Solarenergie - Gute Gründe für eine Photovoltaikanlage von Viessmann

Bereits eine Modulfläche von 450 x 450 km würde ausreichen, um den Weltstrombedarf zu decken. Unsere Sonne ist damit nicht nur eine unerschöpfliche, sondern zudem auch eine umweltfreundliche Energiequelle. Und das Beste: Sie scheint gratis.

Obwohl die Viessmann Systeme Vitovolt (Photovoltaik) ebenso wie Vitosol (thermische Solarsysteme) die Sonneneinstrahlung zur Energiegewinnung nutzen, unterscheiden sie sich sowohl technisch als auch in Planung und Betrieb voneinander. Während bei thermischen Solaranlagen die in den Kollektoren gewonnene Wärme hydraulisch über ein Wärmeträgermedium abtransportiert und dann für die Trinkwassererwärmung oder die Raumheizung verwendet wird, entsteht die elektrische Energie direkt im Photovoltaik-Modul.

Strom von der Sonne

In konventionelle Kraftwerken fließt nur ein Drittel des Primärenergieaufwandes in die Stromerzeugung. Dabei gehen rund zwei Drittel der erzeugten Energie in den zentralen Kraftwerken und bei der Verteilung über das Stromnetz verloren. Bei der Bereitstellung von elektrischer Energie entstehen in der Regel hohe Umweltbelastungen. Es lohnt sich also ganz besonders, Strom durch erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse verbrauchernah und dezentral zu erzeugen.

Die Photovoltaik – also die Gewinnung elektrischen Stroms direkt aus Sonnenenergie – ist dafür eine elegante und zuverlässige Möglichkeit. Um in etwa die Strommenge zu produzieren, die dem mittleren Jahresverbrauch eines Bundesbürgers entspricht, sind ungefähr 8,5 m² Photovoltaikfläche erforderlich.


Funktionsweise

Prinzipiell arbeitet eine netzgekoppelte Solarstromanlage in drei Schritten:

1. Energiegewinnung

Fällt Licht auf die Photovoltaik-Module, so werden in den Solarzellen Elektronen freigesetzt. An den elektrischen Kontakten sammeln sich die positiven bzw. negativen Ladungsträger, wodurch zwischen Vorder- und Rückseite der Zelle eine Gleichspannung entsteht. Dieser photoelektrische Effekt kommt ohne mechanische oder chemische Reaktionen aus und ist somit verschleiß- und wartungsfrei.

2. Stromwandlung

Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wird anschließend vom Wechselrichter (häufig auch als Netzeinspeisegerät [NEG] bezeichnet) in netzkonformen Wechselstrom (230 bzw. 400 Volt Wechselspannung bei 50 Hz) umgewandelt. Geprüfte Sicherheitsstandards und ausgereifte Prozessortechnik sowie Leistungselektronik der neuesten Generation sorgen für eine effektive Umwandlung des Solarstroms.

3. Eigenverbrauch

Die sinkenden Vergütungssätze für selbst erzeugten Solarstrom und die steigenden Strombezugskosten sind Motivation für die Entwicklung eines optimierten Energiekonzeptes für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mittlerweile ist es finanziell attraktiver, den Solarstrom im eigenen Haus zu nutzen – je mehr desto besser. Der Einsatz eines Stromspeicher-Systems für den selbst erzeugten Solarstrom erhöht dabei die Eigenverbrauchsquote und mindert den Netzbezug um einen weiteren Teil.


Silizium-Solarzelle

Photovoltaik | Silizium-Solarzelle

Solare Rahmendaten

Auf die Fläche der Bundesrepublik Deutschland trifft jährlich beispielsweise eine Energiemenge, die etwa dem 80-fachen des Gesamt-Energieverbrauchs entspricht. Rund die Hälfte davon erreicht die Erdoberfläche als direkte Sonnenstrahlung, die andere Hälfte als diffuses Licht.

Jedes Jahr treffen so in der Summe etwa 950 bis 1200 kWh/m² auf eine horizontale Fläche. Solarzellen wandeln davon über 15 Prozent in elektrische Energie um, wobei rund zwei Drittel der Energie im Sommer und ein Drittel im Winter „geerntet“ werden.

Sonnenstrom hat Zukunft

Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird jeder Hausbesitzer zum Stromerzeuger. Und das ganz einfach: Module werden montiert, Verbindungsleitungen zusammensteckt, Wechselrichter angeschlossen, fertig. Und bei Bedarf wird noch das Stromspeicher-System angeschlossen. Immer mehr Bauherren interessieren sich heute für diese Art der Stromerzeugung.


Einspeisevergütung und Eigenstromnutzung

Wer eigenen Strom produziert, erhält dafür von seinem Netzbetreiber über 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt, nach dem der Energieversorger den nicht selbst genutzten Strom abnehmen und in sein Netz aufnehmen muss.

Für Photovoltaik-Dachanlagen bieten sich derzeit zwei Möglichkeiten an, den erzeugten Solarstrom zu verwerten: Der Strom kann entweder vollständig ins Netz eingespeist oder teilweise bzw. vollständig selbst genutzt werden.

In den vergangenen Jahren war das vollständige Einspeisen des Solarstroms in der Regel finanziell attraktiver. Sinkende Vergütungssätze für die Einspeisung einerseits und steigende Kosten für den Strombezug andererseits machen die Option Eigenverbrauch immer interessanter. Die Stromkosten pro Kilowattstunde sind in der Regel merklich höher als der Vergütungssatz für die eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom.

Unter diesen Voraussetzungen wächst das Interesse vieler Bauherren für diese Art der Stromerzeugung:

  • Leisten Sie einen sichtbaren Beitrag zum Umweltschutz. Photovoltaik-Anlagen reduzieren die Schadstoffbelastung und schonen die natürlichen Ressourcen.
  • Solarstrom kann heute schon deutlich preisgünstiger erzeugt werden als die Bezugskosten für Haushaltsstrom.
  • Sie erhöhen die Attraktivität Ihrer Immobilie und steigern deren Wert.
 Photovoltaik-Anlagenkonzept

Effizienter Eigenverbrauch von Solarstrom

Da selbst erzeugter Solarstrom kostengünstiger ist als Strombezug aus dem Netz, bietet der Eigenverbrauch finanzielle Vorteile. Ein optimales Anlagenkonzept in Verbindung mit perfekt abgestimmten Komponenten stellt diesen hohen Eigenverbrauch sicher.

[1] Photovoltaik-Anlage
[2] Photovoltaik-Wechselrichter
[3] Photovoltaik-Zähler
[4] Verbraucher
[5] Messzähler Wärmepumpe
[6] Wärmepumpe mit Vitotronic 200 (Typ WO1C)
[7] Bezugs- und Einspeisezähler
[8] Öffentliches Stromnetz