Mit einer Photovoltaikanlage den Strom aus der kostenlosen Sonnenenergie selbst erzeugen

Mit der zunehmenden Verbreitung von regenerativen Energiesystemen wächst auch die Bereitschaft der Verbraucher und Endverwender, Strom selbst zu produzieren. Eine leistungsfähige Photovoltaikanlage bietet heute die Möglichkeit, die kostenlose Sonnenenergie gewinnbringend einzusetzen.

Mit der Installation von Photovoltaik-Modulen signalisiert der Betreiber sein verantwortungsvolles Handeln für die Umwelt und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz durch die Vermeidung von CO2-Emissionen.

Bei laufend steigenden Energiekosten trägt eine Photovoltaikanlage dazu bei, Geld zu sparen und zusätzlich die Abhängigkeit von Energieversorgern zu verringern. Der selbst produzierte Strom kann für den Eigenbedarf genutzt oder aber in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Durch die gesetzlich geregelte Vergütung oder die Einsparung durch Eigenverbrauch rechnet sich die Investition bereits nach wenigen Jahren. In jedem Fall ist damit eine Wertsteigerung der Immobilie verbunden.


Funktionsweise einer Photovoltaikanlage

Prinzipiell arbeitet eine netzgekoppelte Solarstromanlage in drei Schritten:

1. Energiegewinnung

Fällt Licht auf die Photovoltaik-Module, so werden in den Solarzellen Elektronen freigesetzt. An den elektrischen Kontakten sammeln sich die positiven bzw. negativen Ladungsträger, wodurch zwischen Vorder- und Rückseite der Zelle eine Gleichspannung entsteht. Dieser photoelektrische Effekt kommt ohne mechanische oder chemische Reaktionen aus und ist somit verschleiß- und wartungsfrei.

2. Stromwandlung

Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wird anschließend vom Wechselrichter (häufig auch als Netzeinspeisegerät [NEG] bezeichnet) in netzkonformen Wechselstrom (230 bzw. 400 Volt Wechselspannung bei 50 Hz) umgewandelt. Geprüfte Sicherheitsstandards und ausgereifte Prozessortechnik sowie Leistungselektronik der neuesten Generation sorgen für eine effektive Umwandlung des Solarstroms.

3. Eigenverbrauch

Die sinkenden Vergütungssätze für selbst erzeugten Solarstrom und die steigenden Strombezugskosten sind Motivation für die Entwicklung eines optimierten Energiekonzeptes für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mittlerweile ist es finanziell attraktiver, den Solarstrom im eigenen Haus zu nutzen – je mehr desto besser. Der Einsatz eines Stromspeicher-Systems für den selbst erzeugten Solarstrom erhöht dabei die Eigenverbrauchsquote und mindert den Netzbezug um einen weiteren Teil.


Silizium-Solarzelle

Photovoltaikanlage | Silizium-Solarzelle

Solare Rahmendaten

Auf die Fläche der Bundesrepublik Deutschland trifft jährlich beispielsweise eine Energiemenge, die etwa dem 80-fachen des Gesamt-Energieverbrauchs entspricht. Rund die Hälfte davon erreicht die Erdoberfläche als direkte Sonnenstrahlung, die andere Hälfte als diffuses Licht.

Jedes Jahr treffen so in der Summe etwa 950 bis 1200 kWh/m² auf eine horizontale Fläche. Solarzellen wandeln davon über 15 Prozent in elektrische Energie um, wobei rund zwei Drittel der Energie im Sommer und ein Drittel im Winter „geerntet“ werden.

Sonnenstrom hat Zukunft

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird jeder Hausbesitzer zum Stromerzeuger. Und das ganz einfach: Module werden montiert, Verbindungsleitungen zusammensteckt, Wechselrichter angeschlossen, fertig. Und bei Bedarf wird noch das Stromspeicher-System angeschlossen. Immer mehr Bauherren interessieren sich heute für diese Art der Stromerzeugung.

8,5 m² Photovoltaikfläche reichen aus, um den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Bundesbürgers zu decken.


Einspeisevergütung und Eigenstromnutzung

In den vergangenen Jahren war das vollständige Einspeisen des Solarstroms in der Regel finanziell attraktiver. Sinkende Vergütungssätze für die Einspeisung einerseits und steigende Kosten für den Strombezug andererseits machen die Option Eigenverbrauch immer interessanter. Die Stromkosten pro Kilowattstunde sind in der Regel merklich höher als der Vergütungssatz für die eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom.

Darum wird der erzeugte Photovoltaik-Strom zuerst selber verbraucht bzw. in Batterien zwischengespeichert und nur überschüssiger Strom ins Netz eingespeist. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt, nach dem der Energieversorger den nicht selbst genutzten Strom abnehmen und in sein Netz aufnehmen muss.

Unter diesen Voraussetzungen wächst das Interesse vieler Bauherren für diese Art der Stromerzeugung:

  • Leisten Sie einen sichtbaren Beitrag zum Umweltschutz. Photovoltaikanlagen reduzieren die Schadstoffbelastung und schonen die natürlichen Ressourcen.
  • Solarstrom kann heute schon deutlich preisgünstiger erzeugt werden als die Bezugskosten für Haushaltsstrom.
  • Mit einer Photovoltaikanlage erhöhen die Attraktivität Ihrer Immobilie und steigern deren Wert.
 Konzept Photovoltaikanlage

Effizienter Eigenverbrauch von mit der Photovoltaikanlage selbst erzeugtem Solarstrom

Da mit der eigenen Photovoltaikanalge erzeugter Solarstrom kostengünstiger ist als Strombezug aus dem Netz, bietet der Eigenverbrauch finanzielle Vorteile. Ein optimales Anlagenkonzept in Verbindung mit perfekt abgestimmten Komponenten stellt diesen hohen Eigenverbrauch sicher.

[1] Photovoltaikanlage
[2] Photovoltaik-Wechselrichter
[3] Photovoltaik-Zähler
[4] Verbraucher
[5] Messzähler Wärmepumpe
[6] Wärmepumpe mit Vitotronic 200 (Typ WO1C)
[7] Bezugs- und Einspeisezähler
[8] Öffentliches Stromnetz