Effizienter Energieeinsatz zahlt sich als Wettbewerbsvorteil aus

Als einer der international führenden Hersteller von intelligenten, komfortablen und effizienten Systemen für Wärme, Dampf, Kälte und dezentrale Stromversorgung bietet Viessmann seinen Kunden innovative Produkte, die durch Spitzenqualität, Energieeffizienz und Langlebigkeit überzeugen. Mit Viessmann Technik können die energie- und klimapolitischen Ziele für 2050 bereits heute erreicht werden.

Vor mehr als 40 Jahren wurde am Hauptsitz in Allendorf (Eder) damit begonnen, energie- und rohstoffsparende Produktionsanlagen einzurichten. Durch kontinuierliche Einsparungen und Effizienzsteigerungen wurden seitdem zahlreiche Meilensteine hervorgebracht.

Effizienz Plus setzt Maßstäbe

Neben der Energieeffizienz wurden gleichzeitig die Arbeits- und Materialeffizienz deutlich erhöht. Die Verschlankung und Flexibilisierung von Strukturen und Prozessen in Produktion und Verwaltung hat sich als bedeutender Wettbewerbsvorteil erwiesen.

Materialsparendes Produktdesign, konsequente Optimierung des Energieeinsatzes und ein hoher Grad an Wärmerückgewinnung senken die Produktionskosten und erhöhen die Flexibilität in der Preisgestaltung des Angebots.

> Effizienz Plus – Energieeffizienz in der Praxis (PDF)

Viessmann hat die politischen Ziele für 2050 bereits heute erreicht

Einen großen Zeitrahmen hat die Bundesregierung zur Erreichung der Klimaziele gesteckt: Erst 2050 soll der CO₂-Ausstoß um 80 Prozent gesunken und der Anteil erneuerbarer Energien auf 60 Prozent gestiegen sein.

Viessmann ist diesen Zielen um Jahrzehnte voraus: Schon heute hat das Unternehmen die geforderten Werte erreicht und wird sie in den kommenden Jahren weiter verbessern.

Klimaziele erreicht
Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Bereits mehrfach wurde Viessmann ausgezeichnet, dreimal mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem Energy Efficiency Award sowie dem Globe Award.

Bedeutung von Effizienz Plus im produzierenden Unternehmen

Mit dem Projekt Effizienz Plus erfüllen die Viessmann Werke an ihrem Standort in Allendorf (Eder) bereits heute die energie- und klimapolitischen Vorgaben der Bundesrepublik für 2050.

Durch Steigerung der Energieeffizienz um 22 Prozent sowie Substitution von 18 Prozent fossiler durch erneuerbare Energien wurde der Verbrauch von Öl und Gas um 60 Prozent reduziert; die CO₂-Emissionen wurden um 80 Prozent gesenkt durch Steigerung der Energieeffizienz, die Substitution und den Bezug von Grünstrom. Auf der Verbraucherseite sorgen dafür energieoptimierte Produktionsanlagen und -prozesse, eine konsequente Wärmerückgewinnung sowie eine verbesserte Wärmedämmung der Gebäude.

Fossile Brennstoffe substituieren

In der Viessmann Energiezentrale kommen alle zukunftsweisenden Technologien zum Einsatz, zum Beispiel hocheffiziente Brennwerttechnik sowie Systeme zur Kraft-Wärme-Kopplung. Außerdem werden fossile Brennstoffe zunehmend durch erneuerbare Energien substituiert. Im Vordergrund stehen dabei der Einsatz von fester Biomasse und Biogas, die Nutzung von Sonnenenergie aus thermischen Solar- oder Photovoltaik-Anlagen sowie von Luft- oder Erdwärme mittels Wärmepumpentechnologie.

Energieoptimierte Anlagen und Prozesse in der Produktion

Energiezentrale mit rund 60 Prozent Anteil erneuerbarer Energien

Das Energiekonzept für den Standort Allendorf basiert auf Effizienzsteigerung und Substitution fossiler durch erneuerbare Energien. Viessmann setzt auf Biomasse, mit der schon heute rund 60 Prozent des Wärmebedarfs am Unternehmensstammsitz abgedeckt werden.

Zentrale Wärmerückgewinnung

Die Vernetzung von Energieströmen liefert ein zusätzliches Plus an Effizienz. Etwa mittels zentraler Wärmerückgewinnung: Dafür werden circa 9600 MWh Abwärme aus der Drucklufterzeugung, dem Rechenzentrum und den Prüfständen genutzt. Die Gesamtanlage als Energieverbundsystem ist über die Temperaturnetze miteinander verbunden.

Energiezentrale mit effizienten und umweltschonenden Technologien

In der 2012 modernisierten Energiezentrale werden alle im Wärmemarkt relevanten Energieträger eingesetzt – Öl und Gas genauso wie Biomasse, Sonnenenergie sowie Wärme aus Umgebungsluft und Erdreich. Für ihre hocheffiziente Nutzung sorgen innovative Technologien wie Brennwerttechnik und Kraft-Wärme-Kopplung. Dafür ist die Energiezentrale dreistufig aufgebaut:

●  Zwei mit Bioerdgas betriebene Blockheizkraftwerke decken die Wärmegrundlast und dienen gleichzeitig zur Stromproduktion.

●  Bei höherem Wärmebedarf, zum Beispiel im Winter, schalten sich mit Holzhackschnitzeln betriebene Biomassekessel zu. Mit Hilfe einer ORC-Turbine wird auch diese Wärme zur Stromproduktion genutzt.

●  Zur Abdeckung der Spitzenlast und als Redundanzkessel werden Öl- und Gasheizkessel mit nachgeschaltetem Abgas-Wärmetauscher eingesetzt.

Die Energiezentrale der Viessmann Werke in Allendorf (Eder)

Biomasse aus eigenem Anbau

Zur Gewinnung der Biomasse pflanzt Viessmann auf Kurzumtriebsplantagen schnellwachsende Pappeln an, die nach drei Jahren geerntet und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet werden.

Der Ertrag pro Hektar und Jahr entspricht der Energiemenge von bis zu 5000 Litern Heizöl. Der Betrieb der Kurzumtriebsplantagen gibt dem Unternehmen zudem die Möglichkeit, Erfahrungen mit dieser Art der Energieerzeugung über die gesamte Prozesskette zu gewinnen und diese weiter zu optimieren.

Die Biogasanlagen der Viessmann Werke

Biogasanlagen für den Eigenverbrauch und die Vermarktung von Biomethan

Der Standort eines produzierenden Unternehmens ist wesentlich davon abhängig, in welchem Umfang es auch selbst Energie erzeugen kann – sei es für den eigenen Verbrauch oder zur Vermarktung. Die ländliche Umgebung der Viessmann Werke ist für den Betrieb von Biogasanlagen wie geschaffen.

Trocken- und Nassfermentation

Zwei unternehmenseigene Biogasanlagen arbeiten nach dem Prinzip der Trocken- beziehungsweise Nassfermentation. Erstere wird vor allem mit Reststoffen aus der Landwirtschaft und der Landschaftspflege betrieben.

4500 Tonnen Substrat jährlich liefern über 1,2 Mio. kWh elektrische Energie, die den Viessmann Werken nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden.

Die dabei entstehende Wärme beläuft sich auf fast 1,5 Mio. kWh, die zur Grundlastabdeckung in das Wärmenetz des Unternehmens fließen. Für die Umwandlung der Primärenergie sorgt ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 190 kWel und 238 kWth.

Die zweite Anlage wird mit landwirtschaftlichen Abfällen wie Gülle oder Mist betrieben.

Aus Biogas wird Bioerdgas

Das zunächst entstehende Biogas wird zu Biomethan aufbereitet und weist damit die gleiche Qualität wie Erdgas auf. Für die Einspeisung in das öffentliche Netz erhalten die Viessmann Werke nach dem EEG eine staatlich festgelegte Vergütung.

ETANOMICS

Spezialisten entwickeln individuelle Energiekonzepte mit hohem Einsparpotenzial

Zur Umsetzung effizienter Energiekonzepte fehlen den meisten Unternehmen die Fachleute, die ganzheitliche Konzepte für Industrie und produzierendes Gewerbe sowie für Dienstleister entwickeln und realisieren. Etanomics ist das Beratungsunternehmen der Viessmann Gruppe, das sich als Dienstleister diesen Herausforderungen stellt, von der Erstanalyse bis zur Umsetzung komplexer Energiekonzepte. Die Dienstleistung umfasst die ganzheitliche Betrachtung eines Unternehmens.

Mit der Expertise in Energie-, Produktionstechnik und der Energiewirtschaft analysiert Etanomics ein Unternehmen ganzheitlich und erarbeitet gemeinsam mit diesem individuelle Lösungen. Neben dem optimalen Betriebspunkt eines Energiesystems schafft Etanomics auch die Transparenz von Energieflüssen und -kosten in einem Unternehmen.

Oftmals reduzieren bereits erste Maßnahmen ohne Investitionen die Energiekosten deutlich. Das Know-how von Etanomics fließt in die Erstellung valider Energiekonzepte ein. Dabei denkt Etanomics ergebnisoffen und energieträgerneutral. Es werden Lösungen entwickelt, die auch morgen und übermorgen Bestand haben.

ETANOMICS

Energiekonzepte aus einer Hand

Etanomics setzt jedes Energiekonzept individuell um. Dabei sind alle Ziele auf Nachhaltigkeit ausgelegt – weniger Energiekosten, geringere Schadstoffemissionen, verbesserte Ausnutzung der Ressourcen.

Die Ziele im Überblick

Transparenz
●  Bewertung der Produktionsprozesse und der Organisation
●  Transparente Energieflüsse und -kosten

Effizienz
●  Betrieb des Energiesystems am wirtschaftlichen Optimum
●  Ganzheitliche Ressourceneffizienz und reduzierter CO₂-Ausstoß

Flexibilität
●  Anpassungsfähigkeit auf veränderte Produktions- und Marktbedingungen
●  Reaktionsfähigkeit bei sich wandelnden gesetzlichen Vorgaben