der zugesicherten BAFA-Förderung für eine energetische Sanierung
  • 10 Prozent der anfallenden Kosten einer Heizungsoptimierung

Diese Förderung der Hackschnitzelheizung gibt es grundsätzlich unabhängig davon, ob der Heizkessel in einem Altbau oder einem Neubau installiert wird.

Fördermittel des BAFA richtig beantragen

Möchten Hausbesitzer und Sanierer von der Förderung der Hackschnitzelheizung profitieren, müssen sie sich direkt an das BAFA wenden. Neben den ausgefüllten Anträgen benötigt das BAFA noch folgende Unterlagen:

  • Rechnung für die installierte Anlage
  • Fachunternehmererklärung des Installateurs
  • Bestätigung des Schornsteinfegers
  • Nachweis zur Einhaltung der Anforderungen der 1. BImSchV (nur im Neubau)

Wie bereits erwähnt, muss der Antrag innerhalb der ersten neun Monate nach der Inbetriebnahme dem Amt vorliegen, sofern die Maßnahme noch im Jahr 2017 erfolgt. Ab dem 01.01.2018 ist der Antrag noch vor der Maßnahme zu stellen. Weitere Informationen zu den Fördermitteln des Bundes finden Sie auch in unserem PDF zur Förderung der Holzheizung.

Geldscheine und Münzen gehören ebenfalls zur Förderung der Hackschnitzelheizung dazu

Förderung der Hackschnitzelheizung durch die KfW

Die Förderung der Hackschnitzelheizung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erfolgt in Form von Zuschüssen. Diese gibt es jedoch nur im Gebäudebestand, wenn Hausbesitzer eine alte Heizung durch eine neue ersetzen. Wichtig ist, dass die alte Heizung noch vor dem 01.01.2009 installiert wurde. Das Datum gilt auch für die Stellung des Bauantrags bzw. der Bauanzeige für das Gebäude.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Hausbesitzer und Sanierer zinsgünstige Darlehen mit einem effektiven Jahreszinssatz von aktuell 1,31 Prozent (Stand 08/2017). Für jede Wohneinheit sind bis zu 50.000 Euro möglich. Um das Geld zu erhalten, können Hausbesitzer und Sanierer sich direkt an ihre Bank wenden. Diese leitet den Antrag direkt an die KfW weiter und gibt im Normalfall auch die Freigabe für die Sanierung. Erfüllt der Heizkessel die technischen BAFA-Anforderungen, lassen sich die BAFA- und KfW-Fördermittel sogar miteinander kombinieren.

Zusätzliche regionale Förderprogramme

Über die Förderung der Hackschnitzelheizung von BAFA und KfW hinaus erhalten Anlagenbesitzer zum Teil auch Fördermittel vom jeweiligen Bundesland bzw. der jeweiligen Kommune. Diese sind in der Regel zeitlich befristet und verlangen ein schnelles Handeln.

Ein Energieberater sollte diese Fördermittel kennen und schnell eine zuverlässige Aussage dazu machen können. Er unterstützt auch beim Ausfüllen der Anträge, sodass der Förderung der Hackschnitzelheizung nichts im Wege steht.