Brennstoffzellen-Heizgerät von Viessmann für das Raubtierhaus im Nürnberger Zoo

Wärme für die Großkatzen – Licht für die Besucher

Das Brennstoffzellen-Heizgerät Vitovalor 300-P von Viessmann kommt in Nürnberg an einem ganz besonderen Ort zum Einsatz: Im Raubtierhaus des Tiergartens sorgt die Weltneuheit dafür, dass es die sechs Tiger und zwei Löwen zu jeder Jahreszeit wohlig warm haben. Der konstante Wärmebedarf bildet die ideale Voraussetzung für den Betrieb der Anlage im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Brennstoffverbrauch und Stromertrag.

Elektronische Infotafeln für Besucher

Im Raubtierhaus werden nicht nur die pro Jahr 6.500 Kilowattstunden erzeugte Wärme genutzt, auch der geschätzte Jahresertrag von mehr als 5.000 Kilowattstunden Strom wird direkt vor Ort in Licht und Belüftung umgewandelt. Vor dem Eingang zum Raubtierhaus können die Tiergartenbesucher auf einer elektronischen Tafel verfolgen, wie viel Strom erzeugt und wie viel CO2-Ausstoß vermieden wird.

Tigerin Katinka sorgt für Verzögerung

Planmäßig sollte die Modernisierung bereits im Sommer 2015 erfolgen, mit Rücksicht auf die trächtige sibirische Tigerin Katinka und ihren Nachwuchs hatte das Vorhaben aber verschoben werden müssen. Inzwischen sind die zwei kleinen Tiger, die Katinka zur Welt gebracht hatte, selbst fast erwachsen, sodass der Kesselaustausch nun problemlos erfolgen konnte.

Förderung durch Energieversorger

Geplant wurde die Anlage von Viessmann und dem Nürnberger Energieversorger N-Ergie, der Einbau erfolgte durch die Zecha Sanitär- und Heizungstechnik GmbH in Nürnberg, gefördert wurde das Projekt vom Nürnberger Energieversorger N-Ergie. Die Kunden des N-Ergie Ökostromangebots „Strom Purnatur“ investieren einen Cent pro Kilowattstunde in Projekte, mit denen erneuerbare Energien in der Region vorangebracht werden. Aus der Gesamtfördersumme wurden 36.000 Euro für die Brennstoffzelle und deren Installation im Tiergarten bereitgestellt.

Hoher elektrischer Wirkungsgrad

Mit Vitovalor 300-P hat Viessmann als erster Heiztechnikhersteller ein in Serie gefertigtes Brennstoffzellen-Heizgerät in den europäischen Markt eingeführt. Mit seinem hohen elektrischen Wirkungsgrad von 37 Prozent eignet es sich nicht nur für Raubtier-Unterkünfte, sondern besonders für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhaus-Neubauten sowie in sanierten Bestandsgebäuden mit geringem Wärmebedarf.

Deutsch-japanische Gemeinschaftsentwicklung

Vitovalor 300-P ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit Panasonic. Das mit Erdgas betriebene Brennstoffzellenmodul verfügt über eine elektrische Leistung von bis zu 750 Watt, wurde in Japan bereits über 80.000 Mal installiert und hat sich dort bewährt. Im Laufe eines Tages erzeugt Vitovalor 300-P so viel Strom, dass damit ein Großteil des Bedarfs in einem durchschnittlichen Haushalt gedeckt werden kann.

Bildzeilen:

Bild 1:

Die Vitovalor-Anlage in der Heizzentrale des Raubtierhauses.

Bild 2:

Eine Anzeigetafel informiert die Besucher, wie viel Strom aktuell erzeugt und wie viel CO2-Ausstoß vermieden wird.

Juni 2016