Vitosol 200-FM und 100-FM von Viessmann

Auslegungshinweise für Anlagen mit ThermProtect-Kollektoren

Hohe solare Deckungsraten und damit hohe Energieerträge erfordern groß dimensionierte Kollektorflächen. Mit den innovativen Flachkollektoren Vitosol 200-FM und 100-FM mit ThermProtect lassen sich jetzt große Kollektorflächen realisieren, ohne bei der Planung den Stagnationsfall berücksichtigen zu müssen. Denn die einzigartige schaltende Absorberbeschichtung ThermProtect verhindert zuverlässig Überhitzung und Dampfbildung. Damit besteht weitgehende Freiheit bei der Dimensionierung der Solaranlage und ihrer Komponenten.

Eigensicher durch ThermProtect

ThermProtect funktioniert autonom – unabhängig von Anlagen-Konfiguration und Regelungseinstellungen. Die Solaranlagen sind damit eigensicher und tolerieren auch überdimensionierte Kollektorfelder. Die bisher empfohlenen Stagnationskühler bzw. Vorschaltgefäße in Anlagen ohne ThermProtect sind nicht mehr erforderlich.

Höhere Drücke in Solaranlage möglich

Im Unterschied zu Anlagen mit herkömmlichen Kollektoren erlauben Flachkollektoren mit schaltender Absorberbeschichtung einen höheren Systemüberdruck von 3 bar (bisher 1 bar) im Kollektor. Das reduziert die Größe der Membran-Ausdehnungsgefäße (MAG) deutlich. Für die Auslegung der Druckhaltung und die Inbetriebnahme ergeben sich deshalb andere Auslegungswerte für Anlagen- und Fülldruck sowie den Vordruck des MAG: Anlagendruck (3 bar) + Höhe H1 (m) x 0,1 bar/m + Höhe H2 x 0,1 bar/m – Wasservorlage (0,3 bar)

Für Viessmann Marktpartner steht im Internet (www.viessmann.de) die Auslegungshilfe Solsec zur Verfügung, mit der die Größe der MAG und die einzustellenden Druckverhältnisse anlagenspezifisch konfiguriert werden können.

Vorteile für Marktpartner

●  Hohe Betriebssicherheit und lange Lebensdauer durch Begrenzung der Anlagentemperatur
●  Unabhängig von Regelungseinstellungen, Stromversorgung und mechanischen Einrichtungen
●  Deutlich verringerte Belastung der Anlagenkomponenten
●  Einfache Dimensionierung großer Anlagen

Vorteile für Betreiber

●  Höhere Lebensdauer aller Komponenten durch niedrige thermische Belastung
●  Erhöhte solare Deckung zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung
●  Höhere Anlagenverfügbarkeit und größere Energieausnutzung
●  Geringere Investitionskosten durch Wegfall von Stagnationskühler und Vorschaltgefäß sowie kleineres MAG

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Beispiel: Vordruck MAG = 3 bar + 10 m x 0,1 bar/m + 1 m x 0,1 bar/m – 0,3 bar = 3,8 bar

Juni 2016


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