Bessere Prävention durch erfolgreiche Zusammenarbeit im Arbeitsschutz

Beirat für Arbeitsschutz des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration tagt bei Viessmann

Allendorf, 27.10.2017 – Moderner Arbeitsschutz muss sich auf eine digitalisierte Arbeitswelt und neue Arbeitsbedingungen einstellen. Die Bedeutung eines umfassenden Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die Lebens- und Arbeitsqualität in Hessen unterstrich Ministerialdirigent Bertram Hörauf, Abteilungsleiter der Abteilung Arbeit im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) während der jüngsten Sitzung des Arbeitsschutzbeirates bei Viessmann in Allendorf (Eder). „Damit werden vielfältige Themen aus der Arbeitswelt angesprochen, bei denen die Unternehmen, aber auch andere betriebliche Akteure eine hohe Verantwortung tragen“, so Hörauf weiter. Hier Informationen und Unterstützung anzubieten, sei das Ziel der neuen Homepage des Ministeriums, die unter dem Link http://www.arbeitswelt.hessen.de/ alles Wissenswerte rund um die Themen Arbeitsschutz und Arbeitsmarkt bündele.

Während der Beiratssitzung haben sich die Mitglieder unter dem Vorsitz von Dr. Stefan Hoehl, Geschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU), über aktuelle Entwicklungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz informiert. Im Mittelpunkt standen Fragen des betrieblichen Umgangs mit psychischen Belastungen sowie einer guten innerbetrieblichen Arbeitsschutzorganisation.

Als Gastreferent wies Gerhard Kuntzemann, Sachgebietsleiter bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), auf die beeindruckende Entwicklung im Unfallgeschehen hin: Seit 1960 ist die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle in Hessen um 86 Prozent zurückgegangen. Kuntzemann zeigte auf, dass auch die Quote der Berufskrankheiten in Hessen mit 1,57 pro 1.000 Beschäftigten sehr niedrig ist. Hessen liegt damit im Länderranking auf einem guten dritten Platz.

Der mit je sieben Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch besetzte Beirat für Arbeitsschutz bespricht und berät gemeinsam mit der Abteilung Arbeit des HMSI aktuelle Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Er ist ein Forum, um den Informationsaustausch zwischen dem HSMI als Oberste Landesbehörde für den Arbeitsschutz und den Sozialpartnern zu ermöglichen. Durch seine Arbeit stellt er somit den Austausch zwischen der Aufsichtsbehörde und den Betrieben sicher und schafft so die Basis für eine praxisnahe Umsetzung der Gesetze und Vorschriften. Das Gremium tagte zum zweiten Mal am Viessmann Unternehmensstammsitz. Das Unternehmen weist umfassende Lösungen für die Gestaltung guter Arbeitsbedingungen vor. Als Leitender Sicherheitsingenieur verwies Harald Schmidt auf die Eine-Million-Stunden-Quote. Sie liegt bei Viessmann mit 2,5 Unfällen pro eine Million Arbeitsstunden weit unter dem Schnitt der zuständigen Berufsgenossenschaft Holz und Metall mit 23,68 in 2016.


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Die Mitglieder des Arbeitsschutzbeirates besichtigten die Gas-Wandgeräte Produktion in Allendorf.

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Die Viessmann Group

Die Viessmann Group ist einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen. Das 1917 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 12.000 Mitarbeiter, der Gruppenumsatz beträgt 2,25 Milliarden Euro (2016). 54 Prozent des Umsatzes entfallen auf das Ausland. Als Familienunternehmen legt Viessmann besonderen Wert auf verantwortungsvolles und langfristig angelegtes Handeln, die Nachhaltigkeit ist bereits in den Unternehmensgrundsätzen fest verankert. Das Viessmann Komplettangebot bietet individuelle Lösungen mit effizienten Systemen und Leistungen von 1 bis 120.000 Kilowatt für alle Anwendungsbereiche und alle Energieträger.